65 Unternehmen beim Hochschulinformationstag von StudiumPlus
„StudiumPlus ist unsere Nummer eins“
Im Rahmen der hessenweiten Hochschulinformationstage (HIT) hat StudiumPlus in Wetzlar einen „Markt der Möglichkeiten“ veranstaltet. Dort trafen 65 Unternehmen auf etwa 300 Schüler. Das duale Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus gibt beiden Seiten mit diesem Format die Möglichkeit, sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Ganz besonders groß war diesmal das Interesse an zwei neuen Angeboten, die beide zum nächsten Wintersemester starten: dem Bachelor-Studiengang „Steuern und Rechnungswesen“ und dem Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt „Öffentliches Bauen“.
So scharten sich viele der Schüler um Prof. Dr. Anke Haag, Studiengangsleiterin des neuen Studiengangs rund um „Steuern und Rechnungswesen“, der gemeinsam mit der Steuerberaterkammer Hessen und dem Hessischen Ministerium für Finanzen entwickelt wurde. Auch die Studiengangsleiter der dualen Bachelor-Studiengänge Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen Maschinenbau oder Elektrotechnik, Softwaretechnologie und Wirtschaftsingenieurwesen standen für Gespräche bereit, was intensiv genutzt wurde.
Neuer Fokus „Öffentliches Bauen“
Ausbilder Jonathan Malolepszy vom Main-Kinzig-Kreis freute sich über das Interesse der Schüler am neuen Studienfokus „Öffentliches Bauen“: „Wir als Landkreis haben über 100 Liegenschaften und fungieren dabei teilweise auch als Bauträger, auch für die Bauaufsicht brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter.“ Er setzt daher große Hoffnungen in den Start des neuen Studienschwerpunkts am Campus Limburg, der mit dem Hessischen Städte- und Gemeindebund, dem Landkreis, der Stadt und der IHK Limburg entwickelt wurde. „Die Kommunen und Hessen Mobil brauchen dringend Fachleute“, betonte Jürgen Faupel, Geschäftsführer der Strassing GmbH und Sprecher des Fachkuratoriums Bauwesen bei StudiumPlus.
Gespräche & Austausch
Manche der Schüler nutzten den „Markt der Möglichkeiten“, um sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen und sich zu orientieren, andere kamen mit ganz klaren Vorstellungen. „Ich interessiere mich für Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik und schaue mal, was es da für Firmen gibt“, sagte beispielsweise Nils von der Theodor-Heuss-Schule Wetzlar. Jonas hingegen war extra aus Büdingen angereist, weil er sich für das duale Studium interessiert. „Ich weiß schon, dass ich in die Richtung Bautechnik gehen möchte“, berichtete Marie, die auf die Theodor-Litt-Schule in Gießen geht. Dementsprechend gezielt kann sie die passenden Unternehmen ansteuern.
Emilia von den Kaufmännischen Schulen Dillenburg macht Wirtschaftsabitur. „Ich kann mich hier sehr gut informieren, was mir damit für Möglichkeiten offenstehen“, sagte sie. Amelie, die auf die gleiche Schule geht, hat noch keine konkrete Vorstellung, welche Ausbildung oder welches Studium das richtige sein könnte. Gerade deshalb findet sie das Konzept des „Markts der Möglichkeiten“ gut, denn sie kann sich einerseits über die Vielfalt der Unternehmen und andererseits über die Besonderheiten des dualen Studiums informieren. Laura von der Wetzlarer Goetheschule berichtete hingegen, dass sie Maschinenbau studieren möchte. „Es ist toll, dass ich hier Kontakte zu Firmen knüpfen kann“, freute sie sich.
Gelegenheit für Unternehmen
Auf der anderen Seite bot die Veranstaltung für die Unternehmen eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren. „Wir haben 2023 einen Standort in Herborn eröffnet“, sagte Matthias Rompf, Standortleiter des Bauunternehmens Fritz Meyer GmbH. Mit am Stand war Jan Ovelgönne, der selbst Bauingenieurwesen bei StudiumPlus studiert hat. Nun betreut er die dualen Studierenden, die sich für das überregional agierende Unternehmen entscheiden. „Das Interesse der Schüler am Unternehmen war groß“, berichtete Rompf. „Wir hatten einige vielversprechende Gespräche mit aufgeweckten jungen Leuten.“
Nachwuchskräfte finden
Umlagert war auch stets der Stand der Friedhelm Loh Group mit Rittal. „StudiumPlus ist unsere Nummer eins“, berichtete Anke Wojtynowski-Scharf mit voller Überzeugung. Sie ist zuständig für das duale Studium im Unternehmen. „Wir haben aktuell 91 duale Studierende und zusätzlich noch 20 duale Master-Studierende“, erklärte sie. Da sei man natürlich stets auf der Suche nach guten Nachwuchskräften: „Das hier ist die beste Messe für uns“, betonte sie. Im vergangenen Jahr habe sie direkt drei junge Leute eingestellt.
„Das hier ist eine super Plattform für uns“, erläuterte auch Sebastian Bingel von Hof Pharma Solutions. Er hat selbst bei StudiumPlus studiert. Auch die Autobahn GmbH nutzte den „Markt der Möglichkeiten“, um Kontakte zu knüpfen: „Wir haben mit den Studierenden von StudiumPlus sehr gute Erfahrungen gemacht und möchten den Kontakt zu den jungen Leuten so früh wie möglich knüpfen, um weitere Studierende zu finden“, erläuterte Hubert Storkebaum, zuständig für das duale Studium im Unternehmen.
„Ein tolles Konzept“
„Diese Veranstaltung ist eine sehr gute Möglichkeit für den Erstkontakt“, bestätigte auch Vivian Moro, Program Managerin duales Studium bei Viessmann. „Wir bieten viele verschiedene duale Studiengänge an und die Schüler können sich heute einen Überblick darüber verschaffen.“
Und das taten sie: Über mehrere Stunden umlagerten sie die Stände, lernten ihnen zuvor unbekannte Unternehmen der Region kennen, nahmen Info-Material mit und tauschten auch schon Adressen mit den Firmen aus. „Ein tolles Konzept“, resümierte Werner-von-Siemens-Schülerin Ana.