430 Erstsemester starten bei StudiumPlus
Am Standort Wetzlar beginnen 258 Studienanfänger ihr duales Studium
Mit 430 neuen Studierenden in den Bachelor-Studiengängen ist StudiumPlus ins Wintersemester 2026/27 gestartet. Hessens größter Anbieter dualer Studiengänge bleibt damit auch in diesem Jahr gefragter Partner für junge Menschen, die Studium und Praxis von Anfang an verbinden wollen. Am Hauptsitz Wetzlar nahmen 258 Studienanfänger ihr Studium auf, die übrigen verteilen sich auf die sechs Campus-Standorte in Hessen. StudiumPlus weit am stärksten nachgefragt sind die Studiengänge Betriebswirtschaft mit 105 Erstsemestern und Bauingenieurwesen mit 95 Studienanfängern.
Bei der Begrüßung der Erstsemester in der Wetzlarer Stadthalle brachte der Leitende Direktor des Wissenschaftlichen Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), Prof. Dr. Jens Minnert, auf den Punkt, was StudiumPlus besonders macht: die persönliche Betreuung der Studierenden. „Das ist es, wofür wir arbeiten“, sagte er und erzählte von seinem eigenen Weg über Realschule und Schreinerlehre zum selbst finanzierten Studium. Für den Weg, der vor den Erstsemestern liegt, griff er zum Bild der Bergbesteigung: Jetzt stünden sie im Basislager, der Abschluss in dreieinhalb Jahren sei der Gipfel. „Es wird mit Sicherheit Module geben, die Ihnen nicht leichtfallen. Sie werden dicke Bretter bohren müssen, Fehler machen und auch mal stolpern. Entscheidend ist, dass Sie wieder aufstehen“, sagte er. Wichtig sei: Niemand gehe diesen Weg allein. „Wir begleiten Sie ganz persönlich.“ Er riet den Studienanfängern, früh eine „Seilschaft“ für den gemeinsamen Aufstieg zu suchen, und wünschte ihnen, optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Einen Blick über den eigenen Campus hinaus warf der Hauptgeschäftsführer des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien (CCD), Christian Schreier, der selbst vor 20 Jahren bei StudiumPlus begonnen hatte. Von einer Delegationsreise ins Silicon Valley berichtete er von Einblicken in Zukunftsthemen wie autonomes Fahren, Robotik und KI-Infrastruktur. Vor allem das dortige Mindset habe ihn beeindruckt: die Grundhaltung Learn-Share-Do, ein absoluter Nutzerfokus und die Bereitschaft, Fehler zu machen. Die gleiche Idee verfolge die d.school an der Stanford University in Palo Alto zur interdisziplinären Entwicklung von Innovationen mithilfe der Methode des Design Thinkings: Studierende mit realen Projekten aus der Praxis zusammenzubringen – genau wie bei StudiumPlus. Schreier verwies zudem auf die Neukonzeption der Persönlichkeitskompetenzen mit Schwerpunkten auf kritischem Denken, KI-Fähigkeit und Changemanagement. Zudem riet er den Erstsemestern: „Werden Sie zu Weltveränderern für die regionale Wirtschaft.“
Der Vizepräsident der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), Prof. Dirk Metzger, gratulierte den Studienanfängern zu ihrer Wahl: „Sie haben ein tolles Studienformat gewählt.“ Zugleich machte er klar, dass nicht jede Aufgabe im Studium Spaß bereiten werde: „Sie werden auch Dinge tun müssen, die Sie nicht mögen.“ Er ermutigte die Erstsemester, kritisch zu bleiben, dabei aber respektvoll zu agieren, und einen echten Wissensdurst zu entwickeln. „Unser Job als Professoren ist es, diesen zu stillen.“ Anders als an einer Online-Hochschule biete das Studium bei StudiumPlus die Chance, echte Kontakte und Freundschaften zu schließen.
Für den Lahn-Dill-Kreis begrüßte Kreisbeigeordneter Frank Inderthal die neuen Studierenden mit einem literarischen Augenzwinkern. Mit Goethes Faust, der nach dem Studium von Philosophie, Jura, Medizin und Theologie ernüchtert feststellen muss, „und bin so klug als wie zuvor“, zeigte er, wie es nicht laufen solle. StudiumPlus sei das Gegenmodell dazu: Wer hier studiere, sammle von Anfang an praktische Erfahrung und könne sein theoretisches Wissen direkt im Berufsalltag anwenden.
Auch Stadtrat Jörg Kratkey richtete Grußworte an die Erstsemester. Statt vom „Ernst des Lebens“ zu sprechen, wolle er lieber die Vorfreude auf die Impulse betonen, die ein duales Studium biete. Nicht allein Zeugnisse zählten, wie sein eigener Werdegang über verschiedene, aufeinander aufbauende Berufswege zeige. Er wünschte den Studienanfängern ein gutes Ankommen, viel Erfolg und riet: „Bleiben Sie im besten Sinne neugierig.“ Auch er griff das Bild des Bergsteigens auf: Man solle sich den Weg in Abschnitte einteilen und jeweils den nächsten Schritt in den Fokus nehmen.
Zum Abschluss der Veranstaltung stellte StudiumPlus den Erstsemestern in einem Erklärfilm das hochschulweite Qualitätsmanagement vor und rief dazu auf, sich aktiv an den Evaluationen zu beteiligen. Außerdem lernten die neuen Studierenden zum ersten Mal ihre Mentoren kennen, die sie in der Einführungswoche und im weiteren Studienverlauf betreuen.