StudiumPlus-Campus Bad Vilbel wächst weiter
Landtagsabgeordnete bescheinigen der größten Außenstelle eine Schlüsselrolle bei der Fachkräftesicherung
Der Campus Bad Vilbel des dualen Studienprogramms StudiumPlus der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD) entwickelt sich dynamisch weiter und gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Fachkräftesicherung in der Region. Davon überzeugten sich die Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl und Matthias Körner bei einem Besuch des Standorts gemeinsam mit dem Campusleiter Prof. Dr. Tjon und dem CCD-Hauptgeschäftsführer und -Vorstand Christian Schreier.
Mit derzeit rund 230 Studierenden auf etwa 1.000 Quadratmetern Fläche ist der Campus Bad Vilbel die größte Außenstelle im Verbund StudiumPlus. Ursprünglich für weniger Studierende konzipiert, können dank flexibler Zeitmodelle und effizienter Raumnutzung inzwischen mehr junge Menschen aufgenommen werden – ein deutliches Zeichen für die hohe Nachfrage nach dualen Studienangeboten.
Ein Campus auf Wachstumskurs
„Das duale Studium verbindet akademische Bildung und betriebliche Praxis auf vorbildliche Weise. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein echter Standortfaktor“, betonte Lisa Gnadl. Positiv entwickelte sich auch die Gewinnung weiterer Praxispartner aus Bad Vilbel selbst. Zu den neuen Kooperationspartnern zählt unter anderem STADA, das Studierende in den Bereichen Informatik und Betriebswirtschaft ausbildet.
Ein zentrales Erfolgsmerkmal von StudiumPlus ist die enge Verzahnung mit der Wirtschaft. Viele Studierende verfügen bereits vor Studienbeginn über eine abgeschlossene Berufsausbildung – der Anteil liegt bei rund 40 bis 50 Prozent. „Das duale Studium eröffnet langfristige Perspektiven für Unternehmen und sorgt dafür, dass Fachkräfte dauerhaft in der Region bleiben“, so Matthias Körner. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem Kulturwandel, der die berufliche Ausbildung in den vergangenen Jahren deutlich aufgewertet habe.
Starke Partnerschaften als Erfolgsrezept
Auch strukturell ist der Campus gut aufgestellt: moderne, wohnliche Aufenthaltsbereiche, ein Catering-Angebot sowie eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schaffen attraktive Studienbedingungen. Gegenüber dem früheren Standort hätten sich die Rahmenbedingungen deutlich verbessert. Auch die Nähe zur Lehrkräfteakademie ist ein Plus und sorgt für eine gute Anbindung an die regionale Bildungslandschaft.
Das Studienangebot von StudiumPlus ist bewusst breit und bedarfsorientiert angelegt. Neben ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen werden unter anderem Angebote in Softwaretechnologie, technischer Gebäudeausrüstung sowie in Kooperation mit der Europäischen Studienakademie Kälte-Klima-Lüftung (ESaK) erfolgreich umgesetzt. Neue Bachelor-Studiengänge im Bereich Steuern oder ein geplanter Schwerpunkt „öffentliches Bauen“ im Bachelor Bauingenieurwesen reagieren gezielt auf aktuelle Engpässe, etwa den zunehmenden Personalmangel in kommunalen Bauämtern.
Bedarfsorientiertes Angebot in modernem Umfeld
„Das duale Studium ist keine Nischenlösung, sondern ein tragender Pfeiler unserer Hochschullandschaft“, sagte Prof. Dr. Tjon. Durch das besondere Modell von StudiumPlus, bei dem Hochschule und Wirtschaft gemeinsam Verantwortung tragen, könne man auch auf Veränderungen flexibel reagieren. Abschließend waren sich alle Beteiligten einig: Der Campus Bad Vilbel verfügt über großes Entwicklungspotenzial. Lisa Gnadl und Matthias Körner kündigten an, den Austausch fortzuführen.