900 Schüler beim „Markt der Möglichkeiten“ in Kirchhain
900 Schüler beim „Markt der Möglichkeiten“ in Kirchhain
Zum dritten Mal sind beim „Markt der Möglichkeiten“ in Kirchhain Schüler und Unternehmen aufeinandergetroffen, sodass die Schüler ersten Kontakt aufnehmen und die Unternehmen und ihre Studien- und Ausbildungsangebote vorstellen können. Doch die beiden Projekttage, die das StudiumPlus-Forum Kirchhain-Stadthallendorf gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern aus Schulen und Politik veranstaltet hat, hielten diesmal ein besonderes Konzept bereit. Ein Teil der insgesamt 36 vertretenen Unternehmen bauten ihre Stände an den Spielstationen der „Battle Area“ in der Kirchhainer Markthalle auf. So konnten sie den etwa 900 Schülerinnen und Schülern ganz locker beim gemeinsamen Spielen von Dart, Teppich-Curling, Riesen-Billard oder Cornhole begegnen.
Die Idee zu dem neuen Konzept kam den Organisatoren, weil die „Battle Area“ mit ihren bewusst nicht digitalen Spielen im März in der Markthalle eröffnet hatte. Die Unternehmen hatten im Vorfeld die Möglichkeit, die Räumlichkeiten kennenzulernen und sich dann für einen Stand an einer Spielstation oder in einem herkömmlichen benachbarten Ausstellungsraum zu entscheiden.
Schüler der Klassen sieben bis elf der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain, der Beruflichen Schulen Kirchhain und der Stiftsschule Amöneburg konnten an zwei Tagen jeweils anderthalb Stunden lang gruppenweise die Stände aufsuchen und sich Einblick in die vielen Studien-, Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten in der Region verschaffen – und dass sozusagen spielend. Auch StudiumPlus präsentierte mit Schulbotschafterin Liska Steinrück seine dualen Studiengänge.
„Das Konzept lautet: Menschen treffen Menschen“, erläutert Stefanie Kruppa, StudiumPlus-Mitarbeiterin und verantwortlich für das Forum Kirchhain-Stadtallendorf. „Die Schüler verbinden durch das gemeinsame Spiel positive Erlebnisse mit den Unternehmen.“ Das sieht auch Theresa Mildner vom Staatlichen Schulamt so: „Es ist eine großartige Chance für Jugendliche, auf spielerische Weise Zugang zu den heimischen Betrieben zu finden.“ Steffi Hewecker, Ausbilderin bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, konnte das bestätigen: „Die jungen Leute sind neugierig und trauen sich im Kontakt mit uns auch mehr“, sagte sie.
Und Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Marburg-Biedenkopf und Mitglied im StudumPlus-Beirat zum Forum, ergänzte: „Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen bei uns ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die jungen Leute wissen, wie abwechslungsreich und fundiert unsere Ausbildung ist – verbunden mit einem sicheren Arbeitsplatz mit vielen Aufstiegschancen.“
„Die Begegnung an den Spielstationen ist ein Eisbrecher“, berichtete Nils Henkel, Ausbildungsleiter bei der Firma Hoppe. Auch Michelle Kurz, Personalreferentin bei Elkamet, freute sich über das neue Konzept: „Wir sind ohnehin immer auf der Suche nach neuen Wegen, jungen Menschen bei der Orientierung zu helfen.“ Der Markt der Möglichkeit sei für ihr Unternehmen eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen: Unseren neuen dualen Studenten haben wir vor zwei Jahren hier kennengelernt.“
Larissa Seibert, Erzieherin bei der Stadt Kirchhain, hatte zusammen mit Azubi Ashiva Achour Spaß am Tischspiel Jakkolo. „Auf uns sind schon einige gut vorbereitete junge Frauen zugekommen und haben sich mit uns über eine Ausbildung zur Erzieherin unterhalten“, freuten sie sich. Interessante Begegnungen gab es auch beim Fußball-Billard mit der Agentur für Arbeit und dem Bildungswerk der hessischen Wirtschaft.
Und auch den Schülern und Schülerinnen gefiel das Konzept: „Ich finde es sehr spannend zu sehen, welche Unternehmen es in der Region gibt“, sagte Johanna aus der neunten Klasse der Stiftsschule. „So etwas wie der Markt der Möglichkeiten ist sehr hilfreich, wenn man noch keinen richtigen Plan hat“, ergänzte Paulina. „Die Leute von den Unternehmen erklären gut, was für Möglichkeiten man bei ihnen hat“, strich Elisabeth heraus, „und die Spiele sind natürlich auch cool“, betonte ihre Mitschülerin Esther.
Am 10. Juni folgt ein weiterer „Markt der Möglichkeiten“ in Stadtallendorf, an dem weitere Schulen teilnehmen werden.
Das Forum Kirchhain-Stadtallendorf von StudiumPlus kooperiert mit sechs Kommunen im Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Kirchhain, Stadtallendorf, Neustadt, Rauschenberg, Amöneburg und Wohratal. Hinter dem Forum stehen außerdem der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die IHK Kassel-Marburg. Im Beirat des Forums sitzen unter anderem Vertreter von Unternehmen, Schulen, Kommunen, IHK, Agentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaft, Staatlichem Schulamt, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Marburg-Biedenkopf und Arbeitgeberverband Nordhessen. Verantwortlich für das Forum sind seitens der Hochschule Prof. Dr. Gerd Manthei und seitens der Partnerunternehmen Michael Parsch, Vorstandsmitglied des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.v. (CCD).