Auslandssemester an der Obuda University Budapest (WS2025/26)
In meinem Auslandssemester in Budapest hatte ich die Möglichkeit, viele neue Eindrücke zu sammeln und zahlreiche Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern kennenzulernen. Bereits in den ersten Wochen entstanden aus lockeren Gesprächen feste Freundesgruppen, die das Semester entscheidend geprägt haben.
Zu Beginn waren die typischen Einstiegsfragen allgegenwärtig: „Where are you from?“, „What do you study?“ und „Which university?“. Da überproportional viele der Studierenden in Budapest von deutschen Hochschulen kamen, bestand auch unsere Freundesgruppe überwiegend aus Deutschen. Gleichzeitig hatten wir jedoch das Glück, Studierende aus den Niederlanden, Neuseeland, Irland und den USA zu unseren engsten Freunden zählen zu dürfen. Dadurch stellte sich unsere Hauptkommunikationssprache recht schnell von Deutsch auf Englisch um. Dies erleichterte nicht nur den Austausch, sondern verbesserte auch die eigenen Sprachkenntnisse deutlich.
Neben dem Alltag in Budapest unternahmen wir mehrere Reisen, unter anderem nach Kroatien, nach Zypern und an den Plattensee. Dadurch konnten wir viele spannende Erfahrungen außerhalb der ungarischen Hauptstadt sammeln. Diese Ausflüge waren von gemeinsamen Erlebnissen, neuen kulturellen Eindrücken und einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt. Sie haben das Auslandssemester noch vielfältiger gemacht. Ich war im Rahmen meines Auslandssemesters an der Óbuda Universität eingeschrieben und habe dort Kurse an zwei verschiedenen Campusstandorten belegt. Die Veranstaltungen empfand ich insgesamt als informativ und spannend. Das Niveau war im Durchschnitt etwas niedriger als in Deutschland, wobei dies je nach Kurs variieren kann. Gerade diese Kombination aus guter inhaltlicher Qualität und etwas geringerem Leistungsdruck hat mir ermöglicht, Studium und Freizeit in einem ausgewogenen Verhältnis zu verbinden. Als einzigen negativen Punkt der Universität könnte man die Organisation der Obuda nennen. Von der Kurswahl, über die Unterzeichnung von organisatorischen Zertifikaten bis hin zu den Klausuren lief nicht immer alles nach Plan. Letztendlich hat allerdings alles funktioniert. Meiner repräsentativen Aufgabe als Botschafter der THM bin ich nachgekommen, indem ich mich mit vielen Studierenden über die THM und das Konzept von Studium Plus ausgetauscht habe. Zusätzlich habe ich Flyer verteilt und Fragen zum dualen Studium beantwortet. Dieses Konzept stieß auf großes Interesse, insbesondere internationale
Studierende waren sehr begeistert von der Idee, akademische Ausbildung und betriebliche Praxis so eng zu verknüpfen.
Außerhalb der Universität war die Zeit von viel Lachen, gemeinsamen Feiern und zahlreichen Gesprächen auf Englisch geprägt. Vieles organisiert und geprägt durch „Erasmus Life Budapest“. Es ging längst nicht mehr nur um Studieninhalte, sondern auch um persönliche Hintergründe, Zukunftspläne und kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Rückblickend war das Auslandssemester in Budapest für mich nicht nur eine akademische, sondern vor allem eine menschlich bereichernde Erfahrung. Ich habe Freundschaften geknüpft, die weit über das Semester hinaus bestehen bleiben. Abschließend möchte ich sagen, dass es die beste Zeit meines Lebens war und ich jedem
dringend nahe lege ein Auslandssemester zu machen.