PraktikumPlus macht Lust auf das duale Studium und die Berufsausbildung

Prof. Dr. Gerd Manthei (4.v.l.), Dennis Baum (l.) und André Hecker (2.v.l.) von Weber Food Technology GmbH, Hartmut Heck von Roth Industries GmbH & Co. KG, Heike Ringler, Studien- und Berufskoordinatorin am Gymnasium Schloss Wittgenstein sowie Tobias Roth-Wabnegg von der Schulleitung der Lahntalschule freuten sich mit den Praktikanten über deren tolle Ergebnisse.
Prof. Dr. Gerd Manthei (4.v.l.), Dennis Baum (l.) und André Hecker (2.v.l.) von Weber Food Technology GmbH, Hartmut Heck von Roth Industries GmbH & Co. KG, Heike Ringler, Studien- und Berufskoordinatorin am Gymnasium Schloss Wittgenstein sowie Tobias Roth-Wabnegg von der Schulleitung der Lahntalschule freuten sich mit den Praktikanten über deren tolle Ergebnisse.

Schüler konstruieren fahrende Roboter und Wetterstationen

„Man schaut nicht nur über die Schulter und besorgt Kaffee, sondern man kann selbst richtig was machen“ – das fand nicht nur Felix Geis super, sondern auch die anderen sechs Schüler, die am Pilotprojekt PraktikumPlus teilgenommen haben, einer Kooperation von StudiumPlus am Campus Biedenkopf, drei Unternehmen und den Gymnasien in der Region. Zwei PraktikumPlus-Wochen verbrachten sie bei der Roth Industries GmbH & Co. KG in Buchenau und bei der Weber Food Technology GmbH in Breidenbach und konstruierten dort Roboter und Wetterstationen. An einem Tag ihres Praktikums besuchten die Zwölftklässler vom Gymnasium Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe und der Lahntalschule in Biedenkopf den Campus Biedenkopf und hörten eine Vorlesung zum Thema Werkstofftechnik.

„Ziel von PraktikumPlus ist es, jungen Menschen Orientierung zu geben bei der Entscheidung, wie es nach der Schule für sie weitergehen könnte – egal ob Ausbildung oder Studium“, sagte Campusleiter Prof. Dr. Gerd Manthei, der den Schülern ihre Zertifikate übergab. „Für die Unternehmen ist es eine gute Möglichkeit, interessierten jungen Leuten den Betrieb vorzustellen und mögliche Nachwuchskräfte zu gewinnen“, so Dennis Baum, der zusammen mit André Hecker, Christian Stickl und Isabell Henseling die Schüler bei Weber Food Technology GmbH betreut hat. Hartmut Heck, Ausbildungsleiter bei Roth Industries GmbH & Co. KG, hofft ebenfalls, dass die Teilnehmer Lust bekommen haben, Ausbildung oder Studium im Unternehmen zu beginnen.

Das könnte geklappt haben – der überwiegende Teil der Praktikanten kann sich nach dem Praktikum sehr gut vorstellen, ein duales Studium aufzunehmen und sich bei den Unternehmen zu bewerben. „Ich interessiere mich ohnehin für Maschinenbau, aber es war sehr gut, im Praktikum auch Inhalte aus der Elektrotechnik und der Softwaretechnologie kennenzulernen“, sagte Luis Muth. Jason Siegel betonte, dass die Vielseitigkeit der gestellten Aufgaben einen breiten Einblick in verschiedene Tätigkeitsfelder ermöglicht hat. Begeistert waren die Praktikanten auch von der sehr intensiven Betreuung in den Unternehmen: „Ich fand es toll, dass wir wie Azubis behandelt und ernst genommen wurden“, hob Noah Debus hervor. Weber-Personalreferentin Eileen Biedenkopf berichtete, der hohe Betreuungsaufwand im Rahmen der Praktika zahle sich aus, zuletzt hätten so zwei Schüler für ein Studium beim StudiumPlus gewonnen werden können.

Nach zwei Wochen PraktikumPlus in den Unternehmen präsentierten die Schüler ihre fahrtüchtigen Roboter vor Vertretern von Unternehmen und StudiumPlus, Lehrern und Eltern.
Nach zwei Wochen PraktikumPlus in den Unternehmen präsentierten die Schüler ihre fahrtüchtigen Roboter vor Vertretern von Unternehmen und StudiumPlus, Lehrern und Eltern.

Zum Abschluss ihres Praktikums haben die sieben Schüler ihre Ergebnisse vor Vertretern der Unternehmen und StudiumPlus sowie Eltern präsentiert. Die waren ebenso wie Tobias Roth-Wabnegg und Daniela Heinrich-Stiller von der Lahntalschule sowie Heike Ringler vom Gymnasium Schloss Wittgenstein beeindruckt von dem, was ihre Schüler in den zwei Wochen auf die Beine gestellt haben. Die Gruppe, die bei Weber Food Technology GmbH ihr Praktikum absolviert hat, hat Roboter konstruiert, programmiert und mit Sensorik ausgestattet, so dass sie nicht nur fahren, sondern auch Hindernissen ausweichen können. Die Gruppe von Roth Industries GmbH & Co. KG hat Wetterstationen entwickelt, deren Gehäuse sie selbst entworfen und in einem selbstgebauten 3D-Drucker ausgedruckt haben. „Es war sehr gut, das Schulwissen endlich auch mal anwenden zu können“, betonte Aaron Blöcher bei der Präsentation. „Wenn man Praxis mit Theorie vereint, dann fällt das Lernen viel leichter“, hat Felix Geis im Praktikum erfahren.

PraktikumPlus wird am Campus Biedenkopf erprobt und soll anschließend an allen StudiumPlus-Standorten angeboten werden.

Nach zwei Wochen PraktikumPlus in den Unternehmen präsentierten die Schüler ihre fahrtüchtigen Roboter vor Vertretern von Unternehmen und StudiumPlus, Lehrern und Eltern.
Nach zwei Wochen PraktikumPlus in den Unternehmen präsentierten die Schüler ihre fahrtüchtigen Roboter vor Vertretern von Unternehmen und StudiumPlus, Lehrern und Eltern.