25 Jahre StudiumPlus
Eine Erfolgsgeschichte, die verbindet
Herkunft und Zukunft, Beständigkeit und Veränderung, regionale Verwurzelung und globaler Horizont. Unsere Chronik lädt dazu ein, die Meilensteine dieser besonderen Reise zu entdecken – von den starken Wurzeln in der Region über den stetigen Wandel im Bildungsverständnis bis hin zum Weitblick, der StudiumPlus bis heute prägt. Ein Blick zurück, der inspiriert – und nach vorn, der bewegt.
Vorgeschichte
Bis heute wurden bei StudiumPlus mehr als 6800 Fach- und Führungskräfte ausgebildet.
Dual für die Region und die Zukunft
Der Ruf nach hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal wird in Mittelhessen Ende der 1990er Jahre immer lauter. Die Unternehmen haben kurz vor der Jahrtausendwende mindestens drei Probleme: Die Demografie reißt Lücken, Nachwuchskräfte für die Managementebenen werden rar. Junge Talente gehen im Wettbewerb der Regionen an die Metropolen verloren und jenen Akademikern, die oft nur mit Mühe angeworben werden können, fehlt es mitunter an Praxistauglichkeit. Nicht wenige befürchten, dass die ländlich geprägte Region abgehängt wird, weil sie gegen die Ballungsräume nicht punkten kann. Es gilt: Junge Leute, die Mittelhessen verlassen, in der Regel zum Studium, kehren nicht mehr zurück und sind für die Unternehmen verloren. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) Wetzlar und Dillenburg sind alarmiert und werden aktiv.
Der Wetzlarer IHK-Präsident Karl-Heinz Lust und Vize-Präsident Helmut Hund bringen die Vision vom dualen Studium für junge Ingenieure ein. Unterstützt wird das u.a. von Unternehmer Friedhelm Loh, Initiator des „Herborner Kreises“, in dem gut 20 namhafte Unternehmen vereint sind. Parallel treibt auch den Juristen Harald Danne, Professor für Arbeitsrecht an der damaligen FH Gießen-Friedberg, heute Technische Hochschule Mittelhessen (THM), der Wunsch nach Studienangeboten um, die durch Praxis- und Berufsfeldorientierung auf die spätere Berufstätigkeit vorbereiten. Seine Überzeugung: Studierende müssen frühestmöglich erfahren, wofür sie studieren.
Aus einem Erstkontakt bei einem IHK-Jahresempfang entsteht eine Allianz. Der Startschuss für die StudiumPlus-Pläne fällt im Juni 1999 bei einem Gespräch zwischen Danne und IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann im Büro von Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette. Das gemeinsame Ziel: Akademischen Nachwuchs dual und zügig für den regionalen Arbeitsmarkt auszubilden.
Das Hessische Wissenschaftsministerium mit Ministerin Ruth Wagner an der Spitze gibt im Spätsommer 2000 grünes Licht für den Modellversuch StudiumPlus.
Einmalige Co-Produktion wird Modellprojekt
Zu Beginn des Jahres 2000 steht das Format für das bis heute bundesweit einmalige Ausbildungsmodell: Duale Studiengänge unter dem Arbeitstitel „Duale Hochschulausbildung – StudiumPlus“, die an der FH angesiedelt sind und betriebliche Praxis und ein vollwertiges Hochschulstudium kombinieren. Doch ehe es soweit ist, müssen hohe rechtliche Hürden überwunden werden, u.a. sind in Hessen Co-Finanzierungsmittel der Wirtschaft sind für staatliche Hochschulen tabu. Die Entwicklungsarbeit wird im „Arbeitskreis Wirtschaftsakademie“ geleistet unter Beteiligung von Staatssekretär Frank E. Portz vom Hessischen Wissenschaftsministerium und Vertretern der FH Gießen-Friedberg, des IHK-Verbunds Mittelhessen und der Stadt Wetzlar. StudiumPlus wird schließlich zum Modellprojekt der Landesregierung, Wissenschaftsministerin Ruth Wagner gibt dafür im September 2000 grünes Licht – zunächst für eine dreijährige Pilotphase ab Juli 2001.
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Rückblick: Prof. Dr. Harald Danne
Architekt von StudiumPlus und Leitender ZDH-Direktor 2001-2022
2001
2001
Staatssekretär Frank E. Portz stellt StudiumPlus am 25. April 2001 öffentlich vor bei der IHK Wetzlar.
Drei Träger – ein gemeinsames Ziel
Bevor der Studienbetrieb wie geplant zum Wintersemester 2001/02 starten kann, wird organisatorisch Neuland betreten. StudiumPlus benötigt Trägerstrukturen, die im ersten Halbjahr 2001 geschaffen werden, allen voran auf der Hochschulseite das Wissenschaftliche Zentrum Duales Hochschulstudium (ZDH). Als Partner schließt sich die Wirtschaftsseite in einem Förderverein zusammen, dem heutigen CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD). Die dritte Säule bildet der Kammerverbund Mittelhessen unter Federführung der heutigen IHK Lahn-Dill, damals IHK Wetzlar und Dillenburg. ZDH, CCD und IHK verbindet ein Kooperationsvertrag, in dem unter anderem die Finanzierung geregelt ist. Curriculum, Modulhandbuch und Akkreditierungsunterlagen werden ebenfalls in der ersten Jahreshälfte 2001 erstellt.
In einer zentralen Infoveranstaltung an der FH in Gießen wird StudiumPlus im Juni 2001 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Hochschule gründet eigenständiges Zentrum
Als ein eigener Fachbereich für das duale Studium wird das Wissenschaftliche Zentrum Duales Hochschulstudium (ZDH) mit Sitz in Wetzlar eingerichtet und bis heute von der THM getragen. Rat und Senat der FH stimmen am 10. Januar und 13. März 2001 dafür. Warum eigenständiges Zentrum? Aus gutem Grund: Das Studienangebot soll möglichst schnell und flexibel an die sich ständig wandelnden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft angepasst werden können. Aufbau, Umsetzung und Weiterentwicklung des dualen Studiums sind Aufgaben des ZDH. Für StudiumPlus wird über Lehraufträge auf die Lehrkräfte der THM-Fachbereiche zurückgegriffen. Das garantiert den Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen.
Besetzt ist das Zentrum, das am 15. März 2001 erstmals tagt, mit zunächst sechs Professorinnen und Professoren unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Danne, Prof. Dr. Ulrich Vossebein und Prof. Dr. Dieter Koerth (Stellvertreter). Direktoren der ersten Stunde sind Prof. Dr. Anita Röhm, Prof. Dr. Werner Bonath und Prof. Dr. Martin Schmidt und kurz darauf auch Prof. Dr. Bernd Galinski sowie Prof. Dr. Edda Heider-Knabe, die sich alle tatkräftig für den Aufbau einsetzen.
Der erste duale Bachelorstudiengang Deutschlands startet 2001 bei StudiumPlus.
Der offizielle Startschuss für StudiumPlus
Der offizielle Startschuss für StudiumPlus fällt am 25. April 2001 durch Staatssekretär Frank E. Portz. Ende März hatte das HMWK der Einrichtung des dualen Studiengangs zugestimmt. Portz stellt das einmalige Studienmodell bei der IHK Wetzlar vor. Dass die FH Gießen-Friedberg mit StudiumPlus einen Teil ihrer Ausbildung nach Wetzlar verlagert, bezeichnet Portz als „signifikanten Schritt“ und „mehr als ein FH-Türschild in Wetzlar“.
Der auf der Wirtschaftsseite gegründete Trägerverein wählt Dr. Uwe Schäkel zum ersten Vorstandsvorsitzenden.
Unternehmen schließen sich in Verein zusammen
Aus dem Stand wird das duale Studienprogramm von 20 Kooperationsunternehmen vor allem aus dem produzierenden Gewerbe im Großraum Wetzlar-Gießen unterstützt, die auch Personal zur Verfügung stellen. Es sind IHK-Mitgliedsbetriebe, viele gehören dem Herborner Kreis an. Bei der Gründungsversammlung am 31. Mai 2001 sind es bereits 31 Unternehmen, die sich im „Förderverein studiumplus“ zusammenschließen, der wenig später, am Nikolaustag 2001, den Namen „CompetenceCenter Duales Hochschulstudium“ (CCD) erhält. In der ersten Mitgliederversammlung am 18. Juni wird die Satzung beschlossen und der Vorstand gewählt: Dr. Uwe Schäkel (Loh Services GmbH & Co. KG) wird zum Vorstandsvorsitzenden, Burkhard Kramer (Hensoldt AG) zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Mitgliederliste liest sich von Beginn an wie das „Who is Who“ der heimischen Wirtschaft. Maßgeblich beteiligt am Vereinsaufbau ist neben Andreas Tielmann auch Detlef Haaske, verantwortlich für die Berufsbildung bei der IHK Wetzlar. Haaske übernimmt zunächst auch die Vereinsgeschäfte.
Das CCD ist Vertragspartner für alle Unternehmen, die Studierende zu StudiumPlus entsenden. Der Wirtschaftsverein sorgt für das Plus bei StudiumPlus. Seine Hauptaufgabe ist die Finanzierung von Lehrveranstaltungen, Praxisphasenbetreuung und der Ausstattung von Hörsälen, Seminarräumen und Campus. Es gilt: Ohne CCD-Mitglieder keine Mitgliedsbeiträge und keine Studierenden und somit auch kein StudiumPlus.
Mit 31 Studierenden startet StudiumPlus im Winter 2001 in sein Auftaktsemester.
31 Studierende starten in ersten dualen Bachelor Deutschlands
Mit 31 Studierenden und mit Wirtschaftsingenieurwesen, dem ersten dualen Bachelor-Studiengang bundesweit, nimmt StudiumPlus zum Wintersemester 2001/02 den Studienbetrieb auf. Zwei Fachrichtungen werden angeboten: Maschinenbau und Elektrotechnik, akkreditiert durch die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur in Hannover. „Offensive gegen Fachkräftemangel“ oder „StudiumPlus hilft der regionalen Wirtschaft“ – titeln die Lokalzeitungen in Wetzlar und Gießen, als die Erstsemester Mitte September von Vertretern des ZDH, der FH und der IHK begrüßt werden. Die ersten Lehrveranstaltungen finden am Sitz der IHK Wetzlar in der Friedenstraße und an der FH in Gießen und Friedberg statt, über eigene Räume verfügt StudiumPlus im Auftaktsemester noch nicht.
Das Kuratorium ist Bindeglied zwischen den dualen Partnern
An der Schnittstelle von Hochschule und Wirtschaft wird das paritätisch besetzte Kuratorium als Koordinationsinstanz eingerichtet. Das Kuratorium berät das ZDH bei der Weiterentwicklung von StudiumPlus, Theorie und Praxis werden aufeinander abgestimmt. Die ersten Kuratoren werden am 6. Dezember 2001 in der IHK Dillenburg für die Dauer von zwei Jahren ernannt. Das Gremium ist qua Satzung paritätisch besetzt mit bis zu 18 Vertretern aus CCD-Unternehmen und Hochschule. Den Vorsitz hat der jeweils amtierende Hochschulpräsident. Schon in der Gründungsphase von StudiumPlus hatten die Unternehmen deutlich gemacht, dass sie inhaltlich einbringen und Verantwortung übernehmen möchten.
„ETWAS VOLLKOMMEN NEUES SCHAFFEN – AUS DEM NICHTS“
Prof. Dr. Harald Danne
StudiumPlus Gründer
Prof. Dr. Harald Danne
Interview mit Prof. Dr. Harald Danne
Herr Professor Danne, wann genau war die Geburtsstunde von StudiumPlus?
Formal war das im Juni 1999. Ich saß damals gemeinsam mit dem damaligen IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann im Büro des Wetzlarer Oberbürgermeisters Wolfram Dette. Unser Thema lautete „Berufsakademie Wetzlar“. Herr Tielmann war mein erster Ansprechpartner auf Seiten der Wirtschaft, initiiert worden war der Kontakt durch IHK-Präsident Karl-Heinz Lust. Innerhalb der IHK bestand ein großer Wunsch nach einem stark praxisorientierten Studienangebot für die Industrie in der Region. Treibende Kräfte waren Karl-Heinz Lust und Professor Friedhelm Loh, Inhaber der Loh Group und Initiator des Herborner Kreises. Ihr Ziel war es, eine private Berufsakademie zu gründen – ein Modell, das sich in Baden-Württemberg bereits erfolgreich etabliert hatte.
Ich selbst war schon seit meinem Jurastudium davon überzeugt, dass das Studium – unabhängig von der Fachrichtung – dringend einen deutlich stärkeren Praxisbezug braucht. Es folgten zahlreiche Gespräche und Überlegungen, der formale Auftakt war schließlich das Treffen im Büro von Wolfram Dette.
Die geplante private Berufsakademie ist es bekanntlich nicht geworden. Warum nicht?
Sehr schnell wurde deutlich, dass das ausschließlich durch die Wirtschaft finanzierte Modell einer Berufsakademie nicht tragfähig war. Daraufhin versuchten wir, ein duales Studium gemeinsam mit der damaligen Fachhochschule Gießen-Friedberg zu entwickeln. Das war jedoch zunächst kaum möglich, da staatliche Hochschulen keine Co-Finanzierung durch die Wirtschaft für Studiengänge erhalten durften.
Wir mussten also etwas vollkommen Neues schaffen – aus dem Nichts. Ich war zu dieser Zeit politisch für die FDP aktiv und Mitglied im Wissenschaftsausschuss, Wolfram Dette war Landes-Schatzmeister. Gemeinsam gelang es uns, die damalige Wissenschaftsministerin Ruth Wagner von unseren Plänen zu überzeugen. Dieses Zusammenspiel von Wirtschaft, Hochschule und Politik hat letztlich den Weg geebnet. StudiumPlus konnte schließlich als Pilotprojekt der Landesregierung starten.
Was hat Sie persönlich am dualen Studium überzeugt?
Mich beschäftigt das Thema Praxisbezug schon seit meiner Schul- und Studienzeit. Ich habe damals oft nicht verstanden, wofür ich eigentlich lerne – das hat vieles erschwert. Deutlich sinnvoller ist es, von Anfang an zu wissen, wofür die Mühe notwendig ist.
Während meiner Promotion war ich Lehrbeauftragter für Arbeits- und Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule. Dort haben mich die Praxisphasen der Studierenden besonders begeistert. Schon damals habe ich gesagt: Das müssten eigentlich alle machen. Seit meiner Studienzeit stand für mich fest: Wenn ich jemals die Möglichkeit habe, hier etwas zu verändern, dann werde ich sie nutzen. Dass es später tatsächlich so kommen würde, war nicht absehbar – vielleicht aber Bestimmung.
Welche Bedeutung hat StudiumPlus heute für die THM?
Das duale Studium gehört heute zum Markenkern der THM. Das Netzwerk mit den zahlreichen Partnerunternehmen ist ein unschätzbarer Schatz für die Hochschule. StudiumPlus hat die THM insgesamt sehr stark gemacht und entscheidend zu ihrem hervorragenden Ruf beigetragen.
Umgekehrt gilt aber auch: Ohne die THM wäre StudiumPlus nicht denkbar gewesen. Als private Berufsakademie hätte das Modell nicht funktioniert. Erst die Anbindung an die Hochschule ermöglichte die Co-Finanzierung durch das Land und bot eine starke professorale Basis.
Als wir vor 20 Jahren mit 31 Studierenden gestartet sind, wurden wir teilweise noch belächelt. Heute ist StudiumPlus mit mehr als 1.900 Regelzeitstudierenden der größte Fachbereich der THM.
Hätten Sie sich vor 25 Jahren vorstellen können, dass StudiumPlus einmal über 1.000 Partnerunternehmen, mehr als 1.900 Studierende und überregionale Bedeutung haben würde?
Dass es ein Erfolgsmodell werden würde, war mir von Anfang an klar. Nichts ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist – und die Zeit für das duale Studium war in Hessen reif. Auch wenn ich mir das Ausmaß damals nicht vorstellen konnte, war mir doch bewusst, dass StudiumPlus stetig wachsen würde.
Das liegt an der starken Marke und dem belastbaren persönlichen Netzwerk, das wir über viele Jahre aufgebaut haben. Heute ist StudiumPlus nicht mehr wegzudenken. Mehr als 6.000 Absolventinnen und Absolventen sind inzwischen – vor allem in der Region – in Fach- und Führungspositionen tätig. Sie tragen das System weiter und halten es lebendig.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war immer unsere Geschwindigkeit: Wenn die Wirtschaft einen neuen Studiengang benötigte, konnten wir ihn innerhalb eines Jahres realisieren. Das ist in dieser Form an keiner anderen deutschen Hochschule möglich. Dahinter stehen eine perfekte Organisation und ein außergewöhnlich engagiertes Team. Deshalb blicke ich auch sehr zuversichtlich in die Zukunft. Egal, vor welchen Herausforderungen die Unternehmen stehen – StudiumPlus wird darauf schnell Antworten finden.
Zur Person
Prof. Dr. Harald Danne ist Ideengeber, Architekt und Wegbereiter von StudiumPlus. Als Leitender Direktor prägte und verantwortete er die dualen Studiengänge über mehr als 20 Jahre bis März 2022. Seit 1989 war er Professor für Wirtschafts- und Arbeitsrecht an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM).
Er war viele Jahre Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Fachbereich Wirtschaft, Mitglied des Fachbereichsrats sowie des Hochschulsenats. Von 2006 bis 2012 amtierte er als Vizepräsident der THM. Zudem ist er Mitbegründer des Verbands Duales Hochschulstudium Deutschland, war Mitglied im Steuerungskreis Duales Studium in Hessen und Mitautor des hessischen Kriterienkatalogs für duale Studiengänge.
Seit 2021 ist Danne ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises mit Zuständigkeit für Wirtschaftsförderung und Tourismus, seit 2025 Leiter des Geschäftsbereichs Transformation und Strategische Entwicklung. Für seine Verdienste um StudiumPlus wurde er von der THM zum Ehrensenator ernannt und vom Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein mit dem Verdienstorden des Landes Hessen ausgezeichnet.
2002
2002
Betriebswirtschaft startet mit drei Fachrichtungen
Der Bachelor Betriebswirtschaft mit den Fachrichtungen Mittelstandsmanagement, Logistikmanagement und – auf Wunsch der AOK Hessen – Krankenversicherungsmanagement ist der zweite duale Studiengang, den StudiumPlus 2002 startet. Es ist nur eines von vielen Beispielen in den folgenden Jahren, bei denen StudiumPlus auf Bedarfe der Wirtschaft reagiert und passgenaue, zukunftsweisende Angebote entwickelt. Die Hochschule zieht mit. Auch der neue FH-Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler unterstützt den Ausbau des dualen Studienangebots.
Ab dem Wintersemester 2002/03 findet der Studienbetrieb am Campus Spilburg in Wetzlar statt.
Campus Spilburg in Wetzlar wird eröffnet
Mit dem Wintersemester 2002/03 wird der Campus im Gewerbepark Spilburg in Wetzlar eröffnet, gleichzeitig Sitz von StudiumPlus. 108 Studierende ziehen in die neuen Räume ein, die ersten Vorlesungen starten am 14. Oktober 2002. Mit dem eigenen Standort endet der dezentrale Studienbetrieb zwischen der IHK Wetzlar und der FH in Gießen und Friedberg. Insbesondere die Stadt Wetzlar macht sich für den Campus auf dem ehemaligen Kasernengelände stark. Der Mietvertrag für zunächst 790 Quadratmeter im Erd- und Obergeschoss des A1-Gebäudes wird im März 2002 unterschrieben.
