Rege Diskussionen beim Unternehmerfrühstück am Campus Biedenkopf

Zum Unternehmerfrühstück kamen Vertreter heimischer Betriebe und Schulen an den Campus Biedenkopf

Mitarbeiter motivieren und gewinnen

Über 30 Vertreter von Unternehmen und Schulen haben sich am Campus Biedenkopf beim Unternehmerfrühstück ausgetauscht. StudiumPlus lädt regelmäßig zu diesem Format ein, bei dem sich Geschäftsführer und Personalleitungen regionaler Unternehmen sowie Vertreter von Schulen und der Kommunalpolitik in lockerer Atmosphäre austauschen können.

Begrüßt wurden sie von Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei und dem Vorstandsvorsitzenden des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V., Uwe Hainbach. „Ich sehe hier heute viele neue Gesichter“, freute sich Manthei, der ebenso wie Hainbach betonte, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen für StudiumPlus große Bedeutung habe. „Hier in der Region befinden sich die mittelständischen Unternehmen stets im Austausch“, sagte Hainbach, „und das Unternehmerfrühstück steht genau dafür.“

„Wer die Herzen gewinnt, hat auch die Köpfe gewonnen“

Zwei mitreißende Impulsvorträge gaben reichlich Input für diesen Austausch. Pia Meier, Mitglied der Geschäftsleitung und Personalleiterin der Seidel GmbH & Co. KG in Marburg warnte vor einer „Kommunikationsdiät“ im Unternehmen: Nur wer im Gespräch mit seinen Mitarbeitern sei und deren Situation gut kenne, könne auf ihre Bedürfnisse so eingehen, dass diese leistungsbereit und motiviert blieben. So habe Seidel mittlerweile einen sehr niedrigen Krankenstand. „Das erreicht man nur, wenn man fragt, warum Menschen krank sind und wie man sie unterstützen kann, denn wir tragen soziale Verantwortung“, betonte Meier. „Wer die Herzen gewinnt, hat auch die Köpfe gewonnen“, erklärte sie in ihrem sehr empathischen Vortrag. Das sei nicht leicht und man müsse jeden Tag daran arbeiten. Daher sei es wichtig, die Vorgeschichte der Mitarbeiter zu kennen und ihr Vertrauen zu gewinnen – das untermauerte die Personalleiterin mit sehr anschaulichen Beispielen.

Pia Meier referierte zum Thema „Ein Leader darf nicht auf Kommunikationsdiät sein“.

iDEALFALL: bEWERBUNG UM aUSBILDUNGSPLATZ

Oliver Klimke stellte eine gelungene Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft aus seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Neuhaus GmbH in Olpe vor. Der Mercedes Benz-Händler hatte sich mit sieben weiteren Unternehmen und einer weiterführenden Schule zusammengetan, um junge Menschen für eine Ausbildung in den Betrieben zu begeistern. Nachdem sich die Unternehmen zunächst in der Schule vorgestellt hatten, konnten sich die Schüler für einen Kennenlerntag in einem Betrieb entscheiden, wo sie dann intensiv betreut und informiert wurden – und zwar von den Auszubildenden. „Unsere Azubis sind unsere Markenbotschafter“, hob Klimke hervor. Die Schüler erarbeiteten außerdem eine Präsentation über ihren Besuch und stellten diese allen anderen Schülern und den Eltern vor. Das Ergebnis dieser Aktion seien interessierte Schüler, die ihr Schulpraktikum im Unternehmen absolvieren und am Ende stehe dann im Idealfall die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, so Klimke.

„Das ist ganz wichtig: Man muss eine solche Aktion im Unternehmen zur Chefsache machen und man muss die Eltern mitnehmen“, bestätigte Manthei, bevor sich die Gäste anschließend in intensiven Gesprächen über das Gehörte austauschten.

Oliver Klimke stellte eine gelungene Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft vor.