90 Unternehmen präsentieren sich bei StudiumPlus

Etwa 300 Schüler aus ganz Hessen waren an den StudiumPlus-Campus auf der Wetzlarer Spilburg gekommen, um sich im Rahmen der Hochschulinformationstage über das duale Studium zu informieren. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich etwa 90 Partnerunternehmen und standen für persönliche Gespräche mit den jungen Leuten bereit.
Etwa 300 Schüler aus ganz Hessen waren an den StudiumPlus-Campus auf der Wetzlarer Spilburg gekommen, um sich im Rahmen der Hochschulinformationstage über das duale Studium zu informieren. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich etwa 90 Partnerunternehmen und standen für persönliche Gespräche mit den jungen Leuten bereit.

Schüler entdecken ihre Möglichkeiten

Wie ist das duale Studium aufgebaut, bei welchen Unternehmen kann man sich für bestimmte Studiengänge bewerben und wie funktioniert das überhaupt? Beim „Markt der Möglichkeiten“ von StudiumPlus konnten sich etwa 300 Schüler und Schülerinnen an den Info-Ständen von etwa 90 Unternehmen diese und viele andere Fragen beantworten lassen. Davon machten die jungen Leute reichlich Gebrauch. Der „Markt der Möglichkeiten“ fand im Rahmen der hessenweit ausgerichteten Hochschulinformationstage (HIT) statt.

Er ist ein Format, mit dem Schüler das duale Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen und die Partnerunternehmen aus dem CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e. V., in denen die Praxisphasen stattfinden, kennenlernen können. Sowohl die Firmen als auch die Schüler kamen nicht nur aus der Region, sondern auch von weiter her, um sich zu präsentieren und zu informieren. Mitarbeiter von StudiumPlus stellten das Konzept und den Verlauf des dualen Studiums vor, die Studiengangsleiter die einzelnen Studiengänge. Die Unternehmen präsentierten sich und informierten über den praktischen Teil des Studiums.

bREITE pALETTE AN sTUDIENANGEBOTEN

Ob sie sich über Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen Maschinenbau, Ingenieurwesen Elektrotechnik, Softwaretechnologie oder Wirtschaftsingenieurwesen informieren wollten, die Schüler konnten die jeweiligen Unternehmen schnell finden, da diese nach Studiengängen gruppiert waren, vom großen Global Player bis zum kleinen Familienunternehmen. Das eignete sich für einen Rundgang, bei dem man sich einen Überblick über die Studienangebote verschaffen konnte, ebenso wie für das gezielte Aufsuchen von bestimmten Unternehmen.

„Ich interessiere mich besonders für Maschinenbau, aber ich werde mir auf jeden Fall auch noch die anderen Studiengänge anschauen“, sagte beispielsweise Fabian Pahlich von der Wetzlarer Theodor-Heuss-Schule. Auch Lia Park von der Gesamtschule Gießen Ost wollte sich ganz konkret über Maschinenbau informieren: „Ich finde es super, dass ich hier sehe, was für ein großes Feld das ist und wie viele Unternehmen da in Frage kommen“, sagte sie.

Marie Born und Jillian Bursy, beide von der Marburger Elisabethschule, wussten ebenfalls recht genau, in welche Richtung es gehen soll – aber ob es Maschinenbau oder Bauingenieurwesen sein soll, stand für sie noch nicht fest. „Wir konnten viel darüber erfahren, wie der Berufsalltag in den Unternehmen aussieht, wie vielfältig die Aufgaben sind“, erzählten sie.

Schüler jetzt dualer Student

Masa Alnomani war sich sicher: Im Bereich IT-Security absolviert sie schon jetzt ein Praktikum. Zusammen mit Basra Noori von der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim sah sie sich dennoch intensiv um, um sich einen Überblick über die Arbeitsgebiete zu verschaffen – beide fühlen sich nach der Veranstaltung sehr gut informiert, ebenso wie Jonas Özdemir von der Gießener Liebigschule: „Ich konnte persönliche Kontakte knüpfen, das ist mir sehr wichtig, auch wenn ich noch keine feste Entscheidung getroffen habe, was ich machen möchte.“ Jörn Sündermann von der Albert-Schweizer-Schule in Alsfeld hingegen war sich schon recht sicher, dass Softwaretechnologie für ihn das richtige ist, so dass auch er fleißig Kontaktadressen sammelte.