StudiumPlus geht online
Rechtzeitig vor Beginn des Wintersemesters geht im August 2002 die erste eigene StudiumPlus-Homepage unter www.studiumplus.de online. Sie wird zum zentralen Informationskanal für Studieninteressierte und Partnerunternehmen.
Das erste StudiumPlus-Kuratorium mit FH-Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler (Dritter von rechts) an der Spitze nimmt im Mai 2002 seine Arbeit auf, links Detlef Haaske (CCD), rechts Prof. Dr. Harald Danne (ZDH).
Kuratorium wählt erstmals seine Vorsitzenden
Nach der Gründung im Dezember 2001 wählt das Kuratorium am 16. Mai 2002 einstimmig seine Vorsitzenden: FH-Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler steht an der Spitze, sein Stellvertreter ist Wolfgang Lust (Lust Antriebstechnik GmbH, Lahnau).
„EINE TOLLE LEISTUNG DER REGION“
Andreas Tielmann
Ehemaliger stellv. Vorstandsvorsitzender des CCD
Andreas Tielmann
Interview mit Andreas Tielmann
Herr Tielmann, auf der Wirtschaftsseite waren Sie an der Entwicklung von StudiumPlus von Anfang an maßgeblich beteiligt. Was hat die mittelhessischen Unternehmen damals angetrieben?
Auch wenn die Probleme Fachkräftemangel und demografischer Wandel Mitte der 90er Jahre noch abstrakt waren, standen die Unternehmen in der Region vor der Herausforderung, qualifizierte Nachwuchskräfte vor allem im gewerblich-technischen Bereich für sich zu gewinnen. Beobachtet wurde, dass immer mehr junge Menschen Abitur machen und danach direkt studieren gehen – meist außerhalb Mittelhessens. Was gegen diesen Brain-Drain unternommen werden kann, wurde innerhalb der IHK intensiv diskutiert. Eine wichtige Plattform war auch der von Friedhelm Loh ins Leben gerufene „Herborner Kreis“. Hier trafen sich in informeller Runde Vertreter aus regionaler Wirtschaft und Politik. Es ging darum, über den Tellerrand der Tagesarbeit hinaus positive Perspektiven für die Wirtschaftsregion zu entwickeln und deren Umsetzung konkret voranzutreiben. Schnell waren wir uns einig, dass wir in Mittelhessen ein Hochschulstudium mit Praxisbezug benötigen und dafür selbst aktiv werden müssen. Ein Arbeitskreis unter Leitung des damaligen Präsidenten der IHK Wetzlar, Karl-Heinz Lust, hat sich mit möglichen Lösungen und Strukturen beschäftigt. Als die Landesregierung 1998 die Möglichkeit eröffnete, dass in Hessen private Berufsakademien staatlich anerkannt werden können, fiel der Beschluss, eine Berufsakademie aufzubauen.
Wie ist es dann zur Kooperation mit der damaligen Fachhochschule Gießen-Friedberg und schließlich zur StudiumPlus-Idee gekommen?
Allen war bewusst, dass das Ziel einer privaten Berufsakademie, die Lehre auf Hochschulniveau bietet, ambitioniert ist. Karl-Heinz Lust stellte dann den Kontakt zu Prof. Harald Danne her, der zu dieser Zeit ebenfalls über ein Hochschulstudium mit starkem Praxisbezug nachdachte. Von da an haben wir zusammen das Konzept weiterentwickelt zum dualen Studium. Herr Danne war der wesentliche Wegbereiter. Ihm ist es schnell gelungen, die Bedarfe der Wirtschaft in praktikable Studiengänge umzusetzen, diese organisatorisch in die Fachhochschule einzubetten und den Weg politisch zu ebnen. Die Unternehmen haben Weitblick bewiesen, sind trotz partiellen Wettbewerbs gemeinsam losmarschiert und haben investiert – das war angesichts der damaligen Wirtschaftsdaten alles andere als selbstverständlich. Gerade war die Dotcom-Blase geplatzt und im wirtschaftlichen Umfeld waren die Signale nicht auf Wachstum gestellt.
Ziel der Unternehmen war, nicht nur als Kunden der Fachhochschule aufzutreten, sondern sich inhaltlich einzubringen und Mitverantwortung für die Ausbildung zu übernehmen. Heute wissen wir, dass diese enge und vertrauensvolle Kooperation der Schlüssel zum Erfolg ist. Das war wirklich eine tolle Leistung der Region.
Welches Potenzial sehen Sie für die Zukunft von StudiumPlus?
Wir stehen vor zwei zentralen Herausforderungen: Neues Wissen schnell nutzbar und anwendbar zu machen. Und der demografische Wettbewerb, der jetzt erst richtig losgeht. Mit Studium-Plus sind wir gut aufgestellt, es wird dafür sorgen, dass wir uns als Region gut behaupten. Ich sehe weiteres Wachstumspotenzial für StudiumPlus – auch wenn die Zahl der jungen Menschen insgesamt zurückgeht. Ich glaube, dass wir nicht nur junge Menschen in der Region halten, sondern auch von außerhalb für die Region gewinnen.
Zur Person
Andreas Tielmann war von 1990 bis 2019 IHK-Hauptgeschäftsführer, zunächst der IHK zu Dillenburg, ab 1998 zusätzlich der IHK Wetzlar und ab 2008 der fusionierten IHK Lahn-Dill. An der Entwicklung und am Aufbau von StudiumPlus war der Wirtschaftsingenieur maßgeblich beteiligt. Bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand 2019 gehörte Tielmann dem Vorstand des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. als stellvertretender Vorsitzender an.
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Partnerunternehmen
2003
2003
Klausurtagung des ZDH im Jahr 2003 (von links): Prof. Dr. Harald Danne, Prof. Dr. Werner Bonath, Prof. Dr. Dieter Koerth, Prof. Dr. Anita Röhm und Prof. Dr. Bernd Galinski.
Ingenieurwesen wird der dritte duale Studiengang
Im Sommer 2003 wird das duale Studienangebot um den Studiengang Ingenieurwesen/Mikrosystemtechnik mit den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik erweitert. Reagiert wird auf die Bedürfnisse der optischen Industrie und Feinwerkmechanik. 15 Firmen bringen den Studiengang mit auf den Weg, der vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. Damit sind zu diesem Zeitpunkt drei von sieben dualen Bachelorstudiengängen in Hessen bei StudiumPlus angesiedelt.
Beim Sommerfest 2003 sagt Staatssekretär Prof. Dr. Joachim-Felix-Leonhard StudiumPlus weitere Unterstützung zu.
Der Campus feiert
Zum zweiten Mal wird am Campus Spilburg ein Sommerfest ausgerichtet. Die Festansprache am 13. Juni 2003 hält Staatssekretär Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhardt, die Festrede der Direktor des Mathematikums Gießen, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher.
Der CCD-Vorstand mit seinem Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Schäkel (Zweiter von links) im Jahr 2003 vor dem A1-Gebäude in der Spilburg.
77 Erstsemester werden begrüßt
Zum Wintersemester starten 77 Erstsemester in die drei dualen Studiengänge. Offiziell begrüßt werden sie am 23. September durch FH-Präsident Prof. Dr. Wendler, CCD-Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Schäkel und den geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Harald Danne.
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Rückblick Uwe Hainbach
CCD-Vorstandsvorsitzender
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Partnerunternehmen
2004
2004
Die ersten dualen Bachelor-Absolventen Deutschlands.
Der erste Jahrgang feiert seinen Bachelor-Abschluss
Aus dem ersten StudiumPlus-Jahrgang werden die ersten dualen Bachelor-Absolventen Deutschlands. Ihre Urkunden erhalten die 26 Wirtschaftsingenieure während des Sommerfests am 24. Juni 2004 am Spilburg-Campus. Ihre Abschlüss haben sie im Schnitt mit 24 Jahren in der Tasche und alle haben einen festen Job. Die Zeugnisse übergeben Prof. Dr. Harald Danne, der CCD-Vorstandsvorsitzende Dr. Uwe Schäkel und FH-Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler.
Mentorenprogramm hilft beim Studienstart
Im Februar 2004 wird das Mentorenprogramm ins Leben gerufen, das beim Studienstart unterstützt. Die Idee: Drittsemester geben ihre Erfahrungen weiter und betreuen die Erstsemester während der ersten zwei Semester in Fragen rund um das duale Studium.
100. Mitglied wird offiziell begrüßt
Als 100. Mitgliedsunternehmen wird das Gießener Unternehmen Lilly Pharma Fertigung und Distribution GmbH & Co.KG ins CCD aufgenommen.
Hessens Ministerpräsident (links) lobt StudiumPlus für seine Vorreiterrolle.
Ministerpräsident sieht StudiumPlus als Vorreiter
Hessens Ministerpräsident Roland Koch macht sich am 28. Mai 2004 vor Ort in Wetzlar ein Bild von StudiumPlus. Er spricht von einer Vorreiterrolle des dualen Studiums, weil es gelinge Theorie und Praxis miteinander zu verbinden.
Studierende formulieren Leitbild
Die Studierenden erarbeiten in Abstimmung mit ZDH, CCD und dem Kuratorium das Leitbild und die Leitsätze für StudiumPlus. Vorgestellt im Juli 2004 sind darin u.a. die partnerschaftliche Zusammenarbeit, ganzheitliche Ausbildung und Qualitätsansprüche formuliert.
Der CCD-Vorstand mit (von vorne) Hans-Joachim Selzer, Geschäftsführer Detlef Haaske, Wilfried Becker, Wolfram Dette und Dr. Uwe Schäkel, links Prof. Dr. Harald Danne.
CCD wählt neuen Vorstand
Im November 2004 wählt die Mitgliederversammlung des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD) einen neuen Vorstand: An der Spitze stehen der Vorsitzende Dr. Uwe Schäkel, sein Stellvertreter Andreas Tielmann (IHK Lahn-Dill) und Schatzmeister Wilfried Becker (Volksbank Mittelhessen). Weitere Vorstandsmitglieder sind der Wetzlarer Oberbürgermeister Wolfram Dette, Gerhard Federer (Schunk Dienstleistungsgesellschaft mbH), Dr. Manfred Klingel (Hensold AG) und Hans-Joachim Selzer (Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG.). Geschäftsführer ist Detlef Haaske.
Ingenieurwesen wird ausgezeichnet
Für seine vorbildliche Studienqualität wird StudiumPlus im November 2004 von der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur (ZEvA) ausgezeichnet. Dem Studiengang Ingenieurwesen bescheinigen die Gutachter „Modellcharakter für duale Studiengänge“.
„EIN HOCHSPANNENDES NETZWERK FÜR UNTERNEHMEN“
Uwe Hainbach
Vorstandsvorsitzender des CCD
Uwe Hainbach
Interview mit Uwe Hainbach
Herr Hainbach, Sie haben die Gründungszeit von StudiumPlus miterlebt – was waren damals die Beweggründe der IHK und der Unternehmen, sich für das Projekt StudiumPlus zu engagieren?
Wir leben in einer der industriestärksten Regionen Europas mit sehr erfolgreichen mittelständischen Familienunternehmen. Das große Thema in den Unternehmen lautete damals: Wo bekommen wir Fach- und Führungskräfte her? Auch wenn unsere Region attraktive Lebensbedingungen und einen hohen Freizeitwert hat, üben die Ballungsräume mit ihren urbanen Struktururen einen großen Sog aus. Wir wollten zumindest motivierte und talentierte junge Menschen hier halten, indem wir ihnen eine Chance geben, vor Ort zu studieren.
Der Gedanke der engen Verzahnung von Theorie und Praxis war dabei von Anfang an grundlegend. Die mittelständischen Unternehmen haben zwar hohes Fachwissen in ihrer jeweiligen Branche, aber nicht die Möglichkeit, eigene Forschung zu betreiben. Aufgrund der schneller werdenden Prozesse wurde in den Unternehmen Projektarbeit immer wichtiger, es gab aber zu wenig Personal, das ausgebildet war, solche Projekte auch zu leiten. Die Möglichkeit, diese Strukturen mit wissenschaftlicher Unterstützung zu schaffen, war daher sehr interessant.
Wir haben zum Glück in der Region eine gute Verbindung zwischen den Unternehmen und eine offene Gesprächskultur, das hat in der Anfangsphase vieles erleichtert. Es waren wirtschaftlich keine leichten Zeiten, dennoch war von Anfang an die Bereitschaft da, sich zu engagieren und Studierende zu schicken. Ein Modell mit einer solchen Initialzündung und einem Motor wie Prof. Dr. Harald Danne, der so leidenschaftlich für das Projekt gekämpft hat, konnte nur zum Erfolg werden und ist bis heute einmalig in Deutschland und weltweit.
Inzwischen hat StudiumPlus fast 1000 Partnerunternehmen – was macht das Konzept so attraktiv für die Wirtschaft?
Bei StudiumPlus stand von Anfang an der Gedanke im Vordergrund, das anzubieten, was in der jeweiligen Region von der Wirtschaft gebraucht wird. Die enge Einbindung der Unternehmen in die Entwicklung der Studiengänge sorgt dafür, dass Studiengänge und Lehrinhalte angeboten werden, die den Unternehmen unmittelbar nutzen. Das sieht man auch am unterschiedlichen Studienangebot an den verschiedenen Standorten – es wird in enger Abstimmung mit der Wirtschaft bedarfsgesteuert entschieden. CCD und Kuratorium sind Gesprächsplattformen, auf denen sich Unternehmer äußern und Ideen einbringen können. Seitens der Hochschule, insbesondere beim Direktorium des ZDH, existiert gleichzeitig ein feines Gespür für Trends und neue Anforderungen.
Was spricht aus Ihrer Sicht für die Mitgliedschaft im CCD?
Selbst wenn man als Unternehmen aktuell keinen Studierenden hat, ist man Teil eines hochspannenden Netzwerks. Das riesige Fachwissen, das durch die Praxisphasen angesammelt wird, ist ein Schatz, der auch den Unternehmen zugänglich ist. Dabei werden nicht Betriebsgeheimnisse gelüftet, sondern allgemeingültige Aussagen und Erkenntnisse stehen zur Verfügung – man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Über dieses Netzwerk kann man auch stets Einfluss darauf nehmen, welche Inhalte in die Lehre einfließen sollten. Und die enge Zusammenarbeit zwischen den Dozierenden und den Unternehmen bei den Praxisprojekten der Studierenden bringt Wissen aus der Hochschule in die Unternehmen und umgekehrt.
Zur Person
Uwe Hainbach war 30 Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter der Christmann + Pfeifer Gruppe und 13 Jahre Präsident der IHK Lahn-Dill, heute Ehrenpräsident. 2019 wurde er in den CCD-Vorstand gewählt. Seit dem 1. Oktober 2020 ist Uwe Hainbach Vorstandsvorsitzender des CCD.
Meilensteine
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Dozierende
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Fachrichtungen
2005
2005
StudiumPlus-Absolventen schließen sich am 7. Mai im Netzwerk AlumniPlus zusammen.
AlumniPlus verbindet Ehemalige
Der Ehemaligen-Verein AlumniPlus wird ins Leben gerufen. An der Gründungsveranstaltung am 7. Mai 2005 am Campus Spilburg nehmen die Absolventenjahrgänge 2004 und 2005 teil. Mit „AlumniPlus“ soll eines der führenden Netzwerke in Mittelhessen aufgebaut werden.
Die ersten Fachkuratoren werden am 1. Februar 2005 ernannt.
Vier Fachkuratorien werden gegründet
Unterstützung erhält das Kuratorium bei seiner Arbeit durch vier studiengangspezifische Fachkuratorien: Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen und Krankenversicherungsmanagement. Die konstituierende Sitzung findet am 1. Februar 2005 statt. Auch in den Fachkuratorien wird der Erfahrungsschatz der Praktiker aus dem StudiumPlus-Netzwerk gehoben. Die Fachkuratoren begleiten die konkrete Gestaltung und Weiterentwicklung von Lehrplänen, Didaktik, Modulen und Wahlpflichtfächern und geben ihre Impulse über die Sprecher in das Kuratorium hinein.
Kooperation verlängert (von links): Detlef Haaske, Andreas Tielmann, Karl-Heinz-Lust, Prof. Dr. Dietrich Wendler, Prof. Dr. Harald Danne und Dr. Uwe Schäkel.
Kooperation wird erneuert
Ihren gemeinsamen Kooperationsvertrag verlängern die FH Gießen-Friedberg, das CompetenceCenterDuale Hochschulstudien und der IHK-Verbund Mittelhessen am 19. Juli 2005. Anlässlich der Unterzeichnung wird eine Pressekonferenz veranstaltet.
Die erste ExtraPlus erscheint
Im November 2005 erscheint die erste Ausgabe der ExtraPlus. Das Magazin für Studierende und Studieninteressierte informiert auf 46 Seiten mit Berichten aus Studium und Praxis.
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Der erste Imagefilm von StudiumPlus
Der erste Imagefilm wird am 22. November während der CCD-Mitgliederversammlung vorgestellt. Der knapp zehnminütige Film soll Schüler und Unternehmen vom dualen Studienangebot überzeugen.
Meilensteine
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Absolvierende seit Gründung
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Betriebswirtschafts-Studierende
2006
2006
Die ersten dualen Masterstudierenden starten ins Studium. Prof. Dr. Anita Röhm (Mitte) hat das Masterprogramm maßgeblich auf den Weg gebracht.
Prozessmanagement wird erster dualer Master
Mit dem Wintersemester 2006/07 startet der erste duale Masterstudiengang Prozessmanagement mit den Fachrichtungen Steuerung von Geschäftsprozessen und Managementsysteme. Wieder ist StudiumPlus Vorreiter mit dem deutschlandweit ersten dualen Masterstudiengang, maßgeblich von Prof. Dr. Anita Röhm auf den Weg gebracht. Der Master ist die Antwort auf den wachsenden Bedarf der Partnerunternehmen an hochqualifizierten Führungskräften mit Verständnis für übergreifende Prozesse.
Groß ist die Freude im Campus-Team und ZDH, als die Nachricht von der Auszeichnung durch den Stifterverband per Fax eintrifft.
Stifterverband zeichnet „Wetzlarer Modell“ aus
Das „Wetzlarer Modell“ beeindruckt 2006 erstmals eine Jury des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Sie bezeichnet die intensive dauerhafte Kooperation zwischen Hochschule und Unternehmen als vorbildlich für die deutsche Bildungslandschaft. Beim Wettbewerb „ReformStudiengänge – Bachelor an Fachhochschulen“ votiert die Jury für StudiumPlus als eines von vier „Best-Practice-Beispielen“. 65 Hochschulen hatten sich dem Wettbewerb gestellt.
StudiumPlus richtet die erste Fachtagung zum Thema Nanotechnologie am Campus Wetzlar aus, Hessens Wissenschaftsminister Dr. Alois Rhiel (Vierter von links) ist dabei.
Nanotechnologie lockt Industrie und Forschung nach Wetzlar
Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Forschung aus ganz Deutschland informieren sich über Nanotechnologie bei der ersten Fachtagung Sensorik – Messtechnik – Technologien. Es ist der Auftakt zu einem jährlichen Treffen zu Trendthemen, gefördert vom Hessischen Wirtschaftsministerium und veranstaltet von StudiumPlus, der FH Gießen-Friedberg und der IHK-Innovationsberatung Hessen.
Unternehmer Friedhelm Loh (Dritter von links) und FH-Präsident Prof. Dr. Burkhard Klein (Vierter von links) werden mit der erstmals verliehenen Ehrenmedaille ausgezeichnet.
