Lehrkräfte treffen sich zum Round Table bei StudiumPlus

Vertreter von Hochschule und Unternehmen trafen sich mit Schulleitern und Lehrern zum Round Table in Wetzlar.

Kooperationsschulen sind wichtige Partner

Zu einem Round Table getroffen haben sich Vertreter der 50 Kooperationsschulen von StudiumPlus in der Stadthalle in Wetzlar. Neben Informationen über aktuelle Entwicklungen gab es auch einen Überblick über Informationsangebote für junge Menschen und einen Vortrag über ein innovatives Lehr- und Lernkonzept, das Studierenden beim Verständnis von Mathematik hilft.
Die Schulleiter und Lehrer kamen von Schulen unter anderem aus Wetzlar, Gießen, Weilburg, Limburg, Fritzlar, Frankenberg und Kirchhain. „Das bildet die große Region ab, in der StudiumPlus mit seinen Außenstellen präsent ist“, erklärte Prof. Dr. Gerd Manthei, der das Treffen moderierte. Begrüßt wurden die Gäste von Prof. Dr. Jens Minnert, dem Leitenden Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duale Hochschulstudien, und Uwe Hainbach, dem Vorstandsvorsitzenden des Wirtschaftsvereins CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e. V. mit seinen über 1.000 Mitgliedsunternehmen.
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage zeigen sich die Partnerunternehmen weiterhin engagiert, die Studierendenzahlen bleiben stabil. Zum Wintersemester haben 476 neue Bachelor-Studierende ihr Studium aufgenommen, insgesamt sind aktuell mehr als 1.900 Studierende eingeschrieben. Über 6.300 Absolventinnen und Absolventen unterstützen bereits die heimischen Unternehmen.

80 Prozent der Erstsemester aus Hessen

„Die Wirtschaft steht vor Herausforderungen, dennoch bleiben die Unternehmen StudiumPlus treu“, betonte Hainbach. Wichtig sei es, frühzeitig den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern zu suchen – nicht allein zur Nachwuchsgewinnung, sondern vor allem zur beruflichen Orientierung. Ziel sei es, Fehlentscheidungen bei der Berufswahl zu vermeiden. Dafür sei eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen unerlässlich, waren sich Minnert und Hainbach einig.

Wie gut diese schon gut funktioniert, ist daran abzulesen, dass es vorrangig die Kooperationsschulen sind, aus denen die Studienanfänger kommen. Unter der Marke „Connect“ sind die Kanäle für die Schüleransprache zusammengefasst, darunter Social Media, Schulpräsentationen oder eine Homepage, die auf die Bedürfnisse und Herangehensweise junger Menschen zugeschnitten ist. Das zieht in der Region: 80 Prozent der Erstsemester waren in diesem Jahr aus Hessen, davon über 50 Prozent aus Mittelhessen.

„Mathefrust war gestern“

Doch nicht nur bei der Wahl von Studienfach oder Ausbildung zeigt StudiumPlus großes Engagement: Seit kurzem steht den Erstsemestern auch ein innovatives Lehr- und Lernkonzept zur Verfügung. In ihrem Vortrag „Mathefrust war gestern – jetzt rechnet die KI mit“ stellte Dr. Nina Golowko ein maßgeschneidertes Baukastenkonzept vor, das Betriebswirtschaftsstudierenden im ersten Semester den Einstieg in die Mathematik erleichtert. „Ein sehr heterogenes Leistungsniveau sowie ein fehlendes Verständnis für die Relevanz der Mathematik im eigenen Fach sind zentrale Herausforderungen“, erläuterte Golowko. Hinzu komme häufig eine unrealistische Selbsteinschätzung der eigenen mathematischen Fähigkeiten.

Das Konzept kombiniert klassische Vorlesungen und Übungen mit einer auf die Inhalte abgestimmten Fallstudie und wird durch eine adaptive, KI-gestützte Lernsoftware ergänzt. Diese führt die Studierenden über individuell angepasste Lernpfade gezielt zu einem sicheren Kompetenzaufbau. Die vorgestellten Praxisbeispiele sowie die deutlich gesunkene Durchfallquote stießen bei den anwesenden Lehrkräften auf großes Interesse – nicht zuletzt, weil sie in ihrem Berufsalltag mit vergleichbaren Herausforderungen konfrontiert sind.