44 Studierende beim Technik-Modul von StudiumPlus am Campus Biedenkopf
Rasant von der Theorie in die Praxis
„Warum fliegt das Auto aus der Kurve?“ – dieser Frage gingen 44 Studierende beim Technik-Modul von StudiumPlus am Campus Biedenkopf nach. Sie starten in ihr zweites Semester in den dualen Bachelor-Studiengängen Ingenieurwesen Maschinenbau, Ingenieurwesen Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Manch einer von ihnen wird sich schon gefragt haben, wozu man ungeliebte Inhalte aus den Fächern Mathematik, Informatik oder Technische Mechanik eigentlich braucht. Das zweitägige Technik-Modul, das traditionell einmal jährlich am StudiumPlus-Campus Biedenkopf angeboten wird, gab ihnen die Antwort darauf, und zwar wie stets bei StudiumPlus äußerst praxisbezogen.
Der Bezug zur späteren Anwendung des theoretischen Wissens erschließt sich nicht immer sofort. Zwar haben die Studierenden von StudiumPlus grundsätzlich die Möglichkeit, ihr frisch gelerntes theoretisches Wissen in den Praxisphasen in den Partnerunternehmen direkt anzuwenden, das Technik-Modul ist aber noch ein Extra-Bonbon. Mit viel Spaß ermöglicht es Ihnen, den Durchblick zu bekommen, wofür die ungeliebten Fächer unabdingbar sind.
Die jungen Männer und Frauen, die bei StudiumPlus in Biedenkopf, Frankenberg und Bad Hersfeld studieren, durften nämlich aus Technik-Logo und programmierbaren Sensoren Rennautos bauen, die nicht nur möglichst schnell fahren sollten, sondern auch nicht aus der Kurve fliegen. Biedenkopfs Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei, Prof. Dr. Thorsten Beck, Prof. Dr. Werner Bonath und Prof. Dr. Bastian Leutenecker-Twelsiek vermittelten den Studierenden unter anderem physikalische Zusammenhänge, Wissen über Fliehkraft, Zentrifugalkraft und 3D-Druck.
Auch wenn mit viel Spaß gebastelt wurde, kam dabei die Theorie nicht zu kurz. Besonders interessiert zeigte sich ein 13-jähriger Schüler der Lahntalschule Biedenkopf, die Kooperationsschule von StudiumPlus ist. Der technikbegeisterte Jugendliche nutzte die Gelegenheit, in diese Themenwelt einzutauchen. Aaron Blum, der bei StudiumPlus in Biedenkopf im sechsten Semester den Bachelor-Studiengang Ingenieurwesen Maschinenbau studiert, leitete seine Kommilitonen beim Einsatz des 3D-Druckers an.
„Spielerisches Lernen bringt gute Ergebnisse“, sagte Biedenkopfs Bürgermeister Jochen Achenbach, der die jungen Männer und Frauen am Campus begrüßte. Er wünschte ihnen viel Spaß bei der Rennauto-Konstruktion und warb bei der Gelegenheit auch noch für das Biedenkopfer Grenzgangsfest im August. CCD-Hauptgeschäftsführer Christian Schreier betonte: „Viele unserer Partnerunternehmen sind im Automobilbereich unterwegs, es ist toll, dass unsere Studierenden mit dem Technik-Modul die Möglichkeit haben, reale Probleme spielerisch zu lösen.“
Am Ende des ersten Tages gingen die Rennautos das erste Mal an den Start. Sie mussten sich aber zunächst nur auf einer geraden Strecke beweisen. Am zweiten Tag musste es gelingen, dass die Autos auch auf kurviger Strecke die Spur hielten und nicht aus der Kurve flogen. Diese Aufgabe bewältigten die Teilnehmenden unterschiedlich gut, und die besten Teams konnten sich als Sieger feiern lassen. Alle Studierenden haben dabei praxisnah erlebt, warum theoretische Grundlagen für die Ingenieurarbeit unverzichtbar sind.