StudiumPlus verleiht erstmals Ehrenmedaillen
Erstmals verleiht StudiumPlus seine Ehrenmedaille an Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Für ihre besonderen Verdienste um die Entwicklung von StudiumPlus werden Friedhelm Loh, Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, und FH-Präsident Prof. Dr. Burkhard Klein ausgezeichnet. IHK-Präsident Karl-Heinz Lust überreicht die Medaillen während des Sommersfests am 29. Juni.
Hochschulluft schnuppern angehende Abiturientinnen und Abiturienten im Frühstarter-Programm.
Frühstarter-Programm richtet sich an Schüler
Früh sucht StudiumPlus den Kontakt zu den Schulen, um das duale Studium bei jungen Menschen bekannt zu machen und um direkt in den Schulen Angebote zur Studienorientierung machen zu können. 2006 bietet StudiumPlus erstmalig angehenden Abiturienten die Möglichkeit, in Schnupperkursen den Studienbetrieb schon während der Schulzeit kennenzulernen. Mit der Staatlichen Technikerakademie in Weilburg wird dazu ein Kooperationsvertrag geschlossen. Die ersten elf Frühstarter werden am 24. Januar 2006 verabschiedet.
Ehrensenatorwürde für Dr. Uwe Schäkel
Als „Motor eines Netzwerks von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region Mittelhessen“ wird der CCD-Vorstandsvorsitzende Dr. Uwe Schäkel am 1. Februar zum ersten Ehrensenator der FH Gießen-Friedberg ernannt. Mit der Auszeichnung werden Schäkels außerordentliche Leistungen beim Aufbau und der Entwicklung von StudiumPlus gewürdigt.
Prof. Dr. Dietrich Wendler (rechts) wird vom CCD-Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Schäkel die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Prof. Dr. Dietrich Wendler wird CCD-Ehrenmitglied
Das CCD ernennt Prof. Dr. Dietrich Wendler zu seinem ersten Ehrenmitglied. Der im Frühjahr 2006 aus dem Amt geschiedene FH-Präsident hatte sich während seiner Amtszeit für StudiumPlus und die Zusammenarbeit der mittelhessischen Wirtschaft und der Hochschule eingesetzt.
Seit dem Wintersemster 2006/07 können sich die Studierenden im CaféPlus verpflegen.
Studentenwerk eröffnet CaféPlus in der Spilburg
Kaffee, Backwaren, Snacks erhalten StudiumPlus-Studierende ab dem 17. Oktober 2006 im CaféPlus im A1-Gebäude am Campus Wetzlar. Betreiber ist das Studentenwerk Gießen, das bereits für 35.000 Studierende an den Hochschulstandorten Gießen, Friedberg und Fulda zuständig ist.
„STUDIUMPLUS LIEFERT DIE ENTSCHEIDENDEN ANTWORTEN“
Prof. Dr. Günther Grabatin
Ehemaliger Präsident der FH Gießen-Friedberg
Prof. Dr. Günther Grabatin
Interview mit Prof. Dr. Günther Grabatin
Herr Professor Grabatin, als Sie 2006 das Präsidentenamt an der damaligen FH Gießen-Friedberg antraten, war StudiumPlus bereits fünf Jahre alt. Was hat Sie persönlich an dem dualen Modell überzeugt?
Ich hatte zuvor als Dekan in Friedberg immer wieder von StudiumPlus gehört, wurde auch Mitglied im Kuratorium und habe weitere Details dann im Präsidentenamt kennengelernt. Auf Anhieb war ich begeistert, der duale Ansatz hat mich zu 100 Prozent überzeugt. Jedem war damals klar, dass die Wirtschaft dringend gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte benötigt. Die demografische Prognose für Mittelhessen war negativ, unter anderem durch Abwanderung in die Ballungsräume. Was kann die Hochschule dafür tun, diese Entwicklung zu bremsen oder womöglich sogar umzukehren? StudiumPlus war eine entscheidende Antwort auf diese Frage, der wir uns als Fachhochschule gestellt haben. Eine Region wird aktiv für die Region und ihre positive Entwicklung – das war mehr als überzeugend. Gute Ideen soll man laufen, sich entwickeln lassen und unterstützen, wo es möglich ist. Deshalb habe ich sofort gesagt: Den dualen Bereich müssen wir als Hochschule unbedingt unterstützen.
Auch die Wachstums- und Expansionsphase von StudiumPlus, die Gründung der Außenstellen, fiel in Ihre Amtszeit. Wie wichtig war dieser Schritt in die Fläche?
Ich erinnere mich noch genau daran: Harald Danne war damals Vizepräsident. Eines Tages fragte er in einer Präsidiumssitzung: Wir haben jetzt 250 StudiumPlus-Studierende. Was machen wir? Bleibt es bei dieser Größenordnung? Für mich war klar, dass es keinesfalls bei 250 bleiben sollte, sondern wir in Richtung der 1000 gehen müssen. Es galt, StudiumPlus und den dualen Bereich zu stärken, weil es keine bessere Wirtschaftspolitik für die Region geben konnte. Wir brauchen die Expansion, nur dann können wir auch langfristig garantieren, dass die Region prosperiert – daran bestand für mich überhaupt kein Zweifel.
Worin sehen Sie die maßgeblichen Erfolgsfaktoren?
Harald Danne ist überaus zielorientiert vorgegangen und war dabei ungemein erfolgreich und stets wahrhaftig. Entscheidend war außerdem, dass Wirtschaft, Kammern, Kommunen und Hochschule gemeinsam für die Region aktiv wurden und das Land Hessen mitgezogen hat. Weil alle die Chance erkannt haben, dass die Fachkräfte, die hier ausgebildet werden, auch in Mittelhessen bleiben. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Organisationsstruktur von StudiumPlus mit seinem Kuratorium, in dem Vertreter aus Wirtschaft und Hochschule gleichberechtigt miteinander reden und Ideen umsetzen. Ich kann die Verantwortlichen nur ermuntern, sich auch in Zukunft immer wieder die Frage zu stellen, welche Führungskräfte benötigt werden und wie sie ausgebildet sein müssen, um der Region bestmöglich zu helfen. Und dann machen!
Zur Person
Professor Dr. Günther Grabatin war ab 2003 Dekan des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen. Als THM-Präsident unterstützte er in den Jahren 2006 bis 2016 den Ausbau von StudiumPlus und die Expansion mit Gründung der Außenstellen. Als Präsident war Grabatin Vorsitzender des StudiumPlus-Kuratoriums, bis 2024 war er Beauftragter für wissenschaftliche Begleitung des ZDH.
Meilensteine
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Studierende
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Erstsemester
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Bachelor-Absolventen
2007
2007
StudiumPlus nimmt an den Hochschulinformationstagen (HIT) 2007 teil.
200 Abiturienten bei HIT-Premiere
Zum ersten Mal beteiligt sich StudiumPlus mit einer eigenen Informationsveranstaltung an den Hochschulinformationstagen (HIT). Mehr als 200 Abiturientinnen und Abiturienten der umliegenden Schulen holen am 24. Januar 2007 am Campus Wetzlar Informationen über das duale Studienangebot ein.
RFID war das Thema der zweiten StudiumPlus-Fachtagung in Wetzlar.
RFID-Systeme stehen im Zentrum von Fachtagung
Die zweite Fachtagung von StudiumPlus widmet sich der Radio-Frequency-Indentification-Technologie (RFID). Technische Aspekte und Anwendungsmöglichkeiten werden vor zahlreichen Interessierten aus Wirtschaft und Forschung vorgestellt und diskutiert.
Die ehemalige Hessische Wissenschaftsministerin Ruth Wagner und IHK-Präsident Karl-Hein Lust (Mitte) werden beim Sommerfest 2007 mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Ehrenmedaillen für Ruth Wagner und Karl-Heinz Lust
Hessens ehemalige Wissenschaftsministerin Ruth Wagner, inzwischen Vizepräsidentin des Hessischen Landtags, und Karl-Heinz Lust, IHK-Präsident und Geschäftsführer der LTi DRiVES GmbH, werden während der Absolventenfeier am 28. Juni 2007 mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Der CCD-Vorstand bei der Mitgliederversammlung 2007 mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Uwe Schäkel (Dritter von links), FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin (links) und Prof. Dr. Harald Danne (rechts).
Wachstum braucht mehr Raum
500 Studierende werden zum Winter 2009 prognostiziert. Dass das Wachstum StudiumPlus räumlich an die Grenzen bringt, ist eines der vielen Themen während der CCD-Mitgliederversammlung. Eine Strategiesitzung zur weiteren Entwicklung wird geplant. IHK-Präsident Karl-Heinz Lust wird neu in den Vorstand gewählt.
Technik-Modul greift praktische Phänomene auf
Warum kann ein Auto aus der Kurve fliegen? Und wie verhindert man das? Das erste interdisziplinäre Technik-Modul für Erstsemester findet am 22. Januar 2007. Dozierende unterschiedlicher Fachrichtungen betrachten mit Studierenden Probleme und Lösungen.
Nachwuchs-Führungskräfte der Rhön-Klinikum AG starten ihr Masterstudium Prozessmanagement.
Studieren für den Einsatzort Krankenhaus
15 Nachwuchs-Führungskräfte der Rhön-Klinikum AG starten ihr Masterstudium Prozessmanagement in der Fachrichtung Krankenhausmanagement bei StudiumPlus. Das Angebot Studiengang wurde gemeinsam entwickelt, um den Studierenden des Klinikkonzerns ein praxisorientiertes und speziell auf den Einsatzort Krankenhaus bezogenes Studium zu ermöglichen.
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Rückblick Andreas Tielmann
Hauptgeschäftsführer IHK Lahn-Dill 1988-2019
Meilensteine
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Partnerunternehmen
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Dozierende
2008
2008
Die dritte StudiumPlus-Fachtagung wird von (von links) Prof. Dr. Harald Danne, Helmut Hund, Prof. Dr. Ubbo Ricklefs und Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel eröffnet.
Fachtagung nimmt Sensorik in den Blick
Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassen sich am 12. März 2008 bei der dritten Fachtagung von StudiumPlus mit der Erweiterung und Verknüpfung von Sensorik und Messtechnik im Bereich der Nanotechnologie. Eröffnet wird die Veranstaltung durch Hessens Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel, den Technologiebeauftragten des Landes Hessen, Helmut Hund, den Leitenden StudiumPlus-Direktor Prof. Dr. Harald Danne und Prof. Dr. Ubbo Ricklefs, Koordinator für Nanotechnologie an der FH Gießen-Friedberg.
StudiumPlus belegt Spitzenposition im CHE-Ranking
StudiumPlus belegt einen Spitzenplatz unter 250 Universitäten und Fachhochschulen, wenn es um Verbindung von akademischer Lehre und Berufsqualifizierung geht. Zu diesem Ergebnis kommt am 3. Juni 2008 die Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).
Als ein StudiumPlus-"Aktivist" der ersten Stunde erhält Unternehmer Helmut Hund (links) 2008 die Ehrenmedaille, übergeben durch IHK-Präsident Karl-Heinz Lust.
Ehrenmedaillen für Alois Rhiel und Helmut Hund
StudiumPlus-Ehrenmedaillen werden erneut an zwei wichtige Persönlichkeiten verliehen, die hinter der positiven Entwicklung von StudiumPlus stehen. An Helmut Hund, Geschäftsführer der Helmut Hund GmbH, der sich besonders stark während der Entstehungsphase der dualen Studiengänge eingesetzt hatte. Und an den hessischen Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel für finanzielle Unterstützung und die Initiative, das duale Studium in Hessen populär zu machen.
Erstmals werden auch 16 Absolventen des Masterstudiengangs Prozessmanagement bei der Absolventenfeier in der Wetzlarer Stadthalle verabschiedet.
Die ersten Masterabsolventen werden verabschiedet
Die ersten 16 Absolventen des Masterstudiengangs Prozessmanagement nehmen während der großen Absolventenfeier am 26. Juni 2008 ihre Zeugnisse entgegen. Verabschiedet werden außerdem 113 Bachelorabsolventen.
StudiumPlus soll internationaler werden
Internationalisierung ist das Schwerpunktthema, mit dem sich das Kuratorium bei seiner Sitzung am 4. November 2008 beschäftigt. Eine Befragung der Partnerunternehmen hat den besonderen Bedarf an Sprachkenntnissen und Mobilität deutlich gemacht. Im Ergebnis werden der Intensivkurs „Summer School“ und Auslandssemester angeboten.
Karl-Heinz Lust wird zum Ehrensenator ernannt
Karl-Heinz Lust, Geschäftsführer der LTi Drives GmbH und ehemaliger Präsident der IHK Wetzlar, wird von FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin zum Ehrensenator ernannt.
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Rückblick Prof. Dr. Anita Röhm
ZDH-Direktorin 2001-2018
Meilensteine
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Absolvierende seit Gründung
2009
2009
Mit 22 Studierenden geht die erste StudiumPlus-Außenstelle am 15. September 2009 an den Start.
In Frankenberg eröffnet die erste Außenstelle
Im nordhessischen Frankenberg eröffnet StudiumPlus die erste Außenstelle und geht damit den strategisch wichtigen Schritt über die mittelhessischen Grenzen hinaus. Die ersten 22 Frankenberger Studierenden werden am 15. September 2009 feierlich im ehemaligen Kloster St. Georgenberg begrüßt. Der Campus entsteht im ehemaligen Gesundheitsamt. 15 ansässige Unternehmen treten zum Start dem CCD bei. Angeboten wird zunächst der Masterstudiengang Prozessmanagement. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Anita Röhm.
Wirtschaftsinformatiker werden händeringend gesucht
Die Fachrichtung Wirtschaftsinformatik im Studiengang Betriebswirtschaft bietet StudiumPlus ab dem Wintersemester 2009 an. Eine Umfrage unter den Partnerunternehmen macht den dringenden Bedarf deutlich. Mitarbeiter mit den benötigten Qualifikationen seien am Arbeitsmarkt nicht zu bekommen, heißt es.
Ein PC Labor vor allem für die Wirtschaftsinformatiker wird am Campus Wetzlar eingerichtet.
Neues PC-Labor wird eröffnet
30 neue Computer-Arbeitsplätze stehen den Studierenden ab dem Wintersemester 2009/10 zur Verfügung. Die Einrichtung des PC-Labors am Campus Wetzlar kostet 160.000 Euro und ist für die neue Fachrichtung Wirtschaftsinformatik notwendig.
Mit 14 Erzieherinnen startet der Bachelorstudiengang "Leitung und Bildungsmanagement im Elementarbereich".
14 Erzieherinnen starten in neuen Studiengang
Die 14 Erzieherinnen im neuen Studiengang „Leitung und Bildungsmanagement im Elementarbereich“ werden am Campus Wetzlar in festlichem Rahmen zu ihrem Studienstart begrüßt. Vertreter der FH, der Stadt Wetzlar, des Lahn-Dill-Kreises, des Regierungspräsidiums und der Justus-Liebig-Universität Gießen betonen die Bedeutung des Studienangebots, das in Kooperation mit der Uni Gießen, Jugendämtern und Wohlfahrtsverbänden entwickelt wurde.
In der Fachrichtung Krankenhausmanagement studieren 15 Nachwuchsführungskräfte der Rhön-Klinikum AG.
Der erste Jahrgang Krankenhausmanagement wird verabschiedet
StudiumPlus verabschiedete zum ersten Mal 15 Absolventen des Masterstudiengangs Prozessmanagement in der Fachrichtung Krankenhausmanagement. Seit Herbst 2007 absolvierten die Nachwuchsführungskräfte der Rhön-Klinikum AG ihr Studium in Wetzlar und arbeiteten parallel dazu im Konzern.
Das erste Auslandssemster führt acht StudiumPlus-Studierende nach Edinburgh.
Das erste Auslandssemester für StudiumPlus-Studierende
Premiere bei StudiumPlus: Acht Studierende absolvieren im Wintersemester 2009/10 das erste Auslandssemester in der Geschichte der dualen Studiengänge. Ihr Ziel ist die Napier Universität in Edinburgh.
Unternehmer Eberhard Flammer (Dritter von links) und Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard (Zweiter von links), Ex-Staatssekretät und Präsident der Behring-Röntgen-Stiftung, erhalten 2009 die StudiumPlus-Ehrenmedaille.
Ehrenmedaillen für Leonhard und Flammer
StudiemPlus-Ehrenmedaillen würdigen am 25. Juni 2009 den Einsatz zweiter Persönlichkeiten, die sich von Beginn an für das duale Studium stark gemacht haben: den ehemaligen Staatssekretär und Präsidenten der von Behring-Röntgen-Stiftung, Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, und Eberhard Flammer, Präsident IHK Lahn-Dill und Geschäftsführer der Elkamet Kunststofftechnik GmbH.
250. Partnerunternehmen tritt bei
Das Gießener Unternehmen Ordat tritt als 250. Mitglied dem CompetenceCenter duale Hochschulstudien (CCD) bei. Prof. Dr. Harald Danne und Dr. Uwe Schäkel überreichen am 29. Januar 2009 die Urkunde an die Geschäftsführern Gerhard Volk und Markus Schäfer.
„GEKOMMEN, UM ZU BLEIBEN“
Prof. Dr. Anita Röhm
Ehemalige geschäftsführende Direktorin des ZDH
Interview mit Prof. Dr. Anita Röhm
Interview mit Prof. Dr. Anita Röhm
Frau Röhm, warum hat StudiumPlus sich 2009 entschlossen, in die Fläche zu gehen und eine Außenstelle in Frankenberg zu eröffnen?
Die Initiative ging nicht von StudiumPlus aus, sondern vom Landkreis Waldeck-Frankenberg und vor allem von den Unternehmen der Region. Politik und Wirtschaft waren sich bewusst, dass sie sicherstellen müssen, dass junge Menschen in der Region bleiben können, sich in der Region entwickeln können. Wegen der fehlenden Möglichkeit, vor Ort zu studieren, mussten sie die Region für ein Studium verlassen und kamen dann in der Regel nicht zurück. Im dualen Studium bei StudiumPlus ist der Studierende aber auch an das jeweilige Partnerunternehmen angebunden. Daher war es auch nicht optimal, die Studierenden zu den Vorlesungen nach Wetzlar zu schicken. Deshalb haben wir bei StudiumPlus damals beschlossen: Wir bewegen uns, nicht die Studierenden.
Wie haben Sie 2009 die Zeit erlebt, als StudiumPlus sich entschlossen hat, eine Außenstelle in Frankenberg zu eröffnen?
Das war eine gewaltige Entscheidung für uns, denn etwas Vergleichbares hatte es in der Hochschullandschaft Hessens noch nicht gegeben. Es war eine riesige Herausforderung für StudiumPlus, weil zu Beginn nicht nur die Gestaltung der Lehre im Vordergrund stand. Es mussten auch viele organisatorische Fragen geklärt werden, die sich vorher so noch nicht gestellt hatten. Es musste ein Studienort gefunden und als solcher etabliert werden. Das ehemalige Gesundheitsamt stand war zwar leer, musste aber in kurzer Zeit umgestaltet werden. Der Landkreis hat das sehr schnell umgesetzt. Gerade der damalige Fachbereichsleiter Schulen und Bildung, Friedhelm Pfuhl, war unermüdlich tätig, stand uns mit Rat und Tat zur Seite und machte vieles möglich. Auch der Arbeitskreis für Wirtschaft und Kommunalfragen war in dieser Anfangsphase sehr engagiert.
Warum ist StudiumPlus in Frankenberg gleich mit einem Masterstudiengang, nämlich Prozessmanagement, gestartet?
