Unternehmerfrühstück in Frankenberg

Vertreter von Hochschule, Unternehmen, kommunaler Politik und Schulen tauschten sich beim Unternehmerfrühstück am Campus Frankenberg aus.

Ein Gebäude für die Region

Etwa 20 Vertreter von Unternehmen und Schulen aus der Region waren beim Unternehmerfrühstück am StudiumPlus-Campus in Frankenberg, um sich zu informieren und auszutauschen – zum letzten Mal fand die Veranstaltung in den Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße statt, in denen der Campus seit 2009 zu finden ist. Zum Wintersemester zieht er in einen deutlich größeren Neubau und dieser Meilenstein stand auch im Zentrum des Treffens.

„Der Campus Frankenberg war unsere erste Außenstelle und damit der erste Schritt unserer Erfolgsgeschichte, duale Studiengänge an inzwischen sechs Außenstellen in der Region für die Region anzubieten“, erinnerte Prof. Dr. Jens Minnert, Leitender Direktor des Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH). „Wir sind dankbar, dass wir dieses Gebäude in den vergangenen Jahren nutzen durften“, sagte Prof. Dr. Markus Pfuhl, Vorstandsmitglied des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V., in dem sich die über 1.000 Partnerunternehmen zusammengeschlossen haben. Der Campus sei in den Jahren immer weitergewachsen, das neue Gebäude gebe diesem Wachstum Raum. Pfuhl wies darauf hin, dass die Partnerunternehmen die Curricula der Studiengänge über Fachkuratorien mitgestalten können, „das ist ein Alleinstellungsmerkmal von StudiumPlus.“

„Die Entscheidung für den Neubau war eine strukturelle und nachhaltige“, betonte Landrat Jürgen van der Horst. Dem Landkreis sei bewusst, welche Vorteile die Unternehmen der Region daraus ziehen, dass der Campus vor Ort sei. Der Neubau sei ein Baustein, um die Region zukunftsfähig zu halten. „Bildung ist kein Zufallsprodukt“, ergänzte Frankenbergs Bürgermeisterin Barbara Eckes. „Es ist ein großer Gewinn für die Kommune, dass wir den Campus hier in Frankenberg haben.“

Zentrumsnah –  mit studentischem Wohnen

Mit der Lage direkt an der Fußgängerzone ist der Campus Frankenberg noch mehr ins Zentrum der Stadt gerückt. Das etwa 900 Quadratmeter große Grundstück, auf dem zuvor ein Parkhaus stand, hat die Stadt Frankenberg an das Frankenberger Fertigbau-Unternehmen FingerHaus GmbH verkauft, das das Gebäude baut, finanziert und betreibt. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg mietet die beiden unteren Etagen für StudiumPlus an. Dort entstanden in den vergangenen Monaten auf 1.300 Quadratmetern sieben Seminarräume. Hinzu kommen Gruppenarbeitsräume, Büros und Bereiche für Begegnung und Kommunikation. In den beiden oberen Etagen ist Platz für 22 Wohnungen, vom Mikroappartement bis zu WG-geeigneten Wohnungen für studentisches Wohnen.

Klaus Cronau, Geschäftsführer von FingerHaus, stellte den Teilnehmern am Unternehmerfrühstück den Neubau detailliert vor. Der neue Campus biete 200 Studierenden Platz, erläuterte er. Das zwischen Uferstraße und Bremer Straße gelegene Gebäude sei in Hybridbauweise entstanden, die Holzfertigbau mit Massivbau aus Stahlbeton verbindet. Das Gebäude in L-Form signalisiere durch einen auch von Passanten nutzbaren Vorplatz Offenheit, das Gebäude füge sich harmonisch ins Stadtbild ein. Geothermie-Wärmepumpen und große Photovoltaikanlagen sorgen für Nachhaltigkeit.

Kooperation mit der Europäischen Studienakademie Kälte – Klima – Lüftung

Offenheit war auch ein Stichwort, dass Prof. Dr. Jens Minnert und Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei aufgriffen: Der neue Campus solle ein Ort der Begegnung sein und auch für Veranstaltungen unterschiedlicher Art zur Verfügung stehen. „Es ist ein Gebäude für die Region“, so Minnert.

Neben den Bachelor-Studiengängen Ingenieurwesen Maschinenbau, Ingenieurwesen Elektrotechnik und Softwaretechnologie sowie den Master-Studiengängen Future Science und Innovation, Prozessmanagement und Systems Engineering werde am Campus Frankenberg in Kooperation mit der Europäischen Studienakademie Kälte – Klima – Lüftung (ESaK) ab dem kommenden Wintersemester auch der Bachelor-Studiengang Kälte- und Klimatechnik angeboten, kündigte Manthei an. Neue Bachelor-Studiengänge starten auch an weiteren Standorten: Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Kommunales Bauen in Limburg und Steuern und Rechnungswesen in Wetzlar.