Die direkte, unmittelbare Begegnung war auch den Unternehmensvertretern sehr wichtig. „Ein Schüler, mit dem wir letztes Jahr beim Markt der Möglichkeiten ein erstes Gespräch hatten, fängt in diesem Jahr bei uns als dualer Student an“, erzählte Alexander Eberlein, Ausbildungsbetreuer beim Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen. „Bei vielen unserer dualen Studierenden ist das erste Interesse im Rahmen des Hochschulinformationstages geweckt worden“, bestätigte auch Emily Öffler von Ille Papier-Service GmbH in Altenstadt. Ganz oft seien in den Gesprächen beispielsweise die Projekte Thema, die die Studierenden in den Praxisphasen umsetzen.“

An vielen Ständen war der Andrang groß.
An vielen Ständen war der Andrang groß.

Möglichkeiten für Praktika

Nicht nur Kontakte, sondern auch Praktika boten viele Unternehmen den Schülern ebenfalls an – vom kurzen Tagespraktikum bis zu längeren Aufenthalten im Unternehmen. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den dual Studierenden gemacht, die wir als sehr engagiert erleben, das wollen wir fortsetzen“, berichtete Sabine Hajimohammad von der ibo Akademie GmbH in Wettenberg. „Für uns ist es angesichts des Fachkräftemangels sehr wichtig, dass wir unsere Nachwuchskräfte selbst heranziehen, deshalb sind wir hier“, betonte Dominique Alt von der Thermokon Sensortechnik GmbH aus Mittenaar. Sowohl er als auch Ina Penner, die mit ihm am Unternehmensstand beriet, haben selbst bei StudiumPlus studiert und können deshalb besonders gut überzeugen.

„Viele wissen gar nicht, dass man bei der Stadt Wetzlar auch studieren kann“, erläuterte Michelle Becker, zuständig für Ausbildung und Studium, die Motivation, mit einem Infostand vor Ort zu sein. Der Markt der Möglichkeiten gibt den Unternehmen zudem die Gelegenheit zu vermitteln, was sich hinter bestimmten Berufsbezeichnungen verbirgt. „So können wir zum Beispiel aufzeigen, dass Controlling vielfältig und alles andere als trocken ist“, sagte Mathias Bergener, Leiter Controlling und Finanzbuchhaltung bei der STI Group in Lauterbach. Er freute sich darüber, wie zielorientiert viele der Gespräche waren, die er geführt hat, „viele Schüler kamen mit ganz klaren Vorstellungen und gut überlegten Fragen zu uns.“

Unternehmen und Schüler zusammenbringen

Nico Sommer von der GGK GmbH & Co. KG in Greifenstein hat selbst das duale Studium der Betriebswirtschaft im Unternehmen absolviert, ebenso wie Isabelle Kresse, die für die Strassing GmbH am Infostand sitzt. Sie nahm David Zinn von der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach die Sorgen, dass die Verbindung von Theorie und Praxis zu fordernd sein könnte: „Es ist alles sehr gut durchgeplant und organisiert“, erklärte sie. „Wir haben im Unternehmen Mentorenprogramme“, begegnete Michelle Kurz von der Elkamet Kunststofftechnik GmbH in Biedenkopf möglichen Bedenken den Interessenten.

„Wir wollen Unternehmen und Schüler zusammenbringen – das ist heute bestens gelungen“, betonte Prof. Dr. Jens Minnert, Leitender Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium, der selbst auch bereitstand, um das Konzept des dualen Studiums zu erläutern. Das Format habe bewusst einen kommunikativen und niedrigschwelligen Ansatz. Christian Schreier, CCD-Hauptgeschäftsführer, hob hervor, wie froh StudiumPlus sei, dass so viele Unternehmen zum Markt der Möglichkeiten gekommen seien – „das hilft uns bei der Vernetzung von Firmen und Schülern“, und das wiederum sei ein Baustein für das am Bedarf der Unternehmen ausgerichtete Angebot von StudiumPlus.

Etwa 300 Schüler waren an den Campus Wetzlar gekommen.
Etwa 300 Schüler waren an den Campus Wetzlar gekommen.