Einige Unternehmen hatten bereits Studierende nach Wetzlar geschickt, als die Außenstelle noch nicht existierte. Diese wollten gerne noch einen Masterstudiengang absolvieren. Deshalb haben wir mit dem Masterstudiengang Prozessmanagement begonnen. Es war aber von Anfang an klar, dass wir in Frankenberg weitere Studiengänge anbieten sollen und auch wollen.
Die Außenstellen in Bad Hersfeld und Bad Wildungen folgten direkt im Jahr darauf. Es wurden jeweils unterschiedliche Bachelorstudiengänge angeboten, immer an den Bedarf der Unternehmen vor Ort angepasst – beispielsweise der Bachelor-Studiengang Logistikmanagement in Bad Hersfeld. Der Anfang war also gemacht, aber es gab natürlich dennoch neue Herausforderungen zu bewältigen – die aber dank der Kooperation vieler Beteiligter gelöst wurden. In Frankenberg starteten wir mit dem Motto: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“ und so ist es auch passiert.
Zur Person
Prof. Dr. Anita Röhm war ab 1999 an der damaligen FH Gießen-Friedberg im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften mit den Fächern Industriegütermarketing und Vertrieb tätig. Nach dem Start des berufsbegleitenden Aufbaustudiengangs „Internationaler Vertrieb“ im WS 2000/01 wurde sie vom Dekan zu den ersten interdisziplinären Gesprächen der Fachbereiche zur Konzeptionierung dualer Studiengänge an einer Fachhochschule entsendet. Daraufhin war Röhm in unterschiedlichen Funktionen des StudiumPlus-Direktoriums aktiv bis zur Emeritierung.
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Kuratoren
2010
2010
In Nordhessen plant StudiumPlus weitere Standorte. Ministerpräsident Roland Koch gibt den Startschuss dafür.
StudiumPlus expandiert in Nordhessen
Der Startschuss für die Ausweitung des dualen Studienangebots in Nordhessen fällt am 7. Juli 2010 in der Wandelhalle Bad Wildungen durch Ministerpräsident Roland Koch. Ab dem Wintersemester 2010/11 bietet StudiumPlus in Frankenberg und an den neuen Außenstellen in Bad Wildungen und Bad Hersfeld in Zusammenarbeit mit regionalen Partnerunternehmen duale Bachelorstudiengänge an. In allen drei Städten ersetzt StudiumPlus das Angebot der Berufsakademie Nordhessen, die von den Kommunen und Landkreisen ins Leben gerufen worden war.
Startschuss für zwei neue Außenstellen
Die beiden neuen Außenstellen Bad Wildungen und Bad Hersfeld werden am 7. Oktober 2010 bei einer Feierstunde in Bad Hersfeld offiziell eröffnet. Vertreter von Politik, Wirtschaft und StudiumPlus nehmen teil. Gemeinsam heißen sie die ersten 43 Bachelorstudierenden der nordhessischen Außenstellen Bad Hersfeld, Bad Wildungen und Frankenberg (Eder) willkommen.
15 Studierende nehmen ihr duales Wirtschaftsinformatikstudium in Bad Wildungen auf.
Wirtschaftsinformatiker studieren in Bad Wildungen
Zum Auftakt des neuen Standorts Bad Wildungen nehmen 15 Studierende ihr duales Studium der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik auf. Ein Konferenzraum in der Wandelhalle dient vorüber gehend als Hörsaal. Unterdessen wird das Kurhaus für die Vorlesungen ausgestattet.
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Die feierliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen im Jahr 2010
Durch StudiumPlus wird Wetzlar 2010 offiziell Hochschulstandort.
Wetzlar wird offiziell Hochschulstandort
Wetzlar ist offiziell Hochschulstandort. Amtlich wird das am 28. Oktober 2010, als die FH Gießen-Friedberg ihrer bis dato dualen Außenstelle Eigenständigkeit einräumt.
Die Auszeichnung mit dem "Duales Studium Hessen Award" wird am Campus Wetzlar gefeiert.
StudiumPlus gewinnt Hessen Award
StudiumPlus gewinnt den erstmals vergebenen „Duales Studium Hessen Award“. Die Ministerien für Wissenschaft und Wirtschaft zeichnen damit in der Kategorie Hochschulen besonderes Engagement für das duale Studien- und Ausbildungsmodell aus. Verliehen wird der Preis durch Wirtschaftsminister Dieter Posch und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann im Kurhaus in Wiesbaden.
Ehrenmedaillen-Empfänger 2010:
Wolfram Dette (Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, Zweiter von links) und Fritz Jürgen Weg (Geschäftsführer der Fritz Weg GmbH & Co. KG, Mitte).
Dette und Weg erhalten Ehrenmedaillen
Um StudiumPlus besonders verdient gemacht, haben sich Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette und der Unternehmer Fritz Jürgen Weg. Für ihre besondere Unterstützung werden sie während des Sommerfests mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Meilensteine
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2011
2011
Als zwei Meter große Stele zieht der Hessen Award am Campus Wetzlar ein.
Großer Preis zieht auf dem Campus ein
Der Preis für das beste duale Studienprogramm in Hessen findet am 7. Januar 2011 seinen Platz bei StudiumPlus am Campus Wetzlar. Die zwei Meter große Stele wird von Michael Tschakert von der Bildungsagentur pp Agenda, die die Kampagne „Duales Studium Hessen“ organsiert, während einer Feierstunde in der Wetzlarer Spilburg offiziell übergeben.
Offizielle Schlüsselübergabe für den Campus Bad Wildungen (von links): Prof. Anita Röhm, Bürgermeister Volker Zimmermann und Dr. Uwe Schäkel.
Schlüsselübergabe am Campus Bad Wildungen
Im Kurhaus wird am 31. Januar 2011 offiziell die StudiumPlus-Außenstelle Bad Wildungen eröffnet. Das duale Studienangebot soll Antwort geben auf die problematische Fachkräfteversorgung vor Ort und sei für die Region „überlebenswichtig“, erklärt Bürgermeister Volker Zimmermann bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
Mit der THM kommt das neue Corporate Design
Aus der FH Gießen-Friedberg wird am 1. März 2011 die Technische Hochschule Mittelhessen. „Dieses ausdrückliche Bekenntnis zu Mittelhessen (THM) spiegelt sich im neuen Namen wider“, betont Präsident Prof. Günther Grabatin bei einem Festakt. Zugleich werde betont, dass Studiengänge nicht nur in Gießen und Friedberg, sondern auch durch StudiumPlus in Wetzlar angeboten werden. Passend zum Corporate Design der THM erhält auch StudiumPlus eine komplett neue Optik inklusive Logo.
Bestnoten für Betriebswirtschaft
Platz vier bundesweit in der Kategorie „Beste Einrichtung“ – beim CHE-Ranking schneidet StudiumPlus mit dem dualen Studiengang Betriebswirtschaft hervorragend ab.
Der erste Frankenberger Masterjahrgang wird verabschiedet.
Die ersten Frankenberger Master werden verabschiedet
Die ersten 20 Frankenberger Masterabsolventen erhalten am 7. Juli 2011 ihre Urkunden.
Zehn Jahre StudiumPlus – die große Geburtstagsfeier findet in der Stadthalle Wetzlar statt.
StudiumPlus feiert zehnten Geburtstag
Gestern ein kleines Zentrum der Hochschule, heute der größte Anbieter dualer Studiengänge in Hessen. Historie, Entwicklung und Expansion stehen im Mittelpunkt der Feier in der Stadthalle Wetzlar zum zehnjährigen Bestehen von StudiumPlus. 250 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Hochschule nehmen am 5. Oktober 2011 daran teil. Dazu werden 394 Erstsemester begrüßt. Festredner ist Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft.
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Impressionen von den Feierlichkeiten zum 10. Geburtstag von StudiumPlus 2011
Auch ehemalige Studierende können sich inhaltlich bei StudiumPlus einbringen durch die Gründung eines eigenen Fachkuratoriums.
Fachkuratorium Ehemalige gegründet
Um die Erfahrungen seiner Absolventinnen und Absolventen besser nutzen zu können, gründet StudiumPlus am 5. Oktober 2011 das Fachkuratorium Ehemalige. Beim Gründungstreffen am Campus Spilburg wird deutlich, dass die Ehemaligen in ihren Unternehmen inzwischen verantwortungsvolle Positionen innehaben. Aus AlumniPlus wird XPlus – das Ehemaligennetzwerk veranstaltet Fachvorträge, Business-Stammtische, Exkursionen und Partys.
66 Masterstudierende werden begrüßt, darunter 19 im neuen Master Systems Engineering.
Neuer Master heißt Systems Engineering
Auf Prozessmanagement folgt mit Systems Engineering ab dem Wintersemester 2011/12 ein weiterer Masterstudiengang. Absolventinnen und Absolventen technischer Bachelorstudiengänge können sich im ingenieurwissenschaftlichen Bereich weiterentwickeln. Der Master startet mit 19 Studierenden.
Angebot in Bad Hersfeld wird ausgebaut
An der Außenstelle Bad Hersfeld startet mit dem Wintersemester 2011/12 der Studiengang Ingenieurwesen in der Fachrichtung Maschinenbau. Die Initiative dazu kommt aus den Partnerunternehmen und der IHK Hersfeld-Rotenburg
Energieeffizienz ist ein Schwerpunkt in der Fachrichtung Kälte und Klimatechnik.
Kälte- und Klimatechnik widmet sich Energiefragen
Mit Fragen der effektiven Nutzung von Energie befasst sich die neue Fachrichtung Kälte- und Klimatechnik im Studiengang Ingenieurwesen Maschinenbau. Ab dem Wintersemester 2011/2 geht es in Wetzlar und Frankenberg um Apparate, Maschinen und Anlagen zur Kälteerzeugung.
Meilensteine
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Partnerunternehmen
2012
2012
In Biedenkopf eröffnet StudiumPlus die vierte Außenstelle mit neuen Fachrichtungen für die Wirtschaft im Hinterland.
Biedenkopf wird vierte Außenstelle
In Biedenkopf eröffnet StudiumPlus zum Wintersemester 2012/13 die vierte Außenstelle. „Wir gehen dahin, wo nachhaltiger Bedarf besteht“, sagt der CCD-Vorsitzende Dr. Uwe Schäkel. Der Landkreis stellt Räume auf dem Areal der Beruflichen Schulen zur Verfügung. Campus-Leiter wird Prof. Dr. Gerd Manthei. Speziell für die ansässige Industrie werden die Fachrichtungen Formgebung und Hygiene Design im Bachelorstudiengang Ingenieurwesen Maschinenbau entwickelt.
Erstmals vierstellige Studierendenzahl
Die Marke von 1.000 Studierenden wird im Wintersemester 2012/13 geknackt: 1025 junge Frauen und Männer sind immatrikuliert, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 433 Studienanfängern erreicht die Zahl der Erstsemester eine neue Rekordmarke. Bankenpleiten, Wirtschaftskrise und Börsenturbulenzen können dem kontinuierlichen Wachstum nichts anhaben.
Schlüsselübergabe für das neue Gebäude B 19 in der Wetzlarer Spilburg, StudiumPlus benötigt zusätzlichen Platz für den Studienbetrieb.
800 zusätzliche Quadratmeter
Viele Studierende benötigen viel Platz: 800 zusätzliche Quadratmeter Fläche stehen ab Oktober 2012 mit dem Einzug in das zusätzliche Gebäude B19 im Spilburg-Gewerbepark zur Verfügung: sechs neue Vorlesungsräume, vier Gruppenarbeits- und Aufenthaltsräume sowie Büros.
Bad Wildungen feiert mit den ersten Absolventen
In der Außenstelle Bad Wildungen können am 6. September 2012 die ersten acht Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Betriebswirtschaft in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik ihre Zeugnisse entgegennehmen. Ihr Studium hatten sie noch an der Berufsakademie Nordhessen begonnen, bis diese den Betrieb einstellte.
Die ersten Logistik-Absolbventinnen und -Absolventen werden in Bad Hersfeld verabschiedet.
Die ersten Logistik-Absolventen in Bad Hersfeld verabschiedet
Zum ersten Mal nehmen zehn duale Absolventinnen und Absolventen am 19. September 2012 an der Außenstelle Bad Hersfeld ihre Abschlusszeugnisse in Empfang. Als „Sprungbrett ins Berufsleben“ bezeichnet Campus-Leiter Prof. Dr. Fabian Tjon das Studium. Nach der Auflösung der Berufsakademie Nordhessen konnten die Studierenden ihr Studium bei StudiumPlus fortsetzen und abschließen.
Im Winter 2012 weiht StudiumPlus ein neues Gebäude im Schilde-Park in Bad Hersfeld ein.
Mehr als 200 Studierende an den Außenstellen
Mehr als 200 Studierende studieren ab dem Wintersemester 2012/13 an den vier StudiumPlus-Außenstellen. In Bad Hersfeld starten 46 Erstsemester in einem neuen Gebäude. StudiumPlus ist innerhalb des Schilde-Parks umgezogen.
Das Netzwerk wächst: Einer der ersten Kooperationsverträge wird mit den Beruflichen Schulen in Korbach geschlossen.
Netzwerk an Kooperationsschulen entsteht
Weil die Frühstarterprogramme für angehende Abiturientinnen und Abiturienten gut angenommen werden, wird die Zusammenarbeit mit den Schulen ab 2012 noch enger und erhält immer öfter einen offiziellen Rahmen: Ende 2012 unterzeichnen StudiumPlus und die Beruflichen Schulen in Korbach einen Kooperationsvertrag. Die Ziele: Über StudiumPlus informieren, Schülern die Angst vorm Studium nehmen und sie an Unternehmen heranführen. Alleine 2013 werden acht weitere Schulen Teil des Netzwerks.
Norbert Müller (rechts) ist der neue CCD-Vorstandvorsitzende, sein Vorgänger Dr. Uwe Schäkel stellt sich nach zwölf Jahren nicht mehr zur Wahl.
Norbert Müller zum neuen CCD-Vorstandsvorsitzenden gewählt
Wechsel an der CCD-Spitze: Norbert Müller löst nach zwölf Jahren Dr. Uwe Schäkel als Vorstandsvorsitzenden ab. Schäkel hatte sich für die Wahl nicht mehr zur Verfügung gestellt. Der Leitende ZDH-Direktor Prof. Dr. Harald Danne spricht Schäkel im Namen von StudiumPlus besonderen Dank aus: „Ohne sein Engagement, seine Hartnäckigkeit, sein Verhandlungsgeschick und seinen Sachverstand wäre StudiumPlus heute nicht das, was es ist.“ Einstimmig wird Müller, ehemals Rittal-Geschäftsführer und nun Geschäftsführender Inhaber des Aßlarer Beratungsunternehmens Advacon, von der Mitgliederversammlung zum Nachfolger gewählt.
„INVESTITIONEN IN MENSCHEN UND DEREN AUSBILDUNG SIND DIE LOHNENDSTEN“
Eberhard Flammer
Ehemaliger CCD-Vorstand und Ehrenmedaillenträger
Interview mit Eberhard Flammer
Interview mit Eberhard Flammer
Herr Flammer, für die Entwicklung von StudiumPlus haben sich vor 25 Jahren ganz unterschiedliche Unternehmen zusammengefunden, um sich gemeinsam zu engagieren und dabei auch kräftig zu investieren – das ist keine Selbstverständlichkeit, Worin lag und liegt Ihrer Ansicht nach die Motivation der Unternehmen für dieses gemeinsame Engagement?
Die Unternehmen in der Region haben vor 25 Jahren rasch die Vorteile und Chancen des Angebots von StudiumPlus erblickt: Praxisnahe, ins betriebliche Leben integrierte Hochschulbildung für unseren Nachwuchs. Gleichzeitig wirken wir der studienbedingten Abwanderung unserer zukünftigen Fachkräfte entgegen. Ohne StudiumPlus und die THM hätten wir den gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung unserer Region niemals realisieren können. Dafür sind wir sehr dankbar. Investitionen in Menschen und deren Ausbildung sind die lohnendsten, die es gibt.
Sie waren Präsident der IHK Lahn-Dill und haben den HIHK als Dachorganisation der zehn hessischen Industrie- und Handelskammern maßgeblich aufgebaut. Wie sehen Sie die Rolle der IHK als dritte Säule neben der Hochschule und dem CCD?
Duales Studium ist die konsequente Fortsetzung von dualer Ausbildung. Das erklärt den gestaltenden Anspruch unserer IHK Lahn-Dill, und dem wurden und werden wir gerecht. Die Mitgliedsbetriebe der IHK sind die Kunden von StudiumPlus und als solche gleichzeitig Mitglieder des CCD. Diese enge Verzahnung hat bei der Entwicklung und Expansion von StudiumPlus eine wesentliche Rolle gespielt; alles in enger und produktiver Zusammenarbeit mit der THM, wofür wir enorm dankbar sind. Für die Erfolge von StudiumPlus werden wir zusammen weit über den heimischen Raum hinaus geachtet und respektiert. So geschieht maßgeblich Stärkung von Gesellschaft und Wirtschaft besonders in Mittelhessen.
Sie haben sich sehr für den Campus Biedenkopf stark gemacht. Was sind aus Ihrer Sicht die Vorteile, die die Errichtung einer Außenstelle für die Region und ihre Unternehmen bringt?
Es ist die Ortsnähe, die zählt. Bedeutende Bildungschancen werden „vor der Haustüre“ angeboten. Dabei wird die Leistungsbereitschaft der jungen Leute gefordert und gefördert, die auch für eine anspruchsvolle berufliche Zukunft nicht wegziehen müssen. Das leisten die Außenstellen und die Studierendenzahlen sind der beste Beweis dafür, auch die in Biedenkopf. Die örtlichen Betriebe bieten dann entsprechend reizvolle Entwicklungsmöglichkeiten für unsere zukünftigen Fach- und Führungskräfte und wachsen zusammen mit ihnen. Das sind unsere Erfolgsrezepte.
Zur Person
Eberhard Flammer ist geschäftsführender Gesellschafter der Elkamet Kunststofftechnik GmbH in Biedenkopf. Von 2014 bis 2022 war Flammer Präsident der IHK Lahn-Dill und war zuvor Vizepräsident der IHK zu Dillenburg, hat den Hessischen Industrie- und Handelskammertag (HIHK) als Dachorganisation der zehn hessischen Industrie- und Handelskammern aufgebaut und war nach dessen Gründung 2017 vier Jahre lang dessen Präsident. Von 2010 bis 2019 war Flammer Mitglied des CCD-Vorstands.
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Absolvierende seit Gründung
2013
2013
Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette (rechts) ist der 50. Gast der Unternehmergespräche mit Studierenden.
50. „Unternehmer“ stellt sich Diskussion
Der Wetzlarer Oberbürgermeister Wolfram Dette ist am 13. Mai 2013 Gast des 50. Unternehmergesprächs im Rahmen des Studienmoduls Ethik auf der Jugendburg Hohensolms. Dette diskutiert mit angehenden Wirtschaftsingenieuren über Werte. Seit Beginn ist das Modul wichtiger Bestandteil des Studiums.
Neue Fachrichtung Technische Informatik
Neue Fachrichtung Technische Informatik
Computergesteuerte Automatisierung und Netzwerktechnologie sind wichtige Bestandteile der Produktion. Dem wachsenden Bedarf an entsprechenden Fachkräften begegnet StudiumPlus im Winter 2013 mit der neuen Fachrichtung Technische Informatik/Software Engineering im Studiengang Ingenieurwesen. Das Konzept verbindet das Verständnis technischer Prozesse mit Kenntnissen der Informatik, entwickelt von Prof. Dr. Werner Bonath gemeinsam mit Partnerunternehmen.
Die Urkunde zum "Qualitätsnetzwerk Duales Hochschulstudium" nehmen Prof. Günther Grabatin, Prof. Harald Danne, Norbert Müller und Kristina Barchfeld entgegen.
Ins Exzellenz-Netzwerk aufgenommen
Das StudiumPlus-Konzept überzeugt den Stifterverband für die deutsche Wissenschaft: StudiumPlus gehört am 1. Juli 2013 zu den bundesweit zehn Hochschulen, die in das „Qualitätsnetzwerk Duales Studium“ des Stifterverbands aufgenommen werden. 61 Anbieter von dualen Studienangeboten hatten sich darum beworben.
EhrenmedailleWürdigung der Verdienste von Dr. Uwe Schäkel
Für seine Verdienste wird Dr. Uwe Schäkel mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet
Auszeichnung für Dr. Uwe Schäkel
Zwölf Jahre hat er an der Spitze des CCD maßgeblich die Entwicklung von StudiumPlus beeinflusst: Für seine Verdienste wird Dr. Uwe Schäkel am 1. Juli 2013 mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. Die Laudatoren sind THM-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin und IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann.
Mit "Coaching Selbstkompetenz" startet StudiumPlus ein innovatives Studienmodul für alle Erstsemester.
„Coaching: Selbstkompetenz“ für Erstsemester
Das Studienmodul „Coaching Selbstkompetenz“ findet im November 2013 erstmals verbindlich für alle Erstsemester statt. Unter Selbstkompetenz fallen Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Alumni übernehmen die Rolle von Coaches und lassen die „Erstis“ an ihren Erfahrungen teilhaben. In den ersten zwei Semestern „Coaching Selbstkompetenz 1“ und „Coaching Selbstkompetenz 2“ Bestandteile aller Bachelor-Studiengänge.
Studium verbindet Medizin und Management
Der Startschuss für einen bundesweit einmaligen Studiengang und ein ganz neues Berufsbild fällt mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags zwischen StudiumPlus, dem Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) und der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim: Ab dem Wintersemester 2013/14 wird „Organisationsmanagement im Gesundheitswesen“ in Wetzlar angeboten. Der Studiengang vermittelt Fachwissen in Medizin, Betriebswirtschaft und Management. Die Absolventen sollen an der Schnittstelle zwischen Medizin, Logistik und Technik arbeiten. Studiengangsleiter wird Prof. Dr. med. Henning Schneider. Gestartet wird mit acht Studierenden. Im Sommer 2020 wird der Studiengang umbenannt in „Management in der Medizin“.
Den Förderbescheid der Willy Robert Pitzer Stiftung übergibt Dr. Helmut Häuser (links) an die Verantwortlichen von THM und StudiumPlus.
Willy Robert Pitzer Stiftung fördert StudiumPlus
Ein Ausbildungskonzept für „Assistenz System Koordinatoren“ wird im ZDH entwickelt, Projektleiter ist Prof. Dr. Henning Schneider, Leiter des Studiengangs Organisationsmanagement im Gesundheitswesen. Die Bad Nauheimer Willy Robert Pitzer Stiftung fördert das Vorhaben im April 2013 mit 200.000 Euro. Die Stiftung engagiert sich unter anderem in der medizinischen Fort- und Weiterbildung und im Rehabilitationswesen. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren.
Neuer StudiengangBauingenieurwesen
Bauingenieurwesen entwickelt sich schnell zu einem der erfolgreichsten StudiumPlus-Studiengänge.
Bauingenieurwesen ist Wunsch der Wirtschaft
In enger Kooperation mit der Wirtschaft entsteht das Angebot Bauingenieurwesen, gestartet wird zum Wintersemester 2013/14 zunächst als Fachrichtung im Studiengang Ingenieurwesen. Die Anregung dazu kommt aus Unternehmen der Region und dem IHK Verbund Mittelhessen. Das Curriculum wird unter Federführung von Prof. Dr. Gerd Wagenknecht, Prof. Dr. Jens Minnert und Prof. Dr. Matthais Willems, Geschäftsführender Direktor Bachelor, erarbeitet. Wenig später wird Bauingenieurwesen zum eigenständigen Studiengang mit zwei Fachrichtungen: Baumanagement, Konstruktion und Infrastruktur (BKI) und Technische Gebäudeausrüstung (TGA). Seit Winter 2015 wird Bauingenieurwesen auch in Bad Hersfeld angeboten, TGA wird ausschließlich am Standort Bad Vilbel angeboten.
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Rückblick Eberhard Flammer
Präsident IHK Lahn-Dill 2014-2022
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Absolvierende seit Gründung
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Studiengruppen
2014
2014
Persönlich. Praxisnah. Professionell.: Ein neues StudiumPlus-Leitbild mit den drei P wird 2014 gemeinsam von Studierenden, Dozierenden, Zentrumsrat, Direktorium, CCD-Vertretern und ZDH-Mitarbeitenden entwickelt.
Das neue Leitbild mit drei P
Persönlich. Praxisnah. Professionell. Dieser Dreiklang ist seit 2014 das gelebte Leitbild von StudiumPlus. Die drei P sind das Ergebnis eines gut ein Jahr währenden Prozesses unter Beteiligung von Studierenden, Lehrbeauftragten, Zentrumsrat, Direktorium und ZDH-Mitarbeitern, CCD-Vertretern und Mitgliedern der Fachkuratorien. Mit frischer Optik, die farblich und grafisch zum Corporate Design der THM passt, wird es im Mai bei einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt.
Schlüsselübergabe für Gebäude A15 (von links): Prof. Günther Grabatin, Prof. Dr. Harald Danne, Norbert Müller, Tarek Al Wazir und OB Wolfram Dette.
Campus Wetzlar wächst um Gebäude A15
Mehr Raum für Studierende in Wetzlar gibt es, als am 14. Oktober 2014 das neue Gebäude A15 in der Spilburg feierlich eingeweiht wird. Im Beisein von Gästen aus Politik und Wirtschaft werden die Räume mit 2500 Quadartmetern (später über 3100) im ehemaligen Kreiswehrersatzamt eröffnet. Den Festvortrag hält Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Das Land Hessen unterstützt das Vorhaben mit rund 480 000 Euro.
Neue FachrichtungHygiene Design
Ab dem Wintersemester 2014/15 wird die Fachrichtung Hygiene Design im Bachelor Ingenieurwesen exklusiv in Biedenkopf angeboten
Hygiene Design startet exklusiv in Biedenkopf
Die Fachrichtung Hygiene Design im Bachelor Ingenieurwesen wird ab dem Wintersemester 2014/15 exklusiv in Biedenkopf angeboten. Hygiene Design ist ein maßgeschneidertes Angebot für Maschinenbau-Unternehmen, die speziell für die Nahrungsmittel- oder die Pharmabranche fertigen. Davon gibt es im Marburger Raum einige. Bei der Produktion oder Verpackung von Nahrungsmitteln müssen Maschinen nach höchsten hygienischen Anforderungen konstruiert und gebaut werden.
Erstmals haben ausländische Studierende das EIEM-Programm absolviert.
Die ersten EIEM-Absolventen werden verabschiedet
Drei Monate Praktikum in einem fremden Unternehmen in einem fremden Land mit einer fremden Sprache – eine Herausforderung, die die drei jungen Studierenden bestens bewältigt haben, die als erste an dem Projekt „European Industrial Experience Mittelhessen (EIEM) von StudiumPlus teilgenommen haben. Im Dezember 2014 werden sie am Campus Wetzlar verabschiedet. Mit EIEM will StudiumPlus ausländischen Studierenden die Möglichkeit geben, das duale Konzept – die enge Verbindung von Theorie und Praxis – zu erleben. Zudem ist EIEM ein Angebot für die Hochschulen, an die StudiumPlus seine Studierenden zu Auslandssemestern entsendet.
Spitzenplatz für Masterangebot
Den Sprung in die bundesweite Spitzengruppe beim Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) schafft StudiumPlus Ende 2014 in der Kategorie Master BWL (dual). Nach dem hervorragenden Abschneiden der Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen im Frühjahr ist dies der zweite Erfolg für StudiumPlus beim CHE-Hochschulranking in diesem Jahr.
„MIT DOPPELTER BETREUUNG IN DIE PRAXIS“
Prof. Dr. Bernd Galinski
Ehemaliger Direktor des ZDH
Interview mit Prof. Dr. Bernd Galinski
Interview mit Prof. Dr. Bernd Galinski
Herr Galinski, Sie haben eine große Anzahl von Studierenden in ihren Praxisphasen als Hochschulbetreuer begleitet. Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an den Praxisphasen bei StudiumPlus?
Ja, ich habe viele Studierende betreut und betreue auch aktuell noch einige – mir hat das immer sehr viel Freude gemacht. Eine Besonderheit ist die sehr enge Verzahnung von Theorie und Praxis, also dass der Studierende im Unternehmen das, was er gerade gelernt hat, direkt anwenden kann. Und bei der Integration neu erworbenen Wissens auch die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis erkennt. Etwas Besonderes ist auch die Konstellation, dass die Studierenden einen Betreuer seitens der Hochschule und einen im Unternehmen haben, die sich untereinander und auch mit ihm abstimmen. Dieses Dreierteam entscheidet auch gemeinsam über die Themen der Projektphasen – und die Studierenden können jederzeit auf die Expertise beider Betreuer zurückgreifen.
Wie werden die Praxisphasenprojekte ausgewählt?
Den Unternehmen wird nicht genau vorgeschrieben, welche theoretischen Kenntnisse wann umgesetzt werden, es gibt einen flexiblen Ausbildungsplan, die Unternehmen kennen die theoretischen Studieninhalte und so ist auch gewährleistet, dass die Theorie Eingang in die Praxis findet. Wir sind flexibel im Sinne der Unternehmen, so dass im Betrieb von den Studierenden Projekte in Angriff genommen werden können, die für das Unternehmen aktuell wichtig sind. Die betreuenden Professoren machen durchaus Vorschläge, was für ein Projekt jeweils sinnvoll sein könnte. Die Betreuer von Hochschule und Unternehmen arbeiten auch dabei eng zusammen – der Hochschulbetreuer ist in jeder Praxisphase mindestens einmal im Unternehmen und tauscht sich eng mit dem Unternehmensbetreuer aus. Am Ende müssen die Studierenden einen Bericht auf wissenschaftlicher Basis abliefern und eine Präsentation halten, beides wird von den Betreuern gemeinsam benotet.
Worin liegt in Ihren Augen vor allem der Gewinn, den die Studierenden und die Unternehmen aus den Praxisphasen ziehen?
Die Studierenden können nicht nur die Theorie sofort umsetzen, sie lernen auch ihr Unternehmen in den Praxisphasen sehr intensiv kennen, sie durchlaufen in der Regel mehrere Stationen. Dabei können sie bereits erkennen, was ihnen besonders liegt und in welche Richtung sie sich weiterentwickeln möchten – beispielsweise, ob sie sich eher für Vertrieb, Einkauf, Produktion, IT oder Buchhaltung interessieren. Und die Unternehmen profitieren davon, dass die Studierenden neue wissenschaftliche Ansätze in die Betriebe bringen, das ist gerade für kleinere Mittelständler sehr interessant. Ein solcher Wissenstransfer geschieht auch durch den Austausch zwischen den beiden Betreuern. Außerdem haben auch die Unternehmen die Gelegenheit, die Studierenden gut kennenzulernen und herauszufinden, ob und wo sie ins Unternehmen passen – und können sie dort nach Abschluss des Studiums sofort voll einsetzen.
Zur Person
Prof. Dr. Bernd Galinski war von 1986 bis 2014 Mitglied des Fachbereiches Wirtschaft der THM. Dort leitete er den Studienschwerpunkt Wirtschaftsinformatik, in den Jahren 1994 und 1995 war er Dekan. Von 2002 bis 2017 gehörte Galinski dem StudiumPlus-Direktorium an, zuständig unter anderem für die Bereiche Finanzen, Personal und Praxisphasen.
Meilensteine
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Partnerunternehmen
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Studierende
2015
2015
THM-weit finden Weiterbildungsstudiengänge und -lehrgänge seit 2015 über das Netzwerk von StudiumPlus statt.
StudiumPlus übernimmt die Weiterbildung
Mit dem Jahr 2015 werden die Weiterbildungsangebote der Technischen Hochschule Mittelhessen nicht mehr über das das Hochschulzentrum für Weiterbildung (HZW) angeboten. Stattdessen finden THM-weit alle Weiterbildungsstudiengänge und -lehrgänge über das Netzwerk von StudiumPlus statt.
Finanzdienstleistung ist ein neuer Studienschwerpunkt, der in Zusammenarbeit mit der Sparkassenakademie Hessen-Thüringen entsteht.
Finanzdienstleistung ist Schwerpunkt für Bankernachwuchs
Für den Studiengang Betriebswirtschaft mit dem Studienschwerpunkt Finanzdienstleistungen schließt StudiumPlus am 22. Februar 2015 einen Kooperationsvertrag mit der Sparkassenakademie Hessen-Thüringen. Die betriebswirtschaftliche Hochschulausbildung trifft dabei auf die Kompetenz der Akademie in der bankbetrieblichen Aus- und Weiterbildung. Neben dem Bachelor of Arts bekommen die Absolventinnen und Absolventen auch den Abschluss zum Sparkassenfachwirt für Kundenberatung. Finanzdienstleistungen startet zum Wintersemester 2015/16.
Zum ersten Round Table kommen Lehrkräfte von 28 Kooperationsschulen am Campus Wetzlar zusammen.
Lehrkräfte kommen zum Round Table zusammen
Zum ersten Round Table kommen am 27. Februar 2015 Lehrkräfte der 28 Kooperationsschulen von StudiumPlus am Campus Wetzlar zusammen. Am runden Tisch wird sich über Neuigkeiten bei StudiumPlus und Erfahrungen mit dem Frühstarter-Programm ausgetauscht. Der Tenor der anwesenden Lehrkräfte fällt einstimmig aus: „Das Schnupperprogramm bietet eine wichtige Orientierungshilfe für junge Menschen. Der Round Table wird zur jährlichen Einrichtung.
Hochschule, Politik und Wirtschaft sind sich einig: Es wird einen neuen Campus in Bad Vilbel geben.
Bad Vilbel wird neue Außenstelle
StudiumPlus eröffnet eine Außenstelle in Bad Vilbel. Das ist im Frühjahr 2015 das Ergebnis von Kooperationsgesprächen zwischen Vertretern der Hochschule, dem Wetterauskreis, der Stadt Bad Vilbel und dem Kammerverbund Mittelhessen, vertreten durch die IHK Lahn-Dill und die IHK Gießen-Friedberg. Gestartet wird zum Wintersemester. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft sind bei der offiziellen Eröffnung auf dem Campus des Berufsförderungswerks dabei. Zum Auftakt werden Betriebswirtschaft, Technische Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen Vertrieb angeboten.
Auftakt für das erfolgreiche Schulbotschafterprogramm: Zehn Absolventinnen und Absoventen werden dazu ernannt.
Schulbotschafter werben für das duale Modell
Niemand kann besser über die Vorteile von StudiumPlus berichten als aktive und ehemalige Studierende. Deshalb ernennt StudiumPlus im Oktober 2015 die ersten zehn Schulbotschafter. Von ihnen sollen Schüler Informationen aus erster Hand erhalten. Absolventen und ab 2016 auch Studierende besuchen ihre ehemaligen Schulen und berichten dort über ihre Erfahrungen, beantworten Fragen und unterstützen Schüler bei ihrer Zukunftsplanung.
Technischer Vertrieb wird dritter Master
Der Startschuss für den dritten Masterstudiengang „Technischer Vertrieb“ fällt im Winter 2015 parallel zum Auftakt der gleichnamigen Fachrichtung im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an den Studienorten Wetzlar und Biedenkopf. Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die sowohl über technisches Wissen als auch über Kenntnisse im Vertrieb verfügen. Inhalte sind unter anderem Strukturen des Vertriebs, Produktionsmanagement, Vertriebssteuerung, Beschaffungsmanagement oder Markt- und Wettbewerbsanalyse.
Neuer StudiengangPflegeleitungsmanagement
Studiengang verbindet Pflege und Management
Wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethoden, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit sind wichtige Themen für die Leitung von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. In Kooperation mit der Königsberger Diakonie ruft StudiumPlus den neuen Bachelorstudiengangs Pflegeleitungsmanagement ins Leben. Das Angebot richtet sich an Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife und examinierte Pflegefachkräfte. Gestartet wird zum Wintersemester 2015/16.
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Rückblick Prof. Dr. Günther Grabatin
THM-Präsident 2006-2016
Meilensteine
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Praxis-Präsentationen
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Studienmodule
2016
2016
Mehr Raum für mehr Studierende: Im A15-Gebäude in Wetzlar werden sechs neue Hörsäle eröffnet.
Neue Hörsäle in der Spilburg
Der Campus wächst: Sechs weitere Hörsäle werden im Oktober 2016 im A15-Gebäude, dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt, in der Wetzlarer Spilburg eingeweiht.
Unter Beifall nimmt Prof. Dr. Günther Grabatin (2. von rechts) aus der Hand von Norbert Müller die
Auszeichnung entgegen. Auch Prof. Dr. Harald Danne (l.) und THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems (2. v.l.) gratulieren.
Ehrenmedaille für Prof. Dr. Günther Grabatin
Der langjährige THM-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin wird während der Absolventenfeier in der Wetzlarer Stadthalle mit der StudiumPlus-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Während seiner zehnjährigen Präsidentschaft habe sich Grabatin mit besonderem Einsatz um die rasante Entwicklung am Standort Wetzlar verdient gemacht, würdigt der CCD-Vorstandsvorsitzende Norbert Müller in der Laudatio.
Abschied von zwei Geschäftsführenden Direktoren
Gleich zwei Geschäftsführende Direktoren nehmen Ende März 2016 in einer Feierstunde am Spilburg-Campus Abschied von StudiumPlus. In beiden Fällen handelt es sich aber um kein endgültiges Lebewohl: Sowohl Prof. Dr. Matthias Willems als auch Prof. Dr. Dieter Lorenz bleiben dem dualen Studienprogramm erhalten. Willems als neuer THM-Präsident und Lorenz als Beauftragter des ZDH.
Prof. Dr. Günther Grabatin (2. v. links) wird als Vorsitzender des Kuratoriums verabschiedet, Prof. Dr. Matthias Willems (rechts) folgt ihm nach.
Willems übernimmt Kuratoriumvorsitz
Das StudiumPlus-Kuratorium verabschiedet am 22. April seinen langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Günther Grabatin. Zehn Jahre lang stand der ehemalige THM-Präsident dem Gremium vor, nun übergibt er das Amt an seinen Nachfolger Prof. Dr. Matthias Willems.
90 Plätze zum Treffen, Essen und Arbeiten: Die neue Lounge im A1-Gebäude wird von den StudiumPlus- und Studierendenwerk-verantwortlichen eingeweiht.
Lounge in Wetzlar wird eingeweiht
Über eine neue Lounge, in der man sich treffen, essen und arbeiten kann, freuen sich die Studierenden im A1-Gebäude am Campus Wetzlar. Der attraktiv gestaltete Raum mit 90 Sitzplätzen auf 180 Quadratmetern wird am 30. Mai 2016 eingeweiht.
Während Norbert Müller (2. v. links) als Vorstandsvorsitzender bestätigt wird, verzeichnet das CCD große Mitgliederzuwächse.
Norbert Müller einstimmig bestätigt
Einstimmig bestätigen die CCD-Mitglieder in ihrer Versammlung am 30. Juni Norbert Müller im Amt des Vorstandsvorsitzenden. Der Verein, in dem die Partnerunternehmen organisiert sind, erreicht zu diesem Zeitpunkt die Rekordmitgliederzahl von 706.
Die GLS-Betriebswirte mit den GLS-Verantwortlichen Claudia Wolf (2. v. links.), Michael Schipplick (rechts) und Prof. Dr. Fabian Tjon (hinten 3. v. links).
GLS-Betriebswirte feiern Abschlüsse
13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von General Logistics Systems (GLS) haben erfolgreich ihre zweijährige Weiterbildung bei StudiumPlus absolviert. In dem maßgeschneiderten Zertifikatskurs qualifizierten sie sich zu Betriebswirten mit dem Schwerpunkt Logistik weiter. Ihre Zertifikate erhalten die GLS-Betriebswirte Mitte Juli 2016 am Campus Bad Hersfeld.
Schlüsselübergabe für den neuen Campus Biedenkopf, darüber freuen sich neben den StudiumPlus-Verantwortlichen u.a. Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Landrätin Kirsten Fründt und IHK-Präsident Eberhard Flammer.
Neuer Campus Biedenkopf eröffnet
Einen „Meilenstein in der Entwicklung der Region für die nächsten Jahrzehnte“ nennt der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Eröffnung des neuen und deutlich erweiterten Campus Biedenkopf am 1. November 2016. Der vom Landkreis Biedenkopf finanzierte und gemeinsam mit den Beruflichen Schulen Biedenkopf und der IHK Lahn-Dill geplante Neubau wird in Anwesenheit vieler Vertreter von Hochschule, Wirtschaft und Politik feierlich eröffnet. Gleichzeitig wurden 23 Erstsemester am Campus Biedenkopf begrüßt. Mit ihnen studieren in Biedenkopf nun insgesamt 54 junge Menschen. Der Campus bietet sechs Hörsäle, einen PC-Raum mit 3D-Drucker, Büro- und Aufenthaltsflächen.
Großer Bahnhof: Mit dem Campus Limburg wird die sechste StudiumPlus-Außenstelle eröffnet.
Limburg wird siebter Studienort
In Limburg eröffnet StudiumPlus am 3. November 2016 die sechste Außenstelle. Der Campus in der WERKStadt mit vier Hörsälen, Büro- und Aufenthaltsflächen auf 400 Quadartmetern entsteht innerhalb von nur zehn Wochen Bauzeit. Beschleunigt auch durch die unbürokratische Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis. Zur Eröffnungsfeier mit zahlreichen Vertretern aus Hochschule, Politik und Wirtschaft werden die ersten zwölf Erstsemester in den Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaft und Ingenieurwesen Maschinenbau begrüßt.
Meilensteine
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Studienorte
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Studiengänge
2017
2017
Mit zwölf Studierenden hat der berufsbegleitende Master Energieeffizienz-Managemernt seine Premiere.
Berufsbegleitend zum Master für Energieeffizienz
Premiere bei StudiumPlus: Der erste Jahrgang von Studierenden in einem berufsbegleitenden Masterstudiengang wird am Campus Wetzlar begrüßt, im neuen Studiengang Energieeffizienz-Management. Zwei Jahre lang spezialisieren sich die zwölf Teilnehmer neben ihrem Beruf auf dem Gebiet der effizienten Nutzung von Energie. Dabei finden die Lehrveranstaltungen arbeitnehmerfreundlich an den Wochenenden statt.
Neuer StudiengangSoftwaretechnologie
Neuer Studiengang bildet Softwaretechnologen aus
Das Thema Softwareentwicklung gewinnt in den Unternehmen immer mehr an Bedeutung. StudiumPlus begegnet dem zum Wintersemester 2017/2018 mit dem neuen Bachelorstudiengang Softwaretechnologie. In Abstimmung mit den Partnerunternehmen soll der Studiengang dazu befähigen, in Unternehmen an der Konzeption und Entwicklung von komplexen Softwaresystemen zu arbeiten.
Der erste Smart-Teaching-Workshop ist Auftakt zur jährlichen Veranstaltungsreihe rund um Trendthemen.
Smart-Teaching-Workshop nimmt Digitalisierung in den Blick
Einen ganzen Tag lang geht es beim ersten Smart-Teaching-Workshop (STW) am 22. September 2017 in der Wetzlarer Stadthalle um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung. Alle 300 Studierenden des fünften Semesters nehmen daran teil. Entwickelt im Kuratorium, ist der STW praxisorientiert, verbindet einen Vortragsprogramm mit Beiträgen z.B. zum Arbeitsplatz der Zukunft oder zur „Smart Factory“ mit einem anwendungsnahen Praxisteil, in dem Partnerunternehmen ihr technisches Know-how vorstellen. Alljährlich werden mit dem STW Trendthemen in den Fokus genommen, verbindlich für alle Fünft- später für alle Sechstsemester.
Bestnoten im Hochschulranking
Hervorragende Noten erhält StudiumPlus im Mai beim Hochschulranking 2017/18 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Die Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen schaffen es zum wiederholten Mal in die bundesweite Elite. Damit erreicht die Technische Hochschule Mittelhessen im dualen Bereich das beste Ergebnis aller Hochschulen in Hessen.
Ehrensenatorwürde für Norbert Müller
Die THM ehrt den CCD-Vorstandsvorsitzenden Norbert Müller Ende September 2017 mit dem Titel Ehrensenator, höchste Auszeichnung für besonderes Engagement. Überreicht wird die Urkunde von Präsident Prof. Dr. Matthias Willems. Müller habe sich mit außerordentlichem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz für den Aufbau und Ausbau von StudiumPlus eingesetzt, heißt es im Urkundentext.
Der neue Campus im Schilde-Forum von Bad Hersfeld wird mit Gästen aus Politik und Wirtschaft und 51 Erstsemstern offiziell eröffnet.
Neuer Campus Bad Hersfeld eröffnet
51 Erstsemester werden am neuen und deutlich größeren Campus im Schilde-Forum von Bad Hersfeld begrüßt, offiziell eingeweiht mit vielen Gästen aus Hochschule, Politik und Wirtschaft am 15. November 2017. Elf Hörsäle stehen zur Verfügung, darunter zwei PC-Räume, Gruppenarbeits- und Aufenthaltsräume sowie Büros. Dazu das Smart-Teaching-Lab mit 3D-Drucker. Bad Hersfeld ist zu diesem Zeitpunkt die größte der sechs Außenstellen, der Campus ist seit der Eröffnung von 17 auf 144 Studierende gewachsen.
„DIGITALISIERUNG IST KEIN STATISCHES THEMA“
Norbert Müller
Ehemailiger Vorstandsvorsitzender des CCD
Interview mit Norbert Müller
Interview mit Norbert Müller
Herr Müller, in Ihrer Zeit als CCD-Vorstandsvorsitzender haben Sie das Thema Digitalisierung bei StudiumPlus vorangetrieben. Was war der Grund und wo sehen Sie StudiumPlus beim Thema Digitalisierung heute und in Zukunft?
Die Digitalisierung ist seit spätestens Mitte der 2010er Jahre der Schlüssel für die Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit schlechthin. Als ab den 1980er Jahren das World Wide Web kommerzialisiert wurde, war mir klar, dass dies die gesamte Wirtschaft revolutionieren wird. Über das Internet wurde Wettbewerb weltumspannend möglich. Als ich 2012 zu StudiumPlus kam, habe ich im Direktorium dafür sensibilisiert, dass wir Studiengänge benötigen, die sich der Digitalisierung von Prozessen widmen – bis hin zur Datennutzung und Datenvernetzung. Weil die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in keinster Weise auf die große Transformationswelle vorbereitet waren. Beim Thema Digitalisierung sehe ich StudiumPlus seither sehr gut aufgestellt. Aber Digitalisierung ist kein statisches Thema, künstliche Intelligenz und autonome Systeme haben neue Herausforderungen mit sich gebracht. StudiumPlus wird also seine Qualifizierungsangebote dahingehend ausbauen müssen, so wie das vor einigen Jahren mit dem Studiengang „Future Skills und Innovation“ schon beeindruckend geschehen ist.
Inwiefern profitieren die Partnerunternehmen vom digitalen Know-how bei StudiumPlus?
Massiv. StudiumPlus-Absolventen leisten einen entscheidenden Beitrag für die notwendige Transformation in der regionalen Wirtschaft, in dem sie wichtige Impulse geben und analoge Prozesse in digitale Prozesse überführen. Viele Absolventen sind in in diesen Themenfeldern tätig und bringen oftmals erstaunliche Innovationen voran. Und ich kenne eine ganze Reihe an großen und kleinen Unternehmen, die von den Fähigkeiten der jungen Leute ganz erheblich profitieren.
Das StudiumPlus-Netzwerk ist in den vergangenen zehn Jahren enorm gewachsen. Aus Ihrer Erfahrung: Welche Argumente überzeugen die Partnerunternehmen?
Im Wachstum habe ich nie einen Selbstzweck gesehen. Es war vielmehr eine Überzeugung: Wenn wir den Unternehmen in unserer Region dabei helfen wollen, Wachstum, Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, dann ist die Qualifikation durch StudiumPlus mit seiner praxisorientierten Lehre die Lösung. Die dual Studierenden starten mit einer ganz anderen Intensität und Leidenschaft ins Berufsleben. Sie verstehen die unternehmerische Praxis deutlich besser als Studierende von Universitäten. Die dualen Absolventen sind Innovationstreiber und Digitalisierungsförderer. Wichtig ist dabei, auf ein starkes Netzwerk bauen zu können, mit Partnern aus der Wirtschaft, den Kommunen und mit Schulen.
Zur Person
Norbert Müller war Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens Rittal, ist heute Geschäftsführer des Consulting Unternehmens Advacon und Mitglied verschiedener Beiräte und Aufsichtsräte. Von 2012 bis 2020 stand er als Vorstandsvorsitzender an der Spitze des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V.
Meilensteine
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Partnerunternehmen
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Studiengänge
2018
2018
Der erste Live-Streaming-Test ist ein Erfolg (v. rechts): Prof. Dr. Harald Danne, Prof. Dr. Michael Guckert, Norbert Müller und Christian Schreier.
StudiumPlus streamt erste Vorlesung
Zum ersten Mal wird bei StudiumPlus am 24. Juli 2018 eine Lehrveranstaltung gestreamt. Die Vorlesung „Informatik II“ von Prof. Dr. Michael Guckert findet vor Ort am Campus Wetzlar statt und wird live in Frankenberg für die dortigen Studierenden übertragen. Die neue Technik ermöglicht eine deutlich größere Auswahl an Lehrveranstaltungen an allen sieben Standorten.
Klaus Gantner erhält die Ehrenmedaille aus den Händen von Norbert Müller.
Klaus Gantner erhält Ehrenmedaille
Mit der Ehrenmedaille für besondere Verdienste ausgezeichnet wird im August 2018 Klaus Gantner, Verwaltungsratsmitglied der Viessmann Werke GmbH & Co. KG. Seit 2012 war er stellvertretender Vorsitzender des CCD und aktiv bei der Einrichtung neuer Außenstellen. Gantner sei entscheidend am Wachstum von StudiumPlus beteiligt gewesen.
Einer der Gründer zu Besuch bei StudiumPlus: Friedhelm Loh (rechts) wurde von (v. links) Norbert Müller, Alena Smoilny, Prof. Dr. Harald Danne, Anna Lena Bertscheid, Nina Wiche und Ina Penner empfangen.
Dank an einen StudiumPlus-Mitbegründer
2001 war Unternehmer Friedhelm Loh einer der Gründer von StudiumPlus. Mehr als 200 jungen Menschen hat die Friedhelm Loh Gruppe bis zu diesem Tag das duale Studieren ermöglicht. Zudem hat Loh StudiumPlus mit insgesamt 50.000 Euro unterstützt. Für die StudiumPlus-Verantwortlichen Prof. Dr. Harald Danne und Norbert Müller ist es Ende Juni 2018 an der Zeit, dem erfolgreichen Unternehmer aus Haiger bei dessen Besuch am Campus Wetzlar Danke zu sagen.
750. CCD-Unternehmen begrüßt
Kontinuierliches Wachstum im CCD: Mit einer Urkunde wird die Helm-SF-Bau GmbH in Aßlar als 750. Partnerunternehmen von StudiumPlus begrüßt. Beim Besuch in der Firmenzentrale dankt Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein dem Unternehmen für die Investition in die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte.
Neue FachrichtungTechnische Gebäudeausrüstung
Neue Fachrichtung für Gebäudeausrüster
Die Technische Gebäudeausrüstungsbranche (TGA) hat zunehmend Schwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Daraufhin startet StudiumPlus im Wintersemester 2018/19 die neue Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung im Bachelor Bauingenieurwesen – in Kooperation mit Unternehmen, dem Netzwerk Planer TGA e.V., dem Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V. sowie dem IHK-Verbund Mittelhessen.
Freuen sich über die proDual-Förderzusage (v. links): Prof. Dr. Harald Danne, Chrisian Schreier, Harciye Agirman-Ortac, Prof. Dr. Michael Guckert und Norbert Müller.
400.000 Euro Förderung für Digitalisierung
Mit 400.000 Euro aus dem Programm proDual fördert das hessische Wissenschaftsministerium die Digitalisierung der StudiumPlus-Außenstellen in den ländlichen Regionen. Mit einer Laufzeit von drei Jahren werden unter anderem die digitalen Lehr- und Lernangebote der sechs Außenstellen ausgebaut und SMART-Teaching-Labs eingerichtet.
StudiumPlus-Direktoren der ersten Stunde: Prof. Dr. Anita Röhm und Prof. Dr. Bernd Galinski.
Direktoren der ersten Stunde verabschiedet
Zwei ZDH-Direktoren der ersten Stunde werden im November 2018 in den Ruhestand verabschiedet: Prof. Dr. Anita Röhm und Prof. Dr. Bernd Galinski, beide zuletzt geschäftsführende Direktoren, beide waren bereits seit mit der Gründung von StudiumPlus 2001 aktiv und haben unermüdlich daran mitgewirkt, das duale Studienprogramm zu dem zu machen, was es heute ist. Sie seien im Grunde nicht zu ersetzen, sagt Prof. Dr. Harald Danne in seiner Dankesrede.
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Rückblick Norbert Müller
CCD-Vorstandsvorsitzender 2012-2020
Meilensteine
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Partnerunternehmen
2019
2019
Architekturstudierende der THM haben Entwürfe für den Umbau des Campus Frankenberg entwickelt. Drei Modelle werden ausgezeichnet.
Studierende planen Campus-Umbau
Die räumlichen Kapazitäten am Campus Frankenberg sind knapp. 16 Studierende des THM-Studiengangs Architektur machen unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Jahnen den Umbau bzw. die Erweiterung des Campus zum Thema ihrer Bachelorarbeiten. Drei Hauptpreise, ein erster und zwei zweite, werden nach Bewertung durch eine Jury aus Stadt und Landkreis im Januar 2018 bei einer Feierstunde im Korbacher Kreishaus vergeben.
Duale Anbieter gründen Verband
StudiumPlus und weitere acht Anbieter dualer Hochschulstudienmodelle gründen am 23. Mai 2019 den Verband Duales Hochschulstudium Deutschland. Der Verband fördert empirische Bildungsforschung rund um das duale Studium. Durch die Verbreitung von Forschungsergebnissen soll u.a. die Qualität dualer Studiengänge gestärkt werden. Prof. Dr. Harald Danne wird zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Andreas Tielmann (2. v. links) erhält die Ehrenmedaille, er ist einer der Wegbereiter von StudiumPlus.
Andreas Tielmann erhält Ehrenmedaille
Gründungsmitglied, Wegbegleiter, Unterstützer, Förderer – all das ist Andreas Tielmann für StudiumPlus. Im Rahmen seiner feierlichen Verabschiedung als Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill erhält er die StudiumPlus-Ehrenmedaille aus den Händen von Prof. Dr. Harald Danne und Norbert Müller in Anwesenheit von über 300 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Für seinen persönlichen Einsatz wird Boris Rhein mit der StudiumPlus-Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Ehrenmedaille für Boris Rhein
Vom dualen Studium überzeugt ist Boris Rhein, von 2014 bis 2019 setzt er sich als hessischer Wissenschaftsminister persönlich dafür ein. „StudiumPlus ist gelebte, kluge Regionalpolitik“, sagt er. Im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung wird Rhein, inzwischen Landtagspräsident, mit der StudiumPlus-Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Der zehnte Geburtstag wird am Campus Frankenberg von Vertretern von Hochschule, Politik und Wirtschaft gefeiert.
Campus Frankenberg feiert Zehnjähriges
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Campus Frankenberg kommen Vertreter von Hochschule, Wirtschaft, Politik und Studierende zu einer Feierstunde am 12. November 2019. Gestartet mit 22 Studierenden sind es nunmehr 126 junge Leute, die an der ersten von inzwischen sechs Außenstellen studieren.
Beim ersten Hessen-Technikum lässt StudiumPlus Abiturientinnen ins MINT-Studium hineinschnuppern.
Beim Hessen-Technikum von Anfang an dabei
Als zum Wintersemester 2019/20 das Programm Hessen-Technikum startet, gefördert von der Europäischen Union und dem hessischen Wissenschaftsministerium, ist StudiumPlus dabei. Sechs Monate lang können mehr als 20 Abiturientinnen die Tätigkeiten einer Ingenieurin, Informatikerin oder Naturwissenschaftlerin kennenlernen und gleichzeitig in MINT-Studienfächer hineinschnuppern.
„VON STUDIUMPLUS PROFITIERT DIE GESAMTE HOCHSCHULE“
Prof. Dr. Matthias Willems
THM-Präsident
Interview mit THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems
Interview mit Prof. Dr. Matthias Willems
Herr Professor Willems, als Präsident haben Sie die gesamte Technische Hochschule Mittelhessen im Blick. Welche Rolle spielt StudiumPlus in diesem Großgefüge?
StudiumPlus ist das Aushängeschild der THM. Dass wir als staatliche Hochschule ein duales Studium in diesem Format mit dieser engen Verbindung zur Wirtschaft anbieten, ist ein einzigartiges Konstrukt, ein Alleinstellungsmerkmal. Davon profitiert unsere Hochschule insgesamt auf vielfältige Art und Weise: Die Lehre ist immer am Puls der Zeit. Durch die intensiven Kontakte zwischen Hochschule und Unternehmen entstehen gemeinsame Transfer- und Forschungsprojekte. Und: Das anwendungsorientierte duale Studium zusammen mit der anwendungsorientierten Forschung der THM eröffnet großartige Synergien, um die uns andere Hochschulen beneiden.
Es hat diverse Versuche gegeben, StudiumPlus zu kopieren – warum gelingt es anderen staatlichen Hochschulen nicht, das duale Studium zu einem vergleichbaren Erfolg zu führen?
Das duale Modell in der Region ist eine einzigartige Zusammenarbeit aller Player: Vertreter aus Wirtschaft, Hochschule und Politik. Der Erfolg wurde möglich, weil alle Stakeholder an einem Strang gezogen haben und im Zentrum mit Harald Danne eine Persönlichkeit aktiv war, der die Entwicklung mit strategischer Weitsicht und diplomatischem Geschick vorangetrieben hat. Entstanden ist eine einzigartige und nachhaltige Symbiose zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Diese enge Verzahnung lässt sich nicht einfach kopieren und ist in dieser Form einzigartig.
Als früherer geschäftsführender Direktor kennen Sie auch die Innensicht von StudiumPlus. Gibt es etwas aus dieser Zeit, das Sie heute als THM-Präsident vermissen?
Besonders vermisse ich die Praxisphasenbesuche in den Unternehmen, den direkten Kontakt zur Wirtschaft. Und die Betreuung der Studierenden, zu sehen, wie sie sich während ihres Studiums und von Praxisphase zu Praxisphase weiterentwickeln. Als betreuender Hochschullehrer kann man die jungen Leute in ihrer Entwicklung unterstützen und Ideen in die Projekte einbringen – das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ein weiterer wichtiger Punkt: Durch das duale Studium habe ich die Welt des Mittelstands kennengelernt, die mir bis dahin fremd war, zuvor hatte ich ausschließlich mit Konzernen und Großunternehmen zu tun. Ich habe erlebt, was für tolle mittelständische Unternehmen es in der Region gibt und welche Flexibilität und Innovationsfreude sie zeigen, um am Markt bestehen zu können.
Wo sehen Sie StudiumPlus in weiteren 25 Jahren?
Auch in Zukunft wird bei StudiumPlus dieser besondere Geist herrschen, das ständige Bestreben, sich dynamisch an Marktbedingungen zu orientieren und anzupassen. Diese Anpassungsfähigkeit ist ein strategischer Wettbewerbsvorteil für die industriestark und überwiegend mittelständisch geprägte Wirtschaftsregion. Die Leuchtkraft der dualen Studiengänge wird bleiben.
Zur Person
Professor Dr. Matthias Willems ist seit April 2016 Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen. Von 2008 bis 2015 gehörte er dem Direktorium des Wissenschaftlichen Zentrum Duales Hochschulstudium an; von 2012 bis 2015 war Willems geschäftsführender Direktor des ZDH. Ab 2003 lehrte der Medizininformatiker als Professor für Praktische Informatik an der damaligen FH Gießen-Friedberg, zuvor war er für verschiedene Softwareunternehmen tätig.
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2020
2020
Corona zwingt zum Digitalsemester
Wo normalerweise reges Treiben herrscht, ist es im Sommersemester 2020 still: Gänge und Vorlesungsräume sind menschenleer, am Wetzlarer Hauptstandort wie an den sechs Außenstellen. Doch der Studienbetrieb läuft – wegen der Corona-Pandemie und Abstandsregeln erstmals als Digitalsemester. Zugute kommt StudiumPlus, dass die Digitalisierung schon seit vorangetrieben wird. Im Mai und Juni finden jeweils über 2000 Zoom-Meetings – Onlinevorlesungen, Mitarbeiterbesprechungen und sonstige Veranstaltungen – statt mit mehr als 40.000 Teilnehmern.
Über die erneute Förderzusage aus dem proDual-Programm freuen sich Prof. Dr. Harald Danne, Uwe Hainbach und das Campus-Team.
Digitalboost kommt mit Millionen-Förderung
Grund zu feiern gibt es im Oktober 2020: Der Antrag für die zweite Förderphase des Programms „proDual“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ist erfolgreich. Verteilt auf drei Jahre erhält StudiumPlus 1,15 Millionen Euro zur Förderung der Digitalisierungskultur. 400.000 Euro hatte StudiumPlus in der ersten proDual-Förderphase erhalten, die nun zu Ende geht. Eine von drei Säulen ist der neuartige duale Masterstudiengang „Future Skills und Innovation“, in dem die Studierenden aus verschiedenen Partnerunternehmen gemeinsam an interdisziplinären Projekten arbeiten.
StudiumPlus ist erstmals Mitveranstalter des Bildungsforums Lahn-Dill (v. rechts): Norbert Müller und Moderator Steffen Gross.
StudiumPlus beteiligt an Bildungsforum Lahn-Dill
Erstmals veranstalten StudiumPlus und der Lahn-Dill-Kreis gemeinsam das Bildungsforum Lahn-Dill. Referenten und Diskussionspartner sind bei StudiumPlus in Wetzlar vor Ort oder per Video zugeschaltet. Mit mehr als 100 Teilnehmern geht um hochaktuelle Themen wie künstliche Intelligenz, Future Skills oder die Bildungssituation im Landkreis.
Uwe Hainbach (Vierter von rechts) wird in der CCD-Migliederversammlung 2020 zum neuen Vorstandvorsitzenden und Nachfolger von Norbert Müller (Sechster von links) gewählt.
Norbert Müller übergibt an Uwe Hainbach
Faszination, Begeisterung, nimmermüder Einsatz für StudiumPlus: Norbert Müller hat als CCD-Vorstandsvorsitzender viel bewegt. Auf der Mitgliederversammlung Ende September übergibt er das Amt an seinen Nachfolger, den langjährigen Geschäftsführer der C+P GmbH & Co. KG und früheren Präsidenten der IHK Lahn-Dill, Uwe Hainbach. Müller hat StudiumPlus in acht Jahren Amtszeit stark geprägt. Das Netzwerk ist in dieser Zeit enorm gewachsen, zudem war Müller Treiber beim Thema Digitalisierung. Hainbach betont die Rolle von StudiumPlus als Instrument für die Fachkräftegewinnung, diese gelte es, weiter zu stärken.
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Rückblick Prof. Dr. Matthias Willems
THM-Präsident
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2021
2021
Um Chancen und Risken der künstlichen Intelligenz und viele weitere Aspekte geht es in der Vortragsreihe von Prof. Dr. Michael Guckert.
Vortragsreihe beleuchtet künstliche Intelligenz
Um die Herkunft, Entwicklung, Anwendung und rechtliche wie ethische Aspekte der künstlichen Intelligenz geht es im Frühjahr 2021 in einer digitalen Vortragsreihe von Prof. Dr. Michael Guckert. Neben Studierenden und Vertretern von Partnerunternehmen ist auch die Öffentlichkeit dazu eingeladen. Guckert ist Informatik-Professor, Studiengangsleiter für Softwaretechnologie und Gründungsmitglied des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.AI).
Neue FachrichtungNeue Angebote für Softwareentwickler
Neue Angebote für Softwareentwickler
StudiumPlus bietet den dualen Bachelorstudiengang Softwaretechnologie ab dem Wintersemester 2021/22 in den drei neuen Fachrichtungen Softwareentwicklung, Data Science und IT-Security an. Damit reagiert das duale Studienprogramm auf die Anregungen von Unternehmen und Studierenden.
Im Kreis von Gästen aus Hochschule, Politik und Wirtschaft wird Norbert Müller (Mitte) die StudiumPlus-Ehrenmedaille verliehen.
Norbert Müller erhält Ehrenmedaille
Mit seinem ehrenamtlichen Engagement hat Norbert Müller jahrelang zum Erfolg von StudiumPlus beigetragen. Im Foyer der Rittal-Arena in Wetzlar würdigen im September 2021 etwa 100 Gäste aus Hochschule, Wirtschaft und Politik in einer Feierstunde die Leistung und das Engagement des ehemaligen CCD-Vorstandsvorsitzenden (2012 bis 2020), als er mit der StudiumPlus-Ehrenmedaille ausgezeichnet wird.
Über die Arbeitswelt im Jahr 2030 diskutieren beim Bildungsforum (v. links): Landrat Wolfgang Schuster, Jobcenter-Vorstand Sebastian Kleist, IHK-Hauptgeschäftsfüphrer Burghard Loewe und Moderator Steffen Gross.
Zukunft von Bildung und Arbeit
Wie lernen und arbeiten wir in Zukunft? Um neue Anforderungen, Chancen und kreative Gestaltungsmöglichkeiten geht es beim digitalen Bildungsforum, veranstaltet am 23. September 2021 von der Bildungslandschaft Lahn-Dill-Kreis und StudiumPlus. Rund 100 Teilnehmer erleben Vorträge und Talks zu bedarfsorientiertem Lernen, Berufsorientierung, New Work und mehr.
Für ihre Unterstützung wurde Eva-Kühne-Hörmann am Campus Bad Hersfeld mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.
Ehrenmedaille für Ministerin
Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann ist eine langjährige Unterstützerin von StudiumPlus. Besonders in ihrer Amtszeit als Hessische Wissenschaftsministerin von 2009 bis 2014 hatte sie sich für das duale Studienprogramm stark gemacht. Für dieses spezielle Engagement erhält sie am 4. November 2021 in Bad Hersfeld die Ehrenmedaille, verliehen von Prof. Dr. Harald Danne und dem CCD-Vorstandsvorsitzenden Uwe Hainbach im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Campus.
Neuer StudiengangFuture Skills und Innovation
Neuer Master-Studiengang bereitet auf die neue Arbeitswelt vor
Erfolgreicher Start für Future Skills und Innovation
Mit dem dualen Masterstudiengang Future Skills und Innovation (FSI) reagiert StudiumPlus auf die zunehmend digitale und vernetzte Arbeitswelt. FSI ist interdisziplinär, setzt auf projektorientiertes Lernen, verzichtet auf Klausuren und kommt mit einem Minimum an Vorlesungen aus. Die ersten 21 Studierenden werden zum Wintersemester 2021/22 am Campus Wetzlar begrüßt. Betriebswirtschaft, Informatik, Mathematik, Elektrotechnik und mehr: Die neuen Masterstudierenden sind Bachelorabsolventen unterschiedlichster Studiengänge und Fachrichtungen.
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Rückblick Dr. Felix Heusler
Präsident IHK Lahn-Dill
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Bachelor-Studiengänge
2022
2022
Multimedia und modulares Mobilar für unterschiedliche Veranstaltungsformate gibt es im Hörsaal der Zukunft.
Hörsaal der Zukunft
Gibt es den optimalen Lehr- und Lernraum, um Studierende auf die Herausforderungen der digitalen (Arbeits)Welt vorzubereiten? Bei StudiumPlus ist man überzeugt, ihn geschaffen zu haben: den „Hörsaal der Zukunft“. Ausgestattet mit modernster Medientechnik und innovativem Mobilar stehen ab dem Jahr 2022 vier zukunftsweisende Unterrichtsräume zur Verfügung, konzipiert für Online-, Hybrid- und klassischen Präsenzunterricht. Weitere 14 über alle sieben Standorte hinweg sollen folgen. Das einzigartige Modell hat nach Auffassung der StudiumPlus-Verantwortlichen Vorbildcharakter für Hochschulen bundesweit.
Nach 21 Jahren an der StudiumPlus-Spitze übergibt Prof. Dr. Harald Danne (links) an seinen Nachfolger Prof. Dr. Jens Minnert.
StudiumPlus verabschiedet seinen „Erfinder“
Wechsel an der Spitze von StudiumPlus: Prof. Dr. Harald Danne, seit der Gründung im Jahr 2001 Leitender ZDH-Direktor, übergibt zum 1. April 2022 die Leitung an seinen Nachfolger Prof. Dr. Jens Minnert. Mit dem Ausscheiden des 67-Jährigen endet eine Ära für das duale Studienprogramm. Danne war der Initiator und Wegbereiter auf der Hochschulseite, er hat die duale Marke geprägt und zum bundesweit beachteten Erfolg geführt. „Ohne ihn gäbe es unser duales Studienprogramm nicht“, sagt Minnert über Danne: „Er hat StudiumPlus mit bewundernswerter Akribie immer weiter vorangetrieben und kontinuierlich verbessert.“ Vor seinem letzten Arbeitstag am 31. März 2022 am Campus Wetzlar blickt Danne auf „eine großartige Zeit“ zurück. „Es waren 21 Jahre Aufbruch, nie gab es Stillstand. Ich hatte von Anfang an tolle Partner in Hochschule, Wirtschaft und Politik“, so Danne.
Jens Minnert übernimmt die ZDH-Spitze
Der neue Leitende ZDH-Direktor Prof. Dr. Jens Minnert startet mit dem 1. April 2022 offiziell ins Amt. „Für mich ist es eine ganz große Freude und eine riesen Motivation, das Erfolgskonzept StudiumPlus in die Zukunft führen zu dürfen und es weiterzuentwickeln“, sagt der 51-Jährige. Für Minnert zeichnet sich StudiumPlus vor allem durch das Persönliche aus: „Wir Lehrende haben durch die kleinen Gruppen ganz engen Kontakt zu den Studierenden, daher kommt der ganz persönliche Charakter.“ Ganz besonders sei für ihn auch die enge Vernetzung mit der Praxis. Minnert ist Professor für Stahlbetonbau, Spannbetonbau und Baustatik, bis Ende März 2022 war er Dekan des THM-Fachbereichs Bauwesen. Seit 2015 ist der 51-Jährige als Geschäftsführender Direktor im ZDH aktiv, als Studiengangsleiter verantwortet Minnert den dualen Bachelor Bauingenieurwesen.
Das Forum Kirchhain-Stadtallendorf ist Plattform für Hochschule, Schulen und Wirtschaft.
Schulterschluss für Forum Kirchhain-Stadtallendorf
Mit dem Forum Kirchhain-Stadtallendorf startet StudiumPlus ein neues Format an neuem Standort. Das Forum versteht sich als Austausch- und Netzwerkplattform für die persönliche Begegnung von Hochschule, Unternehmen, Schulen und Studieninteressierten im Ostkreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Das gemeinsame Ziel ist die Stärkung des Bildungs- und Wirtschaftsstandorts und seiner Wettbewerbsfähigkeit. Der offizielle Startschuss fällt am 31. März 2022 in Kirchhain mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages durch die Vertreter der Hochschule, des CCD, der IHK Lahn-Dill sowie durch die Bürgermeister der sechs beteiligten Kommunen Kirchhain, Stadtallendorf, Neustadt, Rauschenberg, Amöneburg und Wohratal. Die offizielle Eröffnung findet am 21. September in Stadtallendorf statt.
Bestnoten für Ingenieurstudiengänge
Offensichtlich sind die Studierenden bei StudiumPlus sehr zufrieden: Das duale Studienprogramm erhält im Mai 2022 beim Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorragende Noten. Diesmal stehen die Studiengänge Bauingenieurwesen, Ingenieurwesen Elektrotechnik und Ingenieurwesen Maschinenbau im Fokus. Alle Drei schafften es in die bundesweite Elite. Damit kann sich die THM im dualen Bereich über das beste Ergebnis aller Hochschulen in Hessen freuen.
Prof. Dr. Harald Danne wird offiziell verabschiedet, nachdem er als leitender Direktor ausscheidet.
Festakt zum Abschied von Prof. Dr. Harald Danne
Nach seinem Ausscheiden als leitender Direktor zum 1. April 2022 wird Prof. Dr. Harald Danne Mitte Mai mit einem Festakt offiziell verabschiedet. Weggefährten aus Hochschule, Politik und Wirtschaft, darunter Hessens Finanzminister Michael Boddenberg, loben Danne für dessen Lebenswerk und sind sich einig darin, dass es das Erfolgsmodell StudiumPlus ohne Harald Danne keinesfalls geben würde.
Zehn Jahre Campus Biedenkopf - die Erfolgsgeschichte im Hinterland wird von Hochschule, Wirtschaft und Politik gefeiert.
Campus Biedenkopf feiert zehnten Geburtstag
Zwei Gründe zu feiern gibt es am 12. Oktober 2022 am Campus Biedenkopf: Der Standort besteht seit nunmehr zehn Jahren – und es sind 16 Erstsemester zu begrüßen. Mit ihnen hat der Campus, der 2012 mit 18 Pionieren gestartet war, nun 83 Studierende. Den zehnten Geburtstag feiern Vertreter von Hochschule, Schule, Unternehmen, Politik, IHK und Erstsemester gemeinsam. Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei und CCD-Vorstandsmitglied Michael Parsch begrüßen die Gäste.
Große Freude im Direktorium über die erneute proDual-Förderzusage (v. rechts: Prof. Dr. jens Minnert, Christiane Keiner, Dagmar Steuernagel, Christian Schreier, Prof. Dr. Sergej Kovalev, Prof. Dr. Jens Hoßfeld, Prof. Dr. Pia Robinson und Prof. Dr. Gerd Manthei.
1,2 Millionen Euro für Lehre der Zukunft
Mit einer Fördersumme von rund 1,2 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre, unterstützt das hessische Wissenschaftsministerium die Entwicklung neuer innovativer Lehrkonzepte und neuer Studienangebote bei StudiumPlus. Die Mittel stammen aus dem Programm proDual. Für StudiumPlus ist es bereits die dritte proDual-Förderphase seit 2018. Die Erfolgsnachricht aus Wiesbaden erreicht den Wetzlarer Campus Anfang Oktober 2022, als gerade das StudiumPlus-Direktorium tagt. Geplant ist, unter dem Projekttitel „StudiumPlus – Nachhaltig in die Zukunft!” die Strukturen und Angebote fortzuentwickeln.
Mit einer Pressekonferenz am StudiumPlus-Campus wird das Transformationsnetzwerk TeamMit offiziell gestartet.
TeamMit unterstützt bei der Transformation
Der Transformationsdruck im Automobilsektor ist eine Herausforderung für viele kleine und mittelständische Zulieferunternehmen in Mittelhessen. Ihnen steht ab Oktober 2022 TeamMit zur Seite, das Transformationsnetzwerk für die Automobilindustrie in Mittelhessen. Das CCD und StudiumPlus sind Konsortialpartner innerhalb des neuen Verbundprojekts gemeinsam mit TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH, der Philipps-Universität Marburg und dem Regionalmanagement Mittelhessen. TeamMit will die Unternehmen, Institutionen und regionalen Akteure gezielt zusammenführen, um den Strukturwandel gemeinsam strategisch zu gestalten. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit 5,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2025.
Weihnachtsvorlesung feiert Premiere
Rund 250 interessierte Zuhörer folgen am 7. Dezember der Einladung zur ersten Weihnachtsvorlesung von StudiumPlus. Unter dem Titel „Biologie des Geistesblitzes“ lässt Neurowissenschaftler und Bestseller-Autor Dr. Henning Beck in der Wetzlarer Buderus Arena das begeisterte Publikum aus Unternehmensvertretern, Hochschullehrenden, Studierenden, Lehrkräften von Schulen und zahlreichen Schülerinnen und Schülern hinter die Kulissen des Gehirns blicken. Spannend, unterhaltsam und mit viel Humor berichtete Beck, Deutscher Meister im Science Slam, wie unser Gehirn Informationen und Wissen organisiert, dass ein großer Unterschied zwischen Lernen und Verstehen besteht und warum es wichtig ist, mit bestehenden Denkmustern zu brechen, damit neue gute Ideen entstehen.
Mit Bauingenieurwesen hat einer der erfolgreichsten StudiumPlus-Studiengänge seit Dezember 2022 ein Fachkuratorium.
Fachkuratorium kümmert sich um BAU
Mit rund 250 Studierenden zählt der duale Bachelor Bauingenieurwesen zu den erfolgreichsten Studiengängen von StudiumPlus. Getrieben durch den großen Bedarf vor allem an Modernisierung und energetischer Sanierung, steht weiteres Wachstum zu erwarten. Für die Weiterentwicklung und Optimierung der einschlägigen Studienangebote und -inhalte wird im Dezember das Fachkuratorium BAU ins Leben gerufen.
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Kooperations-Schulen
2023
2023
Erstmals veranstaltet StudiumPlus die HIT in Kombination mit dem "Markt der Möglichkeiten", einer Unternehmensmesse für dual Studieninteressierte.
„Markt der Möglichkeiten“ bringt in Kontakt
Wetzlar. Die Hochschulinformationstage (HIT) am Campus Wetzlar veranstaltet StudiumPlus erstmals in Kombination mit dem „Markt der Möglichkeiten“. 80 Partnerunternehmen präsentieren sich am 26. Januar 2023 im A15-Gebäude und informieren die etwa 300 teilnehmenden Schüler über Perspektiven in den Firmen, Studienplätze und Praktikumsmöglichkeiten. Das Konzept wird zum festen Bestandteil der HIT.
StudiumPlus ist Partner des Science Center Wetzlar (v. links): OB Manfred Wagner, Christian Schreier, Uwe Hainbach, Prof. Dr. Jens Minnert, Rainer Dietrich und Ralf Niggemann.
StudiumPlus ist Partner des Science Center
StudiumPlus ist Partner des naturwissenschaftlich-technischen Mitmachmuseums „Science Center“, das als Weiterentwicklung des Viseums 2026 in der Wetzlarer Altstadt eröffnen soll. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung werden erste Ideen für die künftige Zusammenarbeit während eines Gesprächs am Spilburg-Campus ausgetauscht. Junge Menschen für technische Berufe zu begeistern, ist eines der gemeinsamen Ziele.
Über persönliche Werte spricht Uwe Hainbach (Mitte) mit 220 Studienanfängern beim Unternehmerethikgespräch.
Uwe Hainbach spricht über Unternehmermoral
Um ethische Maßstäbe und die moralische Verantwortung von Unternehmen geht es beim Unternehmerethikgespräch Mitte Mai 2023. Uwe Hainbach, ehemaliger Geschäftsführender Gesellschafter der Christmann & Pfeifer GmbH & Co. KG, früherer Präsident der IHK Lahn-Dill und CCD-Vorstandsvorsitzender steht dazu 220 Studienanfängern Rede und Antwort, 60 von ihnen nehmen vor Ort in Wetzlar teil, 160 sind dem Gespräch digital zugeschaltet.
Studierende verteilen Bestnoten im Ranking
Die Studierenden von StudiumPlus fühlen sich wohl und gut betreut: Das duale Studienprogramm erhält im Mai 2023 beim Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ein positives Zeugnis von seinen Studierenden, dieses Mal für die dualen Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen. Besonders überzeugen kann StudiumPlus in den Kategorien Studienorganisation, Prüfungsorganisation, IT-Infrastruktur und Räume.
Das erste Sommer- und Familienfest findet auf dem gelände des A15-Gebäudes am Campus Wetzlar statt.
Sommerfest steigt am Campus Wetzlar
Ein großes Sommerfest für die ganze Familie mit 400 Gästen feiert StudiumPlus am 3. Juli 2023 auf dem Gelände des A15-Gebäudes in der Wetzlarer Spilburg. Musik, Vorträge und Spielstationen gehören zum Programm. Das Fest solle die Verbundenheit zwischen StudiumPlus, der Wirtschaft und der Stadt Wetzlar zeigen, sagt der Leitende Direktor Prof. Dr. Jens Minnert.
Mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande wird Prof. Dr. Harald Danne (links) für sein Lebenwerk ausgezeichnet, hier mit Ehefrau Carena, rechts Regierungspräsident Christoph Ullrich.
Verdienstorden für StudiumPlus-Gründer
Er ist Erfinder und Wegbereiter für die duale Hochschulausbildung in Hessen: Prof. Dr. Harald Danne wird am 23. November 2023 im Wetzlarer Kreishaus für sein Lebenswerk StudiumPlus und seinen ehrenamtlichen Einsatz für die Bildung und die Gesellschaft mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande geehrt. Die hohe Auszeichnung wird dem langjährigen Leitenden StudiumPlus-Direktor und heutigen Ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten vor Familienmitgliedern und mehr als 50 Weggefährten aus Hochschule, Politik und Wirtschaft durch Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich ausgehändigt.
Große Freude herrscht im StudiumPlus-Team über die Förderzusage aus dem hessischen Wissenschaftsministerium.
Eine Million Euro für „SchülerPlus“
Unter dem Arbeitstitel SchülerPlus wird StudiumPlus ab dem Jahr 2024 seine Aktivitäten und Angebote zur Studien- und Berufswahl für Schülerinnen und Schüler stärken und deutlich ausbauen. Für das Projekt, ein Beitrag auch gegen den Fachkräftemangel in der Region, sagt das hessische Wissenschaftschaftsministerium Anfang Dezember 2023 eine Fördersumme von rund einer Million Euro, verteilt auf drei Jahre, zu. Die Mittel stammen aus dem Programm proDual. Für StudiumPlus ist es die vierte proDual-Förderphase seit 2018.
Abschied von Robinson und Bonath
Zwei langjährige Direktoren werden im Laufe des Jahres 2023 in den Ruhestand verabschiedet: Prof. Dr. Pia Robinson ist mehr als zwei Jahrzehnte geradezu omnipräsent bei StudiumPlus: Kuratoriumsmitglied, Studiengangsleiterin, Prüfungsausschussvorsitzende, Beauftragte für Qualitätsmanagement und Finanzen. Weiterhin leitet sie die Studiengänge Prozessmanagement und BW Mittelstandsmanagement in Biedenkopf, betreut Praxisphasen und lehrt. Mit Prof. Dr. Werner Bonath geht ein Direktor und Studiengangsleiter der ersten Stunde, ein Elektrotechniker mit Schwerpunkt IC-Design, der für seine Disziplin begeistern kann. Lebhafte Erinnerungen hat er an den Aufbau des dualen Studienprogramms.
Prof. Dr. Pia Robinson und Prof. Werner Bonath werden aus dem Direktorium verabschiedet, bleiben StudiumPlus aber als Hochschullehrende erhalten.
Fachkuratorium für die IT-Branche
Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, automatisierte Softwaretests und enormer Fachkräftebedarf – das sind nur einige der Themen, die die IT-Branche umtreiben. Darüber und auch über Bedarfe an Studieninhalten tauschen sich seit Dezember 2023 Partnerunternehmen von StudiumPlus im neugegründeten Fachkuratorium für den Studiengang Softwaretechnologie aus. Eingeladen zur konstituierenden Sitzung hatten die Studiengangsleiter Prof. Dr. Michael Guckert, Prof. Dr. Carsten Lucke und CCD-Hauptgeschäftsführer Christian Schreier.
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Fachkuratorien
2024
2024
Connect schlägt Brücke in die Schulen
Mit dem Jahr 2024 geht „Connect“ an den Start. Es ist die neue Marke, unter der StudiumPlus alle seine Aktivitäten zur Vernetzung von Schule und Studium sowie von jungen Talenten und Unternehmen vereint. Gefördert wird Connect über drei Jahre mit rund einer Million Euro aus der vierten Förderphase des Programms proDual des hessischen Wissenschaftsministeriums. Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen Zukunftsperspektiven aufzuzeigen und gleichzeitig einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region zu leisten.
Gemeinsame Anstrengungen für die Wirtschaft im Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf werden im Beirat für das StudiumPlus-Forum Kirchhain-Stadtallendorf unternommen.
Beirat für StudiumPlus-Forum gegründet
Gemeinsamer Einsatz gegen den Fachkräftemangel und für junge Menschen in der Region – das ist das Ziel des Beirats, den das StudiumPlus-Forum Kirchhain-Stadtallendorf am 15. März 2024 ins Leben ruft. Vertreter der Hochschule, aus Unternehmen, Verbänden, der Wirtschaftsförderung, Bildungseinrichtungen sowie der Politik finden sich in der Stadthalle Stadtallendorf zusammen, um künftig Impulsgeber für das Forum zu sein.
Vertragsunterzeichnung: StudiumPlus und ESaK ergänzen sich hervorragend in der Diszpiplin Kälte- und Klimatechnik.
StudiumPlus und ESaK kooperieren
StudiumPlus und die Europäische Studienakademie Kälte – Klima – Lüftung (ESaK) starten gemeinsam ein ein bundesweit einzigartiges Studienangebot: Die Fachrichtung Kälte- und Klimatechnik im Bachelor-Studiengang Ingenieurwesen Maschinenbau wird erstmals zum Wintersemester 2024/25 am Standort Bad Vilbel angeboten, der Kooperationsvertrag wird Ende Juni unterzeichnet. Die Kooperation bietet zahlreiche Vorteile: Die Studierenden profitieren sowohl von der starken Fachbezogenheit der ESaK als auch vom breiten Wahlmodulangebot der THM.
Modern und zukunftsweisend mit Platz für bis zu 180 Studierende: der neue Campus Frankenberg in der Visualisierung.
Campus-Neubau ist beschlossen
Der Kreistag Waldeck-Frankenberg stimmt am 8. Juli 2024 zu, den Auftrag für den Campus-Neubau in Frankenberg an das Frankenberger Fertigbau-Unternehmen FingerHaus als Investor zu vergeben. Bis Mitte 2026 sollen in dem neuen vierstöckigen Gebäude in der Uferstraße sieben Hörsäle mit Platz für bis zu 180 Studierende entstehen. Hinzu kommen Gruppenarbeitsräume, Büros und in den oberen Etagen Studierendenwohnungen.
Die Masterabsolventen in Frankenberg feiern ihre Abschlüsse und den 15. Campus-Geburtstag.
Campus Frankenberg feiert Geburtstag
Der StudiumPlus-Campus Frankenberg feiert 15. Geburtstag – und neun Master-Absolventen feiern ihren Abschluss. Zu diesem doppelten Anlass finden sich am 31. Oktober Vertreter von Hochschule, Politik und Wirtschaft sowie Angehörige der Absolventen zu einer ganz besonderen Absolventenfeier ein, zu der auch viele Wegbegleiter des Campus kommen. 116 junge Männer und Frauen studieren zu diesem Zeitpunkt bei StudiumPlus in Frankenberg.
Stadt und Landkreis haben den Weg geebnet zum neuen Campus Bad Vilbel, der größten StudiumPlus-Außenstelle.
Neuer Campus Bad Vilbel eröffnet
StudiumPlus freut sich am 13. November über die offizielle Einweihung des neuen Campus in der Bad Vilbeler Konrad-Adenauer-Allee. Nachdem der alte Standort im Berufsförderungswerk an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war, engagierten sich Vertreter von Stadt und Landkreis intensiv für die Suche nach einem neuen Standort. An der Feierstunde nehmen Gäste aus Hochschule, Politik und Wirtschaft teil. Mit 207 Studierenden ist Bad Vilbel zu diesem Zeitpunkt die größte StudiumPlus-Außenstelle.
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Rückblick Prof. Dr. Jens Minnert
Leitender ZDH-Direktor
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Erstsemester
2025
2025
Rund 100 Teilnehmende erleben beim Bildungsforum im Wetzlarer Leitz-Park spannende Impulse zur Transformation in der Bildung.
Neues Bildungsforum etabliert
Mit dem Bildungsforum „Shaping the Future“ gelingt TeamMit und StudiumPlus gleich zu Beginn des Jahres 2025 eine äußerst erfolgreiche Veranstaltung. 100 Teilnehmer aus Bildungseinrichtungen und Unternehmen erleben im Leitz-Park hochkarätige Impulse, Talks und Workshops zu den drängenden Themen Generationenverständnis, Medienkompetenz und Future Skills. Das Veranstaltungsformat geht daraufhin in Serie.
Beim ersten TecDay in der Stadthalle Wetzlar dreht sich alles um die Zukunftstechnologie Quantencomputing.
Erfolgreiche Premiere für TecDay
Eine erfolgreiche Premiere hat am 24. April 2025 der erste TecDay, den StudiumPlus für 450 Teilnehmende in der Stadthalle Wetzlar veranstaltet. Unter dem Titel „Quanten. Speed. Security.“ wird das Zukunftsthema Quantencomputing aus unterschiedlichsten Perspektiven in Vorträgen und Talks vorgestellt. Der TecDay, passend zur Technischen Hochschule, löst den seit 2017 veranstalteten Smart Teaching Workshop ab, was bleibt sind die behandelten Trendthemen. Für alle Sechstsemester ist die Teilnahme verbindlich.
Die Resonanz auf die Initiative "Öffentliches Bauen" ist bei einer ersten Infoveranstaltung in Limburg groß.
Gemeinsame Initiative für Öffentliches Bauen
Der Fachkräftemangel in den Bauabteilungen von Rathäusern und Landratsämtern ist groß. In einer gemeinsamen Initiative machen sich der Städte- und Gemeindebund Hessen, der IHK-Verbund Mittelhessen, die Stadt Limburg, der Kreis Limburg-Weilburg und StudiumPlus für ein Studienangebot „Öffentliches Bauen“ stark, das speziell auf die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten ist. Die Resonanz ist enorm, sowohl bei einer Infoveranstaltung am 13. Mai 2025 wie auch in einer Bedarfsabfrage: 70 Kommunen melden grundsätzliches Interesse an so einem Studium an. Geplant wird für einen Starttermin im Winter 2026 am Standort Limburg.
Auf breite Zustimmung der CCD-Mitglieder trifft der gestartete Strategieprozess, der u.a. die Studienqualität transparent machen soll.
ZDH und CCD stoßen Strategieprozess an
Die Qualität von StudiumPlus auf höchstem Niveau sichern und der führende Anbieter dualer Studiengänge in Hessen bleiben – dieses Ziel gibt der Vorstandvorsitzende Uwe Hainbach bei der CCD-Mitgliederversammlung Ende Juni 2025 aus. Es ist eines von acht Zielen im gemeinsamen Strategieprozess von ZDH und CCD, der bei den Partnerunternehmen auf große Zustimmung trifft. „Wir wollen Indikatoren entwickeln, die unsere Qualität messbar und transparent machen. Wir werden uns jährlich daran messen lassen“, kündigt Hainbach beim Treffen in der Stadthalle Wetzlar an.
Im FSI-Projekt haben Kerstin Lenz, James Lee Carmienke, Tom Grote, Nils Wunderlich und Vanessa Schäfer den Namen Explorikus für das neue Science Center Wetzlar entwickelt.
FSI-Studierende taufen „Explorikus“
„Explorikus“ heißt das neue Science Center Wetzlar, das 2026 am Domplatz in Wetzlar eröffnet wird. Der Name ist einzigartig, weckt Neugierde, gibt einen Vorgeschmack auf die Inhalte und soll die Besucher und deren Forschergeist aktivieren. Entwickelt wurde die Marke Explorikus von einem Team aus vier Studierenden im Kooperationsprojekt „U Name It“ des dualen Masterstudiengangs Future Skills und Innovation (FSI) bei StudiumPlus: Vanessa Schäfer (Lahn-Dill-Kreis), Kerstin Lenz (Lilly Deutschland GmbH), Nils Wunderlich (Kühne + Nagel), James Lee Carmienke (AOK Hessen) und Tom Grote (Leica Camera AG).
Zusammen mit den 20 Erstsemestern wird an Campus Bad Wildungen Geburtstag gefeiert.
Geburtstagsfeier am Campus Bad Wildungen
20 Erstsemester feiern mit, als am Campus Bad Wildungen am 22. Oktober der 15. Geburtstag gefeiert wird. Vertreter der Hochschule, der heimischen Unternehmen, der Politik, der IHK und der Wirtschaftsförderung werden von Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei begrüßt. Der Campus Bad Wildungen startete zum Wintersemester 2010/11 mit 15 Studierenden in der Wandelhalle. Es folgte ein Umzug ins Kurhaus und 2014 in das aktuelle Gebäude in der Eichlerstraße. Zu diesem Zeitpunkt studieren 80 junge Menschen dort.
Eine galaktische wie humorige StudiumPlus-Weihnachtsvorlesung hält Prof. Dr. "Jan" Wörner in der Stadthalle Wetzlar.
Ex-ESA-Chef hält Weihnachtsvorlesung
Ein prominenter Redner hält am 11. Dezember 2025 die öffentliche StudiumPlus-Weihnachtsvorlesung in der Stadthalle Wetzlar: Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, ehemaliger Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA und heutiger Direktor des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) sowie Raumfahrt-Koordinator des Landes Hessen, unternimmt mit dem Publikum eine facettenreiche Reise durch die Geschichte und Zukunft der Raumfahrt – und hält zugleich ein Plädoyer für internationale Zusammenarbeit. Bauingenieur Wörner ist der ehemalige Professor des heutigen Leitenden ZDH-Direktors Prof. Dr. Jens Minnert.
Neue Wege gehen, ohne unsere Wurzeln zu verlieren
Prof. Dr. Jens Minnert
Leitender Direktor des ZDH
Interview mit Prof. Dr. Jens Minnert
Interview mit Prof. Dr. Jens Minnert
Herr Prof. Minnert, 2001 ist StudiumPlus gestartet, wo steht das duale Studienangebot heute?
Gestartet als kleine Initiative ist StudiumPlus heute ein einzigartiges duales Erfolgsmodell in der deutschen Hochschullandschaft und größter dualer Anbieter in Hessen. Möglich wurde das durch einmalige Rahmenbedingungen, allen voran durch unseren Trägerverein CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e. V., in dem sich die Wirtschaft seit 25 Jahren finanziell, organisatorisch und inhaltlich am Studium beteiligt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das gibt es sonst nirgendwo im Hochschulkontext. StudiumPlus hat sich seit 2001 immer verändert und verbessert, davon profitieren Hochschule, Wirtschaft und Studierende.
Sie sind seit 2022 der Leitende Direktor, gehören dem ZDH seit 2014 an. Was hat sich in dieser Zeit verändert?
Vor allem die klassischen Studiengänge wie Maschinenbau oder Elektrotechnik verändern sich stark unter dem Eindruck neuer Technologien. Darauf müssen wir inhaltlich reagieren, damit unsere Absolventinnen und Absolventen wirklich die Technologien beherrschen, die in Zukunft gebraucht werden. Als StudiumPlus mit unseren vergleichsweise schlanken Strukturen und unserer Praxisnähe haben wir den Vorteil, schnell reagieren zu können. Es kann in Einzelfällen passieren, dass wir komplett neue Studiengänge entwickeln und altbewährte Studiengänge mangels Nachfrage aufgeben müssen. Die Entwicklung hat sich hier in den vergangenen zwölf Jahren enorm beschleunigt.
Was haben Sie bei StudiumPlus vorgefunden, als Sie 2022 die ZDH-Spitze übernommen haben?
Ich habe ein exzellent aufgestelltes erfolgreiches duales Studienangebot vorgefunden, das sich durch meinen Vorgänger Harald Danne etabliert hat. Gleichzeitig war klar, dass infolge des großen Wachstums der Vorjahre Veränderungen notwendig wurden – u.a. bei der Finanzierung, den Inhalten oder der Ausrichtung neuer Studiengänge. Für die Größe von inzwischen mehr als 1.900 Studierenden waren die Lehrformate und -inhalte, die vor zehn Jahren erfolgreich waren, nicht skalierbar. Mir war wichtig, neue Wege zu gehen mit neuen Studiengängen und neuen Modulen, um die Themen der Zukunft abzubilden. Diese Veränderungen muss man mit Fingerspitzengefühl angehen, ohne unser Leitbild „Persönlich. Praxisnah. Professionell.“ aus dem Blick zu verlieren. Ich bin in der schwierigen Corona-Zeit in das Amt gekommen mit Distanz-Unterricht. Das hat uns nicht gutgetan, aber auch hier haben wir daraus gelernt, z.B. beim Einsatz von digitalen Formaten. Wir haben also ganz bewusst Neues eingeführt, ohne dabei das Fundament zu verlassen.
Zur Person
Prof. Dr. Jens Minnert ist seit 2002 Professor für Stahlbeton- und Spannbetonbau an der THM. Von 2016 bis 2022 war er Dekan am Fachbereich Bauwesen. Minnert, der seit 2014 dem ZDH-Direktorium angehört, hat seit 1. April 2022 die Position des Leitenden ZDH-Direktors